E10 - Worum es wriklich geht...

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von variable, 05.04.2008.

  1. #1 variable, 05.04.2008
    variable

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    Hallo,
    bei der ganzen E10-Misere soll man folgendes nicht vergessen: Die deutsche Autoindustrie, wo jeder zweite Deutsche direkt oder indirekt sein Brot verdient, hat Probleme die CO2-Richtlinien in Zukunft einzuhalten.
    Das liegt nicht, wie jeder weiß, daran, daß sie solche Sch****-Autos baut, sondern im Gegenteil, weil sie so GEILE Autos macht, wie den Audi R8 oder den Porsche Cayenne S...
    Die ausländische Autoindustrie (besonders die französiche und die italienische Autoindustrie) kennen diese Probleme nicht, und werden weit weniger Probleme haben, die von der EU festgesetzten Grenzwerte einzuhalten.
    Deshalb hat die deutsche Industrie und der VDA sich ausgedacht, ohne die Autos zu verändern den CO2-Ausstoß auf einmal um 10% zu verringern.
    CO2-Ausstoß Audi R8: 349g/km
    CO2-Ausstoß Porsche Cayenne S: 358g/km
    CO2-Ausstoß Audi R8 mit E10: 314g/km
    CO2-Ausstoß Porsche Cayenne S mit E10: 322g/km
    Dabei dürfen wir nicht vergessen, daß es ja schon E5 gibt, also es kann bis zu 5% Ethanol beigemischt werden.
    Keiner hat die Rechnung mit den Ausländern gemacht und die haben dem Gabriel mit den 3,3 Millionen Autos gut in die Suppe gespuckt... Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
    Deshalb sollten wir nicht vergessen, daß die ganze Angelegenheit auch zum Wohle der deutschen Autoindustrie gemacht wurde. Oder wer fährt ein Aut, das weniger als 130g/km ausstößt?
     
  2. AdMan

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  3. andi62

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    Bei dieser Darstellung mischen sich aber auch sehr Information und Meinung.

    1. Keineswegs verdient jeder zweite Deutsche sein Geld direkt oder indirekt im Bereich der Automobilindustrie; früher hing etwa jeder 8. Arbeitsplatz von ab, neue Zahlen habe ich nicht parat.

    2. Was ist an solch völlig unnützen und sinnfreien Autos wie Cayenne und Co. geil? Dass hier Dinosaurier auf die Straße geschickt werden, die Ressourcen ohne Ende verbrauchen und noch dazu fast ausschließlich als steuerlich absetzbare Firmenfahrzeuge gefahren werden, für die letztlich der Steuerzahler insgesamt mitbezahlt.

    3. Das Argument, dass hierbei die deutsche Autoindustrie "geschützt" wird, ist nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil: Da in anderen Ländern insgesamt (!) deutlich kleinere Autos gefahren werden, die einen geringeren CO2-Ausstoß aufweisen, sind diese im Vorteil.

    4. Man möge bitte sehen, dass hier insbesondere wahltaktische Überlegungen eine Rolle gespielt haben dürften. Den wie soll eine Partei wie die SPD vermitteln, gerade denjenigen das Autofahren durch E10 verteuert zu haben, die sich kein neues Auto leisten können und deshalb Super Plus tanken müssen?!



    Womit schließlich noch zu sagen wäre: Worum es wirklich geht - das bleibt Spekulation!
     
  4. #3 digiman25, 05.04.2008
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    in diesen vielen (leidigen) Diskussionen um Politik und Auto endlich mal ein Statement, dem ich voll zustimme.
    Zu oft werden Fakten und Meinungen vermischt - oder noch schlimmer: eigene Meinungen und Halbwissen als Fakten ausgegeben.
    Wer will wissen, was sich ein Politiker in Berlin (oder die Menge von beratenden Beamten und Lobbyisten) wirklich denkt und plant?
    Und warum kann man einem Politiker nicht auch mal was positives unterstellen? Das "gut gemeint" leider oft in zumindest scheinbar "schlecht gemacht" endet, dass ist eine andere Geschichte...

    Ach ja: ich habe auch meine Zweifel am Nutzen von E10, aber das Thema ist durch. Und immer nur dagegen hilft uns auch nicht weiter.

    Gruß aus Lippe
    Walter
     
  5. #4 variable, 05.04.2008
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    Und der Export? Wenn nun halt mal die Nachfrage da ist, daß sich ein Scheich in Bahrein zwei R8 in die Garage stellen möchte, dann ist das nun mal eben Marktwirtschaft. Ist doch besser, daß einer in Neckarsulm sein Geld damit verdient (damit dann auch ein Maurer, der sein Häuschen baut und der Bäcker, der die Brötchen backt usw.), als einer in Maranello?!?

    Oder möchstest Du auf 50% Deines Wohlstands verzichten und wir bauen nur noch Smarts und Lupos.

    Die Autos werden dann woanders gebaut und das Geld wird woanders verdient...
     
  6. andi62

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    Dass Porsche gutes Geld verdient und profitabel wie kein zweiter Anbieter ist, bleibt unbestritten. Dass die Autos dennoch sinnfrei sind, gilt m.E. dennoch. Dein Argument ist dennoch wenig stichhaltig, denn mit dieser Begründung kann ich was auch immer an den liefern, der es gerade nachfragt....Waffen welcher Gattung auch immer, Kernkraftwerke usw. Und dennoch möchte ich derlei Dinge nicht überall und bei jedem sehen.

    Davon abgesehen: 50 % des Wohlstand - das ist doch ein bißchen kurz gesprungen.
     
  7. #6 digiman25, 05.04.2008
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    Dazu nur 4 Anmerkungen:
    1) Den Scheich kratzen dann auch die paar Euro CO2-Abgabe nicht - Also kein Grund zum Jammern für Audi und co
    2) In Italien (wo ja angeblich nur Kleinwagen gebaut werden) jammert auch kein Ferrari, Maserati... über die CO2-Abgabe für die Luxuskarren
    3) Wäre es nicht sinnvoller für Audi und co. geeignete Autos für den großen deutschen Markt zu bauen, als sich auf die Reichen im Ausland zu verlassen? Dann bräuchte unsereins nicht seinen bezahlbaren Wagen im europäischen Ausland aussuchen.
    4) Die "deutschen" Autos werden überall auf der Welt gebaut. Es werden mehr BMW und Mercedes vom Hersteller "importiert" als man glaubt. (Genaue Zahlen suche ich noch) - also Geld für den schwäbischen Häuslebauer stimmt leider also nur bedingt...

    Gruß aus Lippe
    Walter
     
  8. andi62

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    Da liegt das Problem - bei den Autoherstellern wie bei den Banken. Mit einer gewissen Polemik formuliert lässt sich feststellen, dass der Durchschnittskunde hier wie dort wenig willkommen, ist, weil er nicht so profitabel erscheint. Derjenige ist es aber - wiederum in gewissem Umfang hier wie dort -, der die misslungenen Exkurse mitfinanzieren muss - heißen sie VW Phaeton oder auch Risikofonds.

    Und noch zum Thema, wie "deutsch" ist "deutsch". Nicht zu vernachlässigen ist der Anteil an Zulieferern im Ausland. Der eigentlich "deutsche" Anteil an der Wertschöpfung dürfte inzwischen deutlich zurückgegangen sein. Zahlen hierzu würden mich selbst interessieren.
     
  9. #8 stefan br, 06.04.2008
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    Die Hersteller bauen nur Autos, die die Kunden auch möchten. Ein Porsche mit 1,4TSI und 170PS würde fast keiner kaufen. Mercedes A und E Klasse haben einen Deutschanteil von 65% während ein VW Fox nur 15% hat
     
  10. #9 Supernova, 06.04.2008
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    Nur weil Porsche und Co für dich sinnfrei sind, bedeutet dies noch lange nicht dass sie es sind ! Sicherlich haben sie auf deutschen Straße, wenn man nur den objektiven Fortbewegungsgedanken sieht, keinen Sinn, aber es gibt nun mal auch die genauso wichtige subjektive Seite ! Und wenn sich halt jemand geil fühlt, weil er ein so großes schnelles, gut beschleunigendes Auto hat, dann macht es für ihn sehr viel Sinn, nämlich auf der subjektiven Ebene. Wenn man diese nämlich ausschalten würde, dann dürfte es auch keinen Freizeitsport geben, und alle Leute müßten sich in einheitsgrau anziehen....
    Ich will immer noch selber entscheiden, ob ich einen Smart oder einen Hummer fahren will, und mir dies nicht von einer fehlgeleiteten, blödsinnigen vorgeschobenen Umweltpolitik vorschreiben lassen.

    Es ist schon seltsam, dass von der Autoindustrie kaum was negatives über E10 zu hören war. Warum auch ? So müssen sich die ganzen Besitzer von E10 untauglichen Autos ja ein neues kaufen, gut fürs Geschäft !!!

    Tschau
    Christian
     
  11. #10 turbo-bastl, 06.04.2008
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    Dazu empfehle ich die (unvoreingenommene) Lektüre von "Basar-Ökonomie" von Hans-Werner Sinn ;)

    Wir sollten bei der ganzen Diskussion über Sinn und Unsinn großer, ökologisch zweifelhafter Autos nicht vergessen, dass im Automobilbereich die Implementierung von Innovationen von oben nach unten erfolgt.
    Der TDI wurde zunächst in den größeren Autos verbaut, kam dann erst in die Kleinwagenklasse. Die Leichtbauweise (Alu) wurde erst beim A8 genutzt, später beim A2. Der TSI kam erst mit 140 und 170 PS, es folgten der 122 PS und demnächst wohl noch kleinere Motoren.
    Während japanische Hersteller die Hybrid-Technologie verbauen, haben deutsche Premiummarken schon lange sparsame Dieselmotoren (ich erinnere an den "Gleichstand" von Diesel-M-Klasse und Lexus Hybrid bei einem Vergleich über mehrere Tausend km) entwickelt. Auch wird der Hybrid-Antrieb erstmal in höheren Klassen flächendeckend verfügbar sein und dann in die Kompaktklasse kommen (3 TEUR Aufpreis sind bei einem X5 nicht so dramatisch wie bei einem Golf). Ganz zu schweigen von den alternativen Antriebskonzepten, die in Deutschland weit fortgeschritten sind (Brennstoffzelle etc.)

    Ich halte es daher für falsch, deutschen Herstellern zusätzliche Belastungen wegen höherer CO2-Flottenemmissionen aufzubürden. Würden alle nur kleine 1.2-l-Motoren mit niedrigem Verbrauch und geringem CO2-Ausstoß kaufen, bliebe das Interesse der Industrie an der Entwicklung umweltfreundlicher Lösungen begrenzt (die Entwicklungskosten ließen sich einfach nicht auf die Preise umlegen).

    Es spricht auch für die deutschen Autohersteller, dass viele ihrer älteren Modelle noch E10 vertragen würden - dabei sei mal dahingestellt, ob der E10-Einsatz wünschenswert ist oder nicht. Vielleicht ist diese Branche bei Weitem nicht so umweltfeindlich, wie sie immer von Kreisen mit erheblichem Eigeninteresse dargestellt wird.
     
  12. andi62

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    @Supernova: "mir dies nicht von einer fehlgeleiteten, blödsinnigen vorgeschobenen Umweltpolitik vorschreiben lassen". Ja, ja, die Freiheit des Individuums erlaubt jedem, das zu tun, was er möchte - aber eben nur solange er andere dadurch nicht beeinträchtigt. Und das ist eben der Punkt.

    Es geht hier also nicht um Konformismus; da bin ich weit davon entfernt und wehre mich vehement. Die Frage aus dem Sachzusammenhang ist hier nur, was ökologisch (!) sinnvoll und sinnfrei ist - und da passen die Riesen-SUV´s und Supersportwagen nun einmal gar nicht. Dass solche Autos Spaß machen können, steht außer Frage. Dass dieser Spaß Einzelner aber zu Lasten der Allgemeinheit geht, gilt es dann auch festzuhalten.



    Ich bin immer wieder verwundert, mit welcher Leichtigkeit politische Entscheidungen, als fehlgeleitet oder blödsinnig abgetan werden, nur weil sie dem Einzelnen nicht plausibel erscheinen. Sorry, ohne Kenntnis der Details (die ich auch nur an einigen ganz ganz kleinen Stellen habe), würde ich mich nicht zu solchen Äußerungen hinreißen lassen.



    @bastl: Dass sich deutsche Autohersteller lange Zeit eher in leistungsorientierter Technikverliebtheit ergangen haben, weniger in umweltorientierten Innovationen, ist m.E. nicht wegzudiskutieren. Es erschien eben immer lukrativer, sich über Leistung als über Ökologie zu profilieren. Dabei ist die eine oder andere Entwicklung erst einmal verpasst worden, ebenso wie die Chance, hier eine Marke zu setzen (Partikelfilter, Hybridtechnik).

    Keine Frage auch, dass es bei Innovationen ein Down-Sizing gibt. Dies ist allerdings kein Naturgesetz, sondern durch die faktische Bandbreite des deutschen Automobilangebots bedingt. In Frankreich sieht das schon anders aus, der Partikelfilter hielt seinen auch quantitativen Einzug über die (untere) Mittelklasse.



    Dass deutsche Autos möglicherweise besser E10 vertragen, dürfte vermutlich weniger mit Umweltbewusstsein zu tun haben. Denn bei Autos, die vor 15-20 Jahren entwickelt wurden, konnte keiner auch nur erahnen, dass wir 2008 darüber diskutieren werden, ob die Materialien einem erhöhten Ethanol-Anteil standhalten.
     
  13. #12 digiman25, 06.04.2008
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    Auch hier kann ich mir ein paar Bemerkungen nicht verkneifen:
    - M-Klasse und Lexus sind sicher wieder nicht die Autos, wo sich die Fahrer Gedanken um die nächste Tankrechnung machen müssen. Die meisetn Fahrzeuge dieser Klasse sind steuerbegünstigte Firmenfahrzeuge.
    - Die Hybriden von Toyota rechnen sich nur bei bestimmten Fahrprofilen und dazu zählt die Langstrecke auf deutschen Autobahnen (typisch für Lexus und co.) ganz eindeutig nicht. Aus Erfahrungen, die ein Freund mit einem Prius hat, weiß ich, dass der Hybrid nur bei bedächtiger Fahrweise und im Mischbetrieb aus Stadt- und Landstrasse seinen Vorteil ausspielt. Dies schafft er in anderen Ländern mit Geschwindikeitsbeschränkungen usw. leichter als bei uns. Für die deutschen Autobahnen z.B. ist der Prius fast untermotorisiert und muss entsprechend oft Vollast gefahren werden - mit entsprechendem Verbrauch.
    - Seine (auch politische) Stärke spielt gerade der Lexus in Californien mit den strengen Umweltauflagen aus.
    - Bei einigen Herstellern sind milde Hybride für die Kleinwagen bzw. Kompaktklasse in Planung. Sie dienen besonders bei Stadtwagen als "Anfahrhilfe" und sind relativ günstig, da kleine Motoren und Akkus reichen.
    - Kostengünstige Zwischenlösungen (Gas, kleine Hybride) werden in Deutschland von den Hersteller totgeredet - von funktionierender Abgasreinigung zum kleinen Preis (FAP) ganz zu schweigen. Hier bietet der ach so fortschrittliche deutsche Hersteller nur unzureichend funktionierende Partikelfilter an. Meine Meinung: hier jammern die deutschen Hersteller nach dem Staat anstatt wirklich innovativ zu werden.
    - Brennstoffzelle ist bisher (und die nächsten 10 Jahre) nur ein Prestigeobjekt, da viele Problem nicht gelöst sind. (wirtschaftlich und umweltverträglich sinnvolle Herstellung von Wasserstoff, ausreichende Reichweite, praktikable Tanks ohne Verluste im Bereich von 10% pro Woche...)
     
  14. andi62

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    Das kann ich auch nur noch einmal unterstreichen: Deutsche Hersteller reden, häufig mit gut initiiertem Lobbyismus, viele Dinge tot, die woanders bereits gut funktionieren. Das war beim Kat so, beim Partikelfilter, beim Hybrid usw.

    Die Brennstoffzelle ist m.E. ein technisch interessantes Spielzeug, das ökologisch keine Alternative sein kann, solange der Wasserstoff nur mit extremem Energieaufwand herzustellen ist. Denn was nutzt mir eine schadstofffreie Verbrennung, wenn ich vorher CO2-aufwändig den Kraftstoff bereitstellen muss.
     
  15. #14 Supernova, 06.04.2008
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    @Andy: "Ja, ja, die Freiheit des Individuums erlaubt jedem, das zu tun, was er möchte - aber eben nur solange er andere dadurch nicht beeinträchtigt. Und das ist eben der Punkt."

    Eben und das bezweifle ich. Die paar große Autos machen der Umwelt sogut wie gar nix, und es gibt noch andere Aspekte wie Umwelt in unserem Leben. Und nur weil ein paar selbsternannte Umweltprister irgendwas in ihrem Fundamentalismus behaupten, muss es noch nicht wirklich war sein.
    Lies mal das Buch von Vaclav Klaus (tschechischer Präsident) "Blauer Planet in grünen Fesseln".
    Mir geht es langsam auf den Kecks, das ständig immer nur der Zeigefinger gehoben wird, und alles auf Umwelt reduziert wird, und man nix anderes mehr zu hören bekommt. Fast egal bei welchen Dingen, überall....

    Bei meinen nächsten Autokauf wird der Umweltaspekt 0,0% eine Rolle spielen, sondern nur der Verbrauch. Das dies zufälligerweise mit zusammenhängt ist mir, wie den meisten anderen bestimmt auch, wurscht... Co2-Angaben können sich die Hersteller meinetwegen sonst wohin schmieren, interessieren mich nicht !
     
  16. andi62

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    Das ist die Frage, wo "die paar großen Autos" anfangen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe nichts gegen große Autos und fahre sie auch gerne - aber das Grundproblem bleibt.

    Und wer ein "selbsternannter Umweltpriester" ist, kann nur auf Basis einer wissenschaftlichen Bewertung von Umwelttatbeständen erfolgen. Meinungen zu allem und jedem gibt es immer - auch von Politikern wie Vaclac Klaus. Aber nach wie vor gilt das wissenschaftstheoretische Grundprinzip, dass sich die Richtigkeit einer Aussage nicht danach bemisst, wer sie macht. Es geht nicht um Eminenz, sondern um Evidenz. Da aber liegt ein zentrales Problem: In der Praxis ist vielfach das Gegenteil zu beobachten - und als Eminenz kann man viel Geld verdienen, wenn man evident auftritt. Letzteres ist keine bloße Behauptung, sondern Erfahrung.
     
  17. #16 turbo-bastl, 06.04.2008
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    Gerade das sehe ich anders. Alu-Bauweise, TDI- und TSI-Motoren, die neuen Spritspar-Innovatiönchen bei BMW etc... das hat doch eine viel größere Wirkung in viel mehr Autos, als Hybrid und Partikelfilter.
    Toyotas Hybrid nutzt erstmal gar nichts, weil ein Prius bei normaler Nutzung nur unnötig Geld verbrennt. Der Partikelfilter hat lediglich an einzelnen Punkten eine Bedeutung (dort wo ein hohe kfz-bedingte Rußpartikelkonzetration auftritt), ansonsten ist er absolut verzichtbar. Solche Dinge sind, zumindest in diesem Entwicklungsstadium, nur Effekthascherei und nicht vergleichbar mit den kleinen, villeicht nicht immer sichtbaren Entwicklungen, die u. a. durch die deutschen Hersteller vorangetrieben werden.

    Warum braucht wohl derselbe 1.6l Diesel im BMW-Mini 3,9 l, im Peugeot 207 aber 4,7 Liter? Sicher nicht, weil die französischen Hersteller die Klimaretter sind, oder weil die deutsche autoindustrie so "unfähig ist, wie sie gerne dargestellt werden.
     
  18. #17 Supernova, 06.04.2008
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    Und genau dies wird bei der Klimaforschung ignoriert.
    Vieles wird behauptet, ohne jegliche Beweise. Spezialfälle werden zum Allgemeinzustand verklärt. Die Wissenschaft liefert das, was die Politik will. Und für die Politiker ist die Klimadiskussion ein Segen, damit kann man schön ablenken, von anderem Problemen. Und die Wissenschaft muss mitmachen, schließlich bezieht sie ihre Fördergelder von der Politik. Skeptiker werden totgeschwiegen, oder als unfähig an den Pranger gestellt.....

    Hier ein Auszug (nicht von mir):
    Ich beobachte seit einiger Zeit und mit wachsender Befriedigung, daß in Teilen der deutschen Medienlandschaft die Berichterstattung zum Thema Klimawandel deutlich ausgewogener und kritischer ausfällt als noch zu Zeiten apokalyptischer Klimahysterie. Jetzt hat Björn Schwentker in der ZEIT eine scharfe Kritik an den methodisch unhaltbaren Katastrophenprognosen führender Klimawissenschaftler geübt. Man braucht kein Klimaskeptiker zu sein, um zu erkennen, daß Angela Merkels Klimaberater Hans-Joachim Schellnhuber und dessen Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) langsam aber sicher ihren Ruf verspielen.

    Die Klimaforscher verlieren die Geduld. Weil ihre Daten nicht bedrohlich genug erscheinen, verkaufen sie jetzt Meinungsumfragen als wissenschaftliche Ergebnisse. Ein Kommentar von Björn Schwentker
    Politik ist, wenn man es trotzdem sagt: Nach dieser Devise prescht derzeit mit ungesicherten Prognosen eine Gruppe ungeduldiger Klimaforscher voran: Die politischen Entscheidungsträger im Blick, veröffentlichten sie eine Studie im angesehenen Wissenschaftsjournal PNAS, in der sie warnen, das Erdklima könne an verschiedenen Punkten wesentlich schneller umkippen als bisher gedacht.

    Belege dafür sind in der Arbeit Mangelware. Stattdessen präsentieren die Forscher eine Meinungsumfrage unter Kollegen. Damit haben sie sich von einer belastbaren wissenschaftlichen Methodik verabschiedet. Und sie riskieren den (noch) guten Ruf der Klimaforschung.
     
  19. #18 turbo-bastl, 06.04.2008
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    In diesen Worten steckt viel Wahrheit - leider.
    Was noch erschwerend hinzukommt: eine generelle Erderwärmung lässt sich nicht wegdiskutieren - sie ist da, ob von Menschenhand gemacht oder nicht. Statt sich aber darüber Gedanken zu machen, wie man darauf reagieren kann, wird suggeriert, mit Umweltplakette, ein bißchen Hybrid und steigenden Steuern und Abgaben ließe sich die Entwicklung a u f h a l t e n. Eine vollkommen fehlgeleitete Fokussierung durch die Medien.
     
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    @Bastl: Dass der Hybrid in Deutschland nicht das gewünschte Sparpotenzial erbringen kann, liegt u.a. auch daran, dass es hier eben keine Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Autobahnen gibt. Das will ich gar nicht werten.

    Fakt ist, dass die deutschen Hersteller gerade bei der Entwicklung spritsparender Motoren erst sehr, sehr spät überhaupt eingestiegen sind. Dass ihnen vieles dabei gut gelungen ist, steht außer Frage - aber eben doch sehr spät. Zu bedenken ist m.E. auch, dass vielfach keine Optimierung im Hinblick auf eine in der Praxis spritsparende Abstimmung erzielt wird, sondern eine, die den geforderten Prüfbedingungen gerecht wird. Denn nur das zählt, insbesondere durch die Pflichtangaben zu Spritverbrauch und CO2-Ausstoß.

    Es geht also nicht um unfähig, sondern eher um (lange) unwillig.

    Der Vergleich 207 zu Mini ist völlig richtig. Allerdings ist der Mini ein nettes Lifestyle-Gefährt, bei dem die Kunden offenbar bereit sind, fast jeden Preis zu zahlen. Der 207 ist hingegen ein solider Kleinwagen und damit insbesondere in Frankreich und Südeuropa höchst preissensibel. Deshalb fehlt dem Auto u.a. ein sechster Gang, von der automatischen Abschaltung des Motors mal abgesehen.



    @supernova: Für mich das entscheidende Problem ist, wer denn überhaupt beurteilen kann, was wissenschaftlich hinreichend belegt ist und was nicht. Mir fällt das bisweilen schon im eigenen Fachgebiet schwer, aus der Vielzahl der widersprüchlichen Daten die Bedingungen zu analysieren, unter denen diese zustande gekommen sind, um dann zu einer begründbaren (!) Aufassung (!!) zu gelangen.

    In einem mir fremden Gebiet maße ich mir das gar nicht erst an. Insofern sammle ich, bewerte so weit das geht und gelange zu einer Meinung, die ich keinesfalls als einzig richtige oder unumstößliche ansehe.

    "Die Klimaforscher verlieren die Geduld. Weil ihre Daten nicht bedrohlich genug erscheinen, verkaufen sie jetzt Meinungsumfragen als wissenschaftliche Ergebnisse." Das ist mir zu einfach, weil ebenso eine einseitige Darstellung wie vieles andere. Wie ernst die Lage ist - oder auch nicht - wird die Zeit zeigen. Und erst dann wird sich weisen, ob die Maßnahmen übertrieben oder auch unzureichend war.



    Politiker haben uns auch über zwei Jahrzehnte erzählt, die Rente sei sicher. Obwohl bei einer sachgerechten Bewertung der demographischen Daten schon viel früher klar war, dass dem nicht so ist. Aber zu handeln und - wie auch beim Klimaschutz - unpopuläre Maßnahmen zu treffen, schmälert die Gunst die Wähler. Deshalb wird bei vielen Dingen m.E. nicht das getan, was getan werden müsste, sondern das, was gerade opportun ist. Ganz unabhängig vom jeweiligen Thema.
     
  22. #20 Supernova, 06.04.2008
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    Richtig. Da man es nun aber nicht weiss, finde ich es eine Frechheit das so gehandelt wird, als ob es auf jeden Fall so ist. Und alles andere verpöhnt wird. Jetzt kann man natürlich sagen, besser handeln, und es war sinnlos, wie das man doch Recht hatte, und nix getan hat. Dies ist jedoch falsch. Auch diese meiner Meinung nach falsche Ökologiepolitik fordert imense Kosten (unterlassene Nutzung von Potenziallen, nicht Weiterentwicklung von bestimmten Techniken, Umsteigen auf ineffizente oder teure Techniken etc., überteuerte Maßnahmen). Diese werden aber gerne unterschlagen. Und diese Kosten sind auf jeden Fall da, bei diesen handeln, wärend diese andere "Ökokosten" nur manche vermuten.
    Wie gesagt eine "es könnte sein",gibt keine Berechtigung so massiv in die Freiheiten des einzelnen einzugreifen.
    Falls die Ökofraktionrecht hat, wird es sicherlich nicht auf einmal zu einem Weltuntergang kommen, ganz im Gegenteil !

    Fakt ist: Es gab eine Mittelalterliche Warme Periode — und es gab eine warme Periode zur Zeitenwende. Und das waren immer gute Zeiten für die Menschen.

    Also: Selbst wenn es heute wärmer ist, als noch um 1850… warum sollte das eine Katastrophe sein?

    Eine Apokalpyse der Menschheit ist jedenfalls nicht zu erwarten… weder wenn es im erwarteten Rahmen wärmer wird, noch wenn es einige Kelvin kälter wird. Wer derartiges behauptet, der hat eine geheime politische Agende gegen die freiheitlichkeit der Menschen!
     
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