
SkodFather
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Die Entdeckung der Jojoba-Nuss
Jojoba-Öl macht nicht nur schön, sondern ist auch ein guter Kraftstoff: Arabische Forscher haben das Kosmetiköl als Dieselersatz entdeckt. Ein damit betankter Dieselmotor lief in ihrem Labor sogar besser und schadstoffärmer als mit dem herkömmlichem Treibstoff, wie das britische Magazin "New Scientist" berichtet.
Der weltweite Dieselbedarf lässt sich zwar vermutlich nicht durch das Nussöl decken, Jojoba-Büsche könnten nach Ansicht der Wissenschaftler aber in Wüstenregionen zu einer interessanten Kraftstoffquelle werden.
Jojoba-Öl hat im Vergleich zu Dieseltreibstoff viele Vorteile, es ist ungiftig, enthält weniger Kohlenstoff und ist frei von Schwefel. Dadurch enthalten seine Abgase weniger Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Ruß und keine gefährlichen Schwefeloxide. Darüber hinaus korrodiert der Motor nicht durch die bei Diesel entstehende Schwefelsäure und läuft runder, weil sich der Druck in den Zylindern etwas länger aufbaut. Durch einen höheren Zündpunkt lässt sich Jojoba-Öl auch sicherer lagern.
Die Forscher um Mohamed Selim von der Universität der Vereinigten Arabischen Emirate in Al-Ain und der Universität Kairo verglichen die Leistung eines Dieselmotors, den sie erst mit herkömmlichem Diesel und anschließend mit Jojoba-Methylester betankten. Dazu mischten sie das reine Jojoba-Öl mit einem Spritzer Methanol und einem chemischen Katalysator.
Im Fachjournal "Renewable Energy" berichtet das Team, dass der Dieselmotor im Drehzahlbereich zwischen 1.000 und 2.000 Umdrehungen pro Minute leiser und ebenso kräftig lief und das gleiche Drehmoment erreichte wie mit normalem Diesel.
Ausreichend Jojoba als Treibstoff anzubauen ist allerdings eine große Herausforderung. "Es müsste in riesigen Mengen kultiviert werden, was in den Wüstenregionen vieler Länder aber einfach ist", erläuterte Selim dem "New Scientist ". Die vier bis fünf Meter großen Jojoba-Büsche wachsen in vielen heißen Ländern - sogar auf Salzböden und in der Wüste.
Die Pflanzen können bis zu 150 Jahre alt werden und produzieren Nüsse, die zur Hälfte aus Öl bestehen. Jojoba-Büsche werden seit Jahrzehnten im Südwesten der USA und in Nordwest-Mexiko angebaut. Ägyptische Bauern haben dem Bericht zufolge inzwischen schon begonnen, Jojoba speziell zur Treibstoff-Gewinnung anzupflanzen.
quelle n-tv.de
Jojoba-Öl macht nicht nur schön, sondern ist auch ein guter Kraftstoff: Arabische Forscher haben das Kosmetiköl als Dieselersatz entdeckt. Ein damit betankter Dieselmotor lief in ihrem Labor sogar besser und schadstoffärmer als mit dem herkömmlichem Treibstoff, wie das britische Magazin "New Scientist" berichtet.
Der weltweite Dieselbedarf lässt sich zwar vermutlich nicht durch das Nussöl decken, Jojoba-Büsche könnten nach Ansicht der Wissenschaftler aber in Wüstenregionen zu einer interessanten Kraftstoffquelle werden.
Jojoba-Öl hat im Vergleich zu Dieseltreibstoff viele Vorteile, es ist ungiftig, enthält weniger Kohlenstoff und ist frei von Schwefel. Dadurch enthalten seine Abgase weniger Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Ruß und keine gefährlichen Schwefeloxide. Darüber hinaus korrodiert der Motor nicht durch die bei Diesel entstehende Schwefelsäure und läuft runder, weil sich der Druck in den Zylindern etwas länger aufbaut. Durch einen höheren Zündpunkt lässt sich Jojoba-Öl auch sicherer lagern.
Die Forscher um Mohamed Selim von der Universität der Vereinigten Arabischen Emirate in Al-Ain und der Universität Kairo verglichen die Leistung eines Dieselmotors, den sie erst mit herkömmlichem Diesel und anschließend mit Jojoba-Methylester betankten. Dazu mischten sie das reine Jojoba-Öl mit einem Spritzer Methanol und einem chemischen Katalysator.
Im Fachjournal "Renewable Energy" berichtet das Team, dass der Dieselmotor im Drehzahlbereich zwischen 1.000 und 2.000 Umdrehungen pro Minute leiser und ebenso kräftig lief und das gleiche Drehmoment erreichte wie mit normalem Diesel.
Ausreichend Jojoba als Treibstoff anzubauen ist allerdings eine große Herausforderung. "Es müsste in riesigen Mengen kultiviert werden, was in den Wüstenregionen vieler Länder aber einfach ist", erläuterte Selim dem "New Scientist ". Die vier bis fünf Meter großen Jojoba-Büsche wachsen in vielen heißen Ländern - sogar auf Salzböden und in der Wüste.
Die Pflanzen können bis zu 150 Jahre alt werden und produzieren Nüsse, die zur Hälfte aus Öl bestehen. Jojoba-Büsche werden seit Jahrzehnten im Südwesten der USA und in Nordwest-Mexiko angebaut. Ägyptische Bauern haben dem Bericht zufolge inzwischen schon begonnen, Jojoba speziell zur Treibstoff-Gewinnung anzupflanzen.
quelle n-tv.de