FAQ: Welche Felgen und Reifen darf ich fahren ?

Diskutiere FAQ: Welche Felgen und Reifen darf ich fahren ? im sonstige Autothemen Forum im Bereich Skoda Forum; Da immer wieder die gleichen Fragen auftauchen „darf ich diese Rad/Reifenkombination auf meinem … fahren“ habe ich dieses FAQ geschrieben...
agneva

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Da immer wieder die gleichen Fragen auftauchen „darf ich diese Rad/Reifenkombination auf meinem … fahren“ habe ich dieses FAQ geschrieben.

Original Skoda Felgen:

Zunächst hat jeder Skoda ein COC (EG-Übereinstimmungsbescheinigung auch europäischer Fahrzeugbrief genannt), dort stehen unter Punkt 52 die möglichen Rad-/Reifenkombinationen drin. Diese beziehen sich ausschließlich auf die original Skoda Felgen, die im Rahmen der Typgenehmigung für das Fahrzeug freigegeben sind. Nicht auf beliebige Zubehörfelgen !

Die original Felgen erkannt man gut an der Skoda-Teilenummer. Z.B. beim Octavia 2 RS (Typ 1Z) haben die original 18“ Felgen die Nr. 1Z0601025AD.

Würde man sich nun VW oder Audi Felgen der gleichen Größe montieren, würde man es am VW/Audi Logo und der VW/Audi Teilenummer in der Felge erkennen, dass diese Felge nicht auf einen Skoda gehört.

Wenn man das COC nicht hat, kann man analog auf der Skoda Homepage den Serienreifenkatalog runterladen: http://www.skoda-auto.de/service/serviceleistungen/serienbereifung

Hier sind alle ab Werk freigegebenen Rad-/Reifenkombinationen für alle Skoda Modelle aufgeführt, fein sortiert nach EG-Typgenehmigung, Fahrzeugtyp, Motorcode, Schlüssel Nr.

Man nimmt sich die Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Fahrzeugschein) zur Hand und schaut unter Feld K welche EG-Typgenehmigungsnummer das eigene Auto hat z.B. „e11*2001/116*0230*40“ und sucht sich das Blatt. Jetzt noch die Typschlüssel Nr. zu Feld 2.2 z.B. „AEP“ und schon hat man die passende Tabelle gefunden. Falls nicht hat man noch den Motorcode z.B. „CEGA“. Dieser findet sich meist etwas versteckt in der 2. Zeile von Feld D.2. Bei mir steht dort ACCEGAX01. (siehe Anhang)

Die Frage „darf ich auf meinem Octavia die Felgen vom Octavia RS fahren?“ lässt sich leider nicht ganz eindeutig beantworten. Bei der HU hat jeder Prüfer eine Tabelle von Rad-/Reifenkombinationen die laut EG-Typgenehmigung für das Fahrzeug freigegeben sind. Da die gesamte EG-Typgenehmigung betrachtet wird, wird kein Unterschied gemacht zwischen z.B. Octavia Standard, Scout, RS usw. Demnach tauchen auch beim normalen Octavia die 18“ Felgen des RS auf und umgekehrt beim RS die 15“ Felgen vom normalen Octavia. Wir haben die Dienstanweisung diese Räder nicht zu bemängeln wenn es z.B. nicht schleift. Andersrum passen die 15“ Felgen nicht auf den RS, da die Bremsanlage zu groß ist.

Wenn man es schriftlich eingetragen haben will, kommt man um eine Einzelabnahme nach §21 nicht herum. Dort wird allerdings die Traglast abgefragt und da scheitert es dann z.B. an den höheren Achslasten vom normalen Octavia 2.0TDI zum Octavia RS.

Wie man sieht ein ziemlich vertracktes undurchsichtiges Thema, was mich persönlich auch stört.

Hier wäre noch anzumerken, dass man andere original Felgen (z.B. von VW) ebenfalls über eine Einzelabnahme nach §21 abzunehmen hat, wenn man diese legal fahren möchte.

Zubehörfelgen.

Bei Zubehörfelgen gibt es grundsätzlich immer eine ABE (kann Abnahmepflichtig sein oder nicht) oder ein Teilegutachten (immer Abnahmepflichtig), bei neueren Felgen gibt es auch gelegentlich eine ECE-Genehmigung (nie Abnahmepflichtig), meist zusätzlich zur nationalen ABE.

Wenn die Felge äußerlich gut sichtbar eine KBA Nr. aufweist, besitzt sie mindestens eine ABE vom KBA. Es kann aber auch sein, dass es für diese Felge für einige Modelle noch zusätzlich ein Teilegutachten gibt.

Bei ECE Genehmigungen steht die ECE Nr. ebenfalls außen gut sichtbar auf der Felge.

Bei Felgen mit Teilegutachten steht außen meistens nichts, nur im Inneren der Felge der Hersteller, Typ, Größe, ET usw.

Bei Felgen mit ABE muss man grundsätzlich schauen ob als Auflage die Abnahme voraussetzt wird oder nicht. Die Auflage heißt wörtlich:
Der vorschriftsmäßige Zustand des Fahrzeugs ist durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr oder einen Kraftfahrzeugsachverständigen oder einen Angestellten nach Nummer 4 der Anlage VIIIb zur StVZO auf einem Nachweis entsprechend dem im Beispielkatalog zum §19 StVZO veröffentlichten Muster bescheinigen zu lassen.
In diesem Fall verhält sich die ABE genauso wie ein Teilegutachten: Man muss zu einer Überwachungsinstitution (TÜV, Dekra, GTÜ, KÜS) und die Felgen gemäß §19(3) abnehmen lassen. Anschließend die Abnahmebestätigung mitführen oder am besten sofort in den Fahrzeugschein eintragen lassen (offiziell erst bei der nächsten Änderung der Papiere z.B. bei Halterwechsel oder Umzug).

In den Gutachten sollte man sich sein Fahrzeug raussuchen (auch auf die Motorleistung achten) und sich die Auflagen ankreuzen. Hier verhält es sich ähnlich wie beim Serienreifenkatalog mit der EG-Typgenehmigungsnummer, Motorleistung (statt Code) und Auflagen bezogen auf die Reifengröße (bitte genau lesen).

Bei einigen Gutachten wird z.B. gefordert nur Reifen eines Herstellers und achsweise eines Profiltyps. Dies ist einzuhalten.

Bei Abnahmepflicht sind meistens Auflagen zur Radabdeckung und/oder Freigängigkeit enthalten.

Falls die Felge nicht abnahmepflichtig ist, muss immer die ABE mitgeführt werden und natürlich auch alle Auflagen eingehalten werden.

Bei ECE genehmigten Felgen gibt es zwar keine Mitführpflicht der Papiere, man sollte sie aber dennoch freiwillig mitführen um zu beweisen dass die Felge auf das Auto gehört bei Polizeikontrollen oder der HU. Von der Auflagen her entspricht sie einer ABE ohne Abnahmepflicht.

Die Papiere sehen genauso aus wie von einer ABE. Beispiel von Brock zur ECE R124 000911: https://brock.de/Gutachten/RC-Design/RC30/6.0x15/5x112/ECE R124 000 911 - RC30 605 5x112 ET47 V7 57,1.pdf

Hier gilt auch: Alle Auflagen müssen eingehalten werden.

Noch ein abschließender Hinweis für alle die sich fragen was mit Zubehörstahlfelgen ist: Diese werden gwöhnlich 1:1 nachgebaut (in Größe, ET und Aufnahme für die Radkappen) und besitzen genauso eine ABE und KBA Nr.
 

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Da es sicherlich hier auch hingehört: Man kann versuchen, die Traglast einzelner Felgenmodelle bei Skoda anzufragen, wird jedoch eine Antwort wie nachfolgend (oder ähnlich) erhalten:

Sehr geehrter Herr xxxxxxx,

schön, dass Sie sich an uns wenden!

Gerne haben wir Ihre Anfrage recherchiert: Die Felge Themisto (3T0601025E) der Größe 7 ½ J X 18 mit der Einpresstiefe ET 46 wurde ausschließlich für den Superb II angeboten und auch exklusiv für dieses Modell homologiert und genehmigt.

Für solche Exklusivfelgen existieren beim Hersteller ŠKODA keine allgemeine Betriebserlaubnis, Datenblätter oder Teilegutachten. Daher ist eine Verwendung nur auf einem Superb II, aber nicht auf anderen Fahrzeugen möglich.

Darüber hinaus sind wir als Importeur nicht berechtigt, die gewünschte Traglastbescheinigung auszustellen, wie es beispielsweise Volkswagen als Hersteller tätigt. Daher steht uns auch keine Liste der Traglasten der ŠKODA Felgen zur Verfügung. Es tut uns leid, Ihnen keine andere Auskunft geben zu können, denn nur ungern enttäuschen wir einen Kunden.

[...]

Herzliche Grüße aus Weiterstadt
 
SuperBee_LE

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Ja, nein, vielleicht? :D
 
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Ja. Wenn man genau hinschaut.
 

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Danke für die FAQ!
 
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ich zitiere mich mal selbst:
Zunächst hat jeder Skoda ein COC (EG-Übereinstimmungsbescheinigung auch europäischer Fahrzeugbrief genannt), dort stehen unter Punkt 52 die möglichen Rad-/Reifenkombinationen drin. Diese beziehen sich ausschließlich auf die original Skoda Felgen, die im Rahmen der Typgenehmigung für das Fahrzeug freigegeben sind.
...
Wenn man das COC nicht hat, kann man analog auf der Skoda Homepage den Serienreifenkatalog runterladen: https://www.skoda-auto.de/service/serienbereifung

Hier sind alle ab Werk freigegebenen Rad-/Reifenkombinationen für alle Skoda Modelle aufgeführt, fein sortiert nach EG-Typgenehmigung, Fahrzeugtyp, Motorcode, Schlüssel Nr.

Entweder es ist eine Original Skoda Felge oder nicht.

P.S. leider sind die Links im 1. Beitrag von den Herstellern geändert worden, schade.
 
Robert78

Robert78

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@ostomek
Den bekannten Link auf der Skoda Seite bzw. noch besser dein CoC (auch unter Punkt 52) kennst du ja. Diese Infos beziehen sich auf die Skoda Felgen die für dein Auto ohne Änderungen erlaubt sind.

Verwendest du Original Federn oder baugleiche brauchst du keine Eintragung. Sind es andere um das Auto z.B. tiefer zu bekommen haben die Federn dann ein Gutachten, ABE etc. mitgeliefert.
Dort stehen dann weitere Auflagen bezüglich der passenden Räder / Felgen etc. drin. Auch bezüglich der nötigen Eintragung. In der Regel steht dann aber drin das es keine Bedenken mit der Serienbereifung gibt.
 
bbfh

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Danke für die FAQ. Ich bin da am Anfang etwas verwirrt gewesen, weil im COC meines Scala nicht alle möglichen Serienfelgen/-Reifengrößen für den Scala (mit diesem Motor) eingetragen sind. Da steht nur die Größe drin, mit der er ausgeliefert wurde. Jetzt weiß ich, dank FAQ, dass ich die anderen Serienbereifungen die nach Serientabelle von Skoda zu meiner EG Typgenehmigungsnummer passen auch eintragungsfrei fahren darf.

Sollte ich da zur Sicherheit freiwillig einen Auszug aus der Serienbereifungstabelle mitführen?
 
dathobi

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weil im COC meines Scala nicht alle möglichen Serienfelgen/-Reifengrößen für den Scala (mit diesem Motor) eingetragen sind.
Da stehen die Möglichkeiten drin die du fahren darfst und das wird mehr als nur eine sein.
 
Tuba

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auch eintragungsfrei fahren darf.
Das steht nirgends. Ist nämlich falsch. Dein CoC ist maßgeblich, nicht diese Liste. Was meinst Du, warum im CoC die Fahrgestellnummer steht?
 
bbfh

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Danke für den Hinweis, hab nochmal nachgeschaut.

Als ich da unwissend reingeschaut habe, ist mir nur Punkt 35 des COC aufgefallen. Da steht nur eine Kombination (die aktuelle mit der er ausgeliefert wurde). Jetzt beim zweiten Prüfen hab ich dank FAQ auch Punkt 52 gefunden. Das steht dort etwas unübersichtlich, daher habe ich das zuerst übersehen. Dann bin ich jetzt beruhigt, da stehen tatsächlich die ganzen Serienbereifungen bei mir drin, die ich schon herausgefunden hatte.

Der Hinweis auf Punkt 52 in der FAQ ist prima, und danke überhaupt für die Mühe.
 
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