Dreckschleuder?

Dieses Thema im Forum "Skoda Fabia I Forum" wurde erstellt von Reiner, 30.11.2003.

  1. Reiner

    Reiner

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    Gestern habe ich einen Bericht über Abgasmessungen an verschiedenen Fahrzeugen gesehen. (auf Kabel1?)
    Darin berichtete man, daß bei Messungen ausserhalb des DIN-Fahrzyklusses erheblich mehr Abgase produziert werden, als erlaubt. Bekanntlich wird bei diesem Zyklus maximal mit 120 km/h gefahren.

    Als Negativbeispiel diente ein Skoda Fabia 1,2 , der bei 130 km/h die 20 fache Menge des erlaubten Wertes von sich gab. Soviel ich weiß, handelte es sich um die CO-Werte. Auch alle anderen Fahrzeuge mit Ausnahme eines Mercedes E 320 hatten Abgaswerte, die erheblich über den zulässigen Grenzwerten waren, und die somit in etwa den Abgasen von Fahrzeugen von vor ca 15 Jahren entsprachen (nach dem dortigen Stand der Technik).

    Gut, verwundert haben mich die Meßergebnisse nicht; wenn ich die Werte aber im Verhältnis zu der KFZ-steuer sehe, fühle ich mich allerdings ein wenig verschaukelt.

    Was meint Ihr? Sollte man auch Messungen bei Vollgas im Zyklus integrieren (bei der Typfreigabe) oder alles lassen, wie es ist?
    :wall:
    Gruß Reiner
     
  2. AdMan

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  3. OJ

    OJ Guest

    Ich hab auch schon einen Bericht gesehen, wo der kleine VW-Lupo 3L(iter) bei 130km/h mehr schädliche Abgase produziert, als ein VW Passat. Der Schadstoffausstoß steigt mit zunehmender Geschwindigkeit über 120 km/h stark überproportional an. Das eine Schadstoffausstoß-Senkung möglich ist, zeigt Mercedes, wo die Schadstoff-Kennlinie weitestgehend proportional verläuft. Klar ist, das bei mehr verbrannten Kraftstoff bei steigender Geschwindigkeit auch der Ausstoß steigen muss. Auf jeden Fall aus umweltmäßiger Sicht finde ich, sollte strenger auch im oberen Geschwindigkeitsbereich geprüft werden. Es hilft schließlich allen und übt gleichmäßigen Druck auf die Autoindustrie aus, die die bisherigen Ausstossgrenzen natürlich voll ausnutzen. Bei höheren Geschwindigkeiten werden die meisten Autos dann zur "Dreckschleuder", weil es keine Grenzen gibt bis auf evtl. den Kraftstoffverbrauch. Wirklich schadstoffarme Autos (bei höheren Geschwindigkeiten) sollten dann auch mehr steuerbegünstigt werden. Der Prüfmodus ist veraltete, da die Durchschnittsgeschwindigkeit von Jahr zu Jahr ansteigt.
     
  4. popans

    popans Guest

    Hhmmmm.

    Die Richtlinien werden sich doch vermutlich an europäischen Standards orientieren?!
    Und wo - außer in Deutschland - darf man schon schneller als 120 oder 130 km/h fahren???
     
  5. OJ

    OJ Guest

    Man kann das auch nicht nur an der Geschwindigkeit festmachen, die selbe Leistung kann auch berghoch oder beim Ziehen eines Anhängers viel eher verlangt werden.
     
  6. saVoy

    saVoy
    Moderator

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    Die alten Aufkleber der Grünen: "Tempo 100-dem Wald zuliebe" aus den 70er /80er Jahren haben also auch im Zeitalter des Kats und Euro-4 Norm ihre Daseinsberechtigung.

    Das die Durchschnittsgeschwindigkeit auf den Autobahnen ansteigt kann ich aber nicht feststellen.
    Durch Staus und zähfließenden Verkehr wird dann wohl meist doch die Schadstoffnorm eingehalten.:smoke:

    savo
     
  7. AdMan

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  8. Tobi

    Tobi

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    So einen ähnlichen Bericht gabs schon mal über LKW von Monitor. Demnachwerden die Motorkennlinien von den Herstellern so manipuliert, daß sie bei der EU-Abgasprüfung, deren Ablauf leichtsinnigerweise genau festgeschrieben wurde, die Schadstoffnorm mit Leichtigkeit erfüllen, aber sonst versuchen, das maximale aus dem Kraftstoff rauszuholen und so teilweise höhere Abgase verursachen als ein 10 Jahre alter Diesel...

    Hier war mein Posting dazu. Leider ist der verlinkte Bericht inzwischen weg...
     
  9. OJ

    OJ Guest

    Wieso sollten Staus und zähfließender Verkehr weniger Schadstoff-Ausstoss bewirken.
    Es ist kein dichter Verkehr mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, sondern eher ein starkes Beschleunigen und starkes Bremsen auf der linken Spur der zweispurigen Autobahnen (Ziehharmonika-Effekt), hervorgerufen durch die steigende Verkehrsdichte und die überproportionale Zunahme des LKW-Verkehrs mit meist völlige überflüssigen "Elefantenrennen" (gemeint sind die oftmals kilometerlangen Überholversuche der LKWs untereinander).
    Desweiteren wird der Schadstoffausstoss (und damit die Steuereinstufung) meist auf eine festgelegte Strecke bezogen. Somit ist es schon sehr entscheidend, welche Parameter und Grenzwerte dafür ausgewählt werden. Sind diese nicht repräsentativ für die Praxis, kann es schon zur großen Unterschieden zwischen "Saubermännern" und "Dreckschleudern" kommen, obwohl beide die selbe hohe Norm haben und gleiche Steuern bezahlen.
     
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Dreckschleuder?