Fatale Tendenz: Autoradio-DIN-Schacht stirbt aus

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Die Musik spielt nur noch serienmäßig

Eine fatale Tendenz hält in den Autos Einzug: Der genormte Schacht für das Autoradio fehlt. Nachrüstung wird dadurch fast unmöglich gemacht. Auch Navigationssysteme lassen sich nur schwer nachrüsten. Und bei den Autotelefonlösungen gibt es oft veraltete Technik.

Die ganze Welt der Elektronik ist auf dem Weg zur Standardisierung. Genormte Schnittstellen sollen dem Benutzer den Ausbau und die Vernetzung von elektronischen Geräten ermöglichen. Wirklich die ganze Elektronikwelt? Nein. Ein wachsender Trupp von Automobilherstellern arbeitet mit immer größerem Erfolg daran, mit baulicher wie elektronischer Individualisierung von Komponenten dem Autokunden Austausch- und Wahlmöglichkeiten zu nehmen.

Der Autoradio-DIN-Schacht stirbt aus

Am offensichtlichsten merkt es der Autofahrer am Sterben des DIN-Autoradioschachts. Ärgerten sich früher zum Beispiel viele Volkswagen-Fahrer darüber, dass ihr neu erstandenes Nachrüst-Autoradio oft etwas zu tief für den vorhandenen Schacht war, so finden sich in vielen neuen Automobilen immer mehr mobile Musikfans mangels genormten Schachts jeglicher Nachrüstbarkeit beraubt.

Besonders ärgerlich ist dieses Faktum bei kleineren Automobilen wie zum Beispiel dem Toyota Yaris. Wer sich bei dem trendigen Japaner den Fehler erlaubt, bei der Neubestellung kein Kreuz im Bereich CD-Sonderausstattung zu machen, lebt fortan mit einem fest in die Mittelkonsoleneinheit integrierten Einfach-Cassetten-Autoradio.

Möchte der Yaris-Fahrer seinen Fauxpas später wieder gutmachen, bleibt ihm keine andere Chance als ein unzumutbarer Umbau der Mittelkonsole. Optische, ergonomische und qualitative Gründe werden von den Automobilherstellern in dieser Klasse oft als Argumente für die Verhinderungsmaßnahmen genannt. Dabei geht es vielmehr um eines: Profit.

Während die Margen beim Neuwagenverkauf für das nackte Auto immer weiter sinken, kann bei der Sonderausstattung zugelangt werden, ohne dass etwa das Autoradio dem immensen Preisdruck im Nachrüstmarkt ausgesetzt ist. Denn streng genommen hat jedes Autoradio unter diesen Umständen eine Monopolstellung im jeweiligen Autotyp.

Während Handyschalen immer bunter und austauschbarer werden, müssen Kleinwagenkäufer im Auto mit Elektronik ohne Variationsmöglichkeit leben und werden später abgestraft, wenn sie sich beim Neukauf die Mitbestellung von teuren Extras zunächst sparen wollen. Wer beim neuen Ford Fiesta das CD-Audiosystem 6006 bestellt, bezahlt nicht nur den hohen Preis von 960 Euro - aufgrund der in die Mittelkonsole fest integrierten Frontgestaltung ist ein späterer Austausch der Radioeinheit nur mit teuren Adaptern möglich. Gerade Fans neuer Medien wie MP3 oder Digitalradio sollten sich also gut überlegen, was in ihrem Auto ab Werk Musik macht.

Aber es ist auch keine Lösung, das Autoradio nicht mitzubestellen. Denn während im Ausland die Hersteller oft eine Radiovorrüstung mitliefern, bekommt der deutsche Kunde nur dann Kabel ab Werk verlegt, wenn er auch ein Radio mitbestellt.

Nachrüst-Navigationsgeräte: vom Hersteller oft abgelehnt

Im Navigationsbereich dagegen zeichnet sich ein Paradoxon ab: Kunden, die zum Beispiel bei ihrem neu gekauften Audi oder Jaguar keine Navigation mitbestellen, müssen später zwangsläufig auf Routenführer vom Nachrüstmarkt zurückgreifen. So lehnt Audi den nachträglichen Einbau der werksseitigen Navigationssysteme aufgrund des dafür notwendigen Eingriffs in die Bordelektronik ab.

Spätestens der Gebrauchtwagenkunde wird sich mit dem Problem herumschlagen müssen, verbunden mit den Adaptionsproblemen für ein Navigationssystem vom Fremdanbieter. Besonders extrem ist die Situation im Telefonbereich.

Autotelefon-Angebote sind oft schon technisch überholt

Bedingt durch die weit auseinander liegenden Entwicklungszyklen - ein Auto benötigt rund drei Jahre und ein Handy nur sechs Monate - sind viele Auto-Telefonlösungen zurzeit zwangsläufig veraltet. Während zum Beispiel das Dual-Band-Handy inzwischen Usus ist, kommunizieren Fahrer des neuen BMW Siebener immer noch mit einer nicht austauschbaren Singleband-Lösung, und Ford Mondeo-Besitzer müssen mit einer operatorbasierten Einheit leben. Kein Wunder, dass sich die günstigen Headset-Lösungen großer Beliebtheit erfreuen.

Zumindest für Oberklassefahrer zeichnet sich ein Lichtstreif ab: Dank moderner Bussysteme und modularem Aufbau wird der neue A8 nachträglich vielfältig multimedial erweiterbar sein - natürlich nur mit Komponenten von Audi.


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