Erst Fabia, dann Polo und nun Ibiza auf der gleichen Plattform

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Guest
Spinnen die Spanier?
Caramba: Mit Karacho fährt der Dritte im Polo-Bunde vor. Was ist dran am neuen Ibiza? Ein Vergleich unter Brüdern.

Blech geworden glänzt sie hier wieder, die Piëch-Plattformstrategie. In ihrer kostensparenden Konsequenz. Untenrum ist alles VW, oben zeigt jeder sein persönliches Familienbild. Nach Skoda Fabia und Polo jetzt der Seat, der in diesem Drillingsbunde den heißblütigen Südländer spielt. Die Alfa-Ähnlichkeiten sind kein Zufall, Designer Walter de Silva wurde schließlich vor rund zwei Jahren in Mailand abgeworben.
Keine Spinnerei: Beim neuen Ibiza zeigt er klar, wohin die Linie geht: eindeutiges Seat-Gesicht, kraftvolle Konturen, knackiges Heck. Ohne die Aerodynamik zu vergessen. Der Ibiza hängt in der Spitze seine beiden Brüder ab, wie die Tabelle auf Seite 12 zeigt.
Wer mit der Lupe nach VW-Teilen sucht, der erkennt gerade mal den Seitenblinker wieder, den Heckwischer, die kleine Sonnenblende über dem Innenspiegel und noch einige wenige Hebelchen im Innenraum. Mehr nicht. Die Zeit, in der sichtbare Details wie etwa Lüftergitter von Lupo bis Passat W8 baugleich waren, scheint jetzt vorbei zu sein.
Auch unter der Haube ein Unikat in dieser Drillingsrunde: Da zerrt ein Wolfsburger Diesel mit 130 PS an den beiden Antriebswellen. Nanu, plötzlich verbläst ein TDI die GTI-Gemeinde? Ja, erstmals befeuert ein Selbstzünder das Topmodell der gesamten Baureihe.
Spinnerei oder Diesel-Dämmerung? Wohl Letzteres. Die Technologie hat sich in den letzten Jahren selbst rechts überholt. Beispiel Laufkultur: Vibrationen sind bei modernen Einspritzern kein Thema mehr. Beispiel Akustik: Erst unterhalb von etwa 2500 Touren verrät der Ibiza TDI kundigen Ohren sein Arbeitsprinzip, darüber sorgt er für leuchtende Augen.
Mit der Charakteristik einer Dampfturbine gibt der 1,9-Liter-Zweiventiler seine Leistung ab. Egal wie das elektronische Gaspedal auch steht: Er fällt in kein Turboloch, er zerrt nie wild an den Vorderrädern. Das enorme Drehmoment von 310 Newtonmetern bei 1900 Umdrehungen klingt nur so, als würde es die Antriebswellen abscheren. In Wahrheit gelang den Konstrukteuren eine ganz ausgeglichene Abstimmung.
Was für das Fahrwerk nicht gilt. Bretthart kommen bei schneller Fahrt kurze Fugen durch, fast detonierend zerren sie an den Plomben. Lange Wellen dagegen sorgen für Achterbahn-Magenflaute, Fahrer und Fahrgäste sollten schon gut gefrühstückt haben. Zumal diese Abstimmung geradezu lockt, in jeder Kurve die ESP-Warnlampe aufblinken zu lassen.
Bleibt noch das Dauer-Diesel-Gegenargument der ölig stinkenden Tankfinger. Es gilt bei normalem Gebrauch theoretisch aber nur alle 900 Kilometer. Denn das ist keine Spinnerei: Pro 100 Kilometer nippt der Pumpe-Düse-Motor im Mittel ganze fünf Liter aus dem 45-Liter-Tank. So sparsam dürfte vielleicht der fürs nächste Jahr im Polo angekündigte FSI-Benziner werden - und der soll es nur auf 85 PS bringen.
Damit die 130 PS in allen Tempobereichen gut auf die Straße kommen, hat der Ibiza TDI als einziger Drilling ein butterweich zu schaltendes Sechsganggetriebe (die anderen haben fünf Gänge, nur die 75-PS-Benziner gibt es auch mit Automatik). Für die Zielpeilung sorgt in der Polo-Plattform die neue elektrohydraulische Servolenkung, die beim Seat-Kraftprotz aber eine Schwäche zeigt: Sie ist sehr sensibel und in allen Bereichen viel zu leichtgängig. Bei den kleineren Varianten fällt dies sicher nicht so auf.
Der einzige Feind des sportlichen Diesel-Ibiza dürfte sein Preis werden. Der wird zwar erst im Frühjahr verraten, dürfte aber irgendwo weit über 15000 Euro liegen - wir schätzen so bei 17000, umgerechnet 33250 Mark.
Dabei soll der Einstiegspreis für das 64-PS-Basismodell 23000 Mark betragen. Neben der Servolenkung, dem in Höhe und Tiefe verstellbaren Lenkrad, der ABS-Bremse und den vier Airbags, die alle Brüder auch schon serienmäßig haben, ist er noch ausgestattet mit: getönten Scheiben, Cassettenradio mit vier Lautsprechern, diebstahlsicherer Dachantenne, Sitzhöhenverstellung, Beifahrersitz mit Memory-Technik und E-Hebern vorn. Damit liegt er preislich zwischen Fabia und Polo. Auch das gehört zur Wolfsburger Plattform-Strategie.

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Details und technische Daten
 

Marccom

Guest
Also!

ich ganz persönlich finde den Ibiza,-möge er noch so temperamentvoll sein-tot hässlich.

Vor Neid erblassen würde ich ja wegen der tollen 130PS TDI Maschine (ist einfach toll, habe ich fahren und lieben gerlernt im A3 von Schwiegerpapa in Spe), wenn ich nicht wüsste dass es da ABT und Co gibt, mit dessen Hilfe man dann auch als stolzer Fabiisti mit relativ wenig Aufwand und verhältnismässig geringen Kosten solche Kotzschleudern stehen lässt(HÄ,HÄ).

Bis bald
 

Marccom

Guest
Noch was!

kommt uns die Schürze nicht irgendwie bekannt vor?
 
saVoy

saVoy

Skoda ade
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ex Skoda Fabia RSC
Rechnet sich das für VW, drei fast ähnliche Kleinwagen auf einer Plattform zu bauen?
Seat will ja auf die sportliche Schiene, passt da ein Kleinwagen überhaupt noch hinein? Was meint ihr?
 

Zimmtstern

Guest
ich seh kein bild-der link ist tot!!
ich finde, dass seat sich in der letzten zeit optisch verschlechtert hat!!bei alfa hat de silva noch schöne autos geformt, aber bei seat...
 
Thema:

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