Elektroautos nicht bestmöglicher Klimaschutz ...

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von rabbit, 30.01.2012.

  1. rabbit

    rabbit
    Moderator

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    Mahlzeit Škodagemeinde,

    Elektroautos tragen einem Zeitungsbericht zufolge längst nicht so stark zum Klimaschutz bei wie bislang angenommen. Der Ausbau der Elektromobilität führe sogar zu einer größeren Klimabelastung.

    Zum Zeitungsbericht geht es hier: http://www.taz.de/Umweltbilanz-von-Elektroautos/!86637/
     
  2. AdMan

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  3. Limpi

    Limpi

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    Völlig Blödsinniger Artikel.
    Natürlich kann man nicht einfach Elektrofahrzeuge auf die Strassen stellen und dann denken ohne Zubau der Energieerzeugung würde es passen. Das wäre ja schön einfach ist aber völliger Quatsch und jedem normaldenkenden Menschen eigentlich sonnenklar. Wenn ich kein Benzin/Diesel/Gas mehr brauche, muss der Strom zum fahren ja überhaupt erstmal erzeugt werden.
    Was wird aktuell in Deutschland gemacht. Der Zubau der konventionellen kraftwerken ersetzt im wesentlichen alte veraltete Kraftwerke. Ein Zubau an Stromerzeugung findet in diesem Bereich quasi nicht statt. Ganz im Gegenteil sieht es bei Ökologisch erzeugten Strom aus. Hier findet ein rasanter Zubau statt der es erlaubt konventionelle Kraftwerke auch abzuschalten. Sonst könnte man die Atommeiler ja gar nicht ausknipsen wenn da nicht alternativ Strom erzeugt würde.
    Insofern muss man das Ganze sowieso im Zusammenhang mit der Energiewende betrachten und Elektrofahrzeuge sind nichts weiteres als hier in die richtige Richtung zu gehen, auch wenn es bedeutet, die richtige Richtung tut erstmalvielleicht ein bisschen weh. Die Taz setzt hier mal nur Scheuklappen auf und betrachtet erst mal völlig isoliert eine IST-Situation die für sich alleine zwar vielleicht sogar richtig ist, aber mittelfristig einfach nicht stimmt.

    Man sieht es sehr gut an den Photovoltaikanlagen. Die Kosten für so eine Anlage haben sich in den lezten 5 Jahren um mehr als die Hälfte verringert. D.h. Photovoltaikanlagen sind von den Kosten der Stromerzeugung mittlerweile fast bei dem was man so üblicherweise für seine KW/h selber bezahlt -> um die 21 ct pro Kw/h. Da der Strom in 99% der Fällen innerhalb 1km Umkreis verbrauch wird, fallen hier auch die teuren Transportkosten und Verluste nicht an. Der Strom wird da verbraucht wo er erzeugt wird. Unglaublich viele Anlagen werden heutzutage nach Eigenverbrauch abgerechnet weil es sich einfach mittlerweile lohnt.
    Klar hat das mit der Subventionierungvon Solaranlagen erstmal "weh" getan, aber das tut es bei Subventionierungen immer. Wenn diese Funktionieren ist irgendwann der Break Even erreicht und dann gehts auch wieder aufwärts.

    Genau das gleiche ist bei den Elektroautos. Fahrzeuge mit fossilen Brennstoffen zu fördern ist einfach nicht zeckmäßig weil dadurch zwar kurzfristig Ziele erreicht werden können aber mittel bis langfristig sich nichts ändert sondern nur der Status Quo so lange wie möglich eingefrohren wird. Wenn genau so viel Geld in Batterieforschung gesteckt werden würde wie in andere Forschungszweige, dann wären wir hier schon schon viel viel weiter.

    Gruss Limpi
     
  4. agneva

    agneva

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    da muss ich Limpi zustimmen

    es fängt doch schon Zuhause an: ich entscheide ob ich mich mit Atom/Kohlestrom beliefern lasse oder Ökostrom nehme.
    Das witzige: der mit Abstand günstigste Anbieter für mich waren die SW München mit Strom aus 100% Wasserkraft.

    Der Ausbau des Ökostroms dauert, aber irgendwann muss man mal anfangen.
    Wenn es geschafft ist, fährt man mit Elektroautos 100% CO2 frei. (ohne die Herstellung des Fahrzeugs zu berücksichtigen, was man aber bei konventionellen Fahrzeugen auch nicht tut)
     
  5. #4 FabiaOli, 30.01.2012
    FabiaOli

    FabiaOli

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    Naja, irgendwie muss ja auch der Strom hergestellt werden.
    Dazu wird ja auch Kohle verbrannt etc. etc.
    Und Strom aus regernativen Energiequellen ist so schon sehr wenig und mit el. Autos würde der Stromverbrauch um ein Vielfaches steigen.
     
  6. Limpi

    Limpi

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    Stimmt nicht!

    Mittlerweile sind wir bei knapp 20% Anteil angelangt was die Erzeugung regenerative Energieen anbetrifft (2010 lag es bei ca. 17%) . Für 2020 ist ein Anteil von 30% - 40 % abzusehen. Der komplette Verkehr auf Elektro würde weniger als 20% des Gesmatstromverbrauches in Deutschland ausmachen. Durch die Einführung energiesparender Techniken kann der Gesamtverbrauch sozusagen in der Waage gehelten werden, das eben kein ZuBau stattfinden muss sondern alles neu hinzukommende erlaubt alte konventionelle Kraftwerke in den Ruhestand zu schicken.

    Nicht geklärt ist bisher das Speicherproblem. Dadurch kann der Anteil an regenerativen Energiequellen kaum über 50% gesteigert werden. Hier bedarf es mittelfristig Lösungen die erzeugten Strom in grossen Maße speichern zu können.
    Deutschland ist geologisch leider nicht ideal für Pumpspeicherwasserwerke also wird aktuell an Möglichkeiten geforscht regenerativ erzeugten Strom auch speichern zu können.
    Die Aktuellen Solarkraftwerke (Parabolspiegel und Erhitzung eines Mediums - aktuell verflüssigte Salze- zur Energieübertragung) die momentan von allen grossen Energieriesen in Spanien und Nordafrika gebaut werden können beispielsweise eine Nacht komplett überbrücken inden das erhitzte Medium so lange gespeichert wird (weit über 1000 Grad). Diese Solarkraftwerke können damit kontinuierlich Strom erzeugen.
    Jetzt muss man nur noch das Problem des Transportes lösen. Aber auch hier gibt es schon sehr vielversprechende Ansätze.

    Eine Solaranlage in der Wüste (Nordafrika) mit 200 qkm Fläche wäre problemlos in der Lage den gesamten Stromverbrauch Europas zu decken. In Amerika gibt es ebenfalls hinreichend grosse Flächen so etwas zu realisieren.
    So wird aktuell schon an 2 Gleichstromtrassen im Mittelmeer gebaut um Erfahrungen zu sammeln und forschen zu können.

    Das wird alles noch ein Weilchen dauern aber ich bin mir 100% ig sicher das ich es mit meinen 44 Jahren noch erleben werde, wie hier in Deutschland das letzte Kohlekraftwerk ausgeknipst wird.
    In Deutschland gibt es da sogar harte Fakten. Die RWE die im Revier bei Köln die grössten Tagebaue in Deutschland zur Stromerzeugung betreibt wird noch Kohle bis ca. 2045 haben. Danach ist ALLE bzw. die Förderung wird so teuer das es sich nicht mehr lohnen wird.
    Die MÜSSEN auf Alternativen sonst können sie zusperren.

    Gruss Limpi
     
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