Deutschland und seine Kühe! (Angedachte "Anpassung" der Kfz-Steuer)

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Carlos

Guest
Guten Morgen, obwohl man díesen morgen nicht mehr für gut halten kann wenn man folgendes in der heutigen Süddeutschen Zeitung liest.

/// Auszug aus der SZ vom 27.01.04 ///

Kfz-Steuer soll mit dem Benzinverbrauch steigen

Wie aus einem Konzept des Umweltministeriums hervorgeht, soll von 2005 an nicht mehr der Hubraum eines Automotors, sondern der Ausstoß von Kohlendioxid als Maßstab für die Steuerberechnung zu Grunde gelegt werden.
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Dort heißt es, dass „die Kfz-Steuer gemeinsam mit den Ländern aufkommensneutral ökologisch weiterentwickelt“ wird. Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) wird dort als Bemessungsgrundlage genannt. Bislang werden Kraftfahrzeuge nach dem Hubraum ihrer Motoren besteuert.

Abgasarme Autos können allerdings steuerlich begünstigt oder bis Ende 2005 ganz von der Steuer befreit werden, wenn sie die strenge Abgas-Norm Euro 4 erfüllen.

Vorteilhaft für Drei-Liter-Autos
Bei dieser Regelung geht es aber nur um giftige Abgase wie Kohlenwasserstoff, Kohlenmonoxid, Stickoxid und – bei Dieselfahrzeugen – Rußpartikel. Spätestens mit dem geplanten Inkrafttreten von Euro 5 voraussichtlich 2008, was auch den derzeit noch diskutierten Filter für Rußpartikel zwingend einschließt, „ist dieses Abgas-Problem weitestgehend vom Tisch“, wie es im Umweltbundesamt heißt.

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Der simplen Formel „Weniger Kraftstoff, weniger CO2“ folgend nimmt das Konzept des UBA vor allem Autos ins Visier, die aufgrund hohen Verbrauchs einen hohen CO2-Ausstoß haben. Damit will die Regierung auch ihrem selbst auferlegten Ziel näher kommen, den CO2-Ausstoß um 25 Prozent zu senken; ursprünglich sollte das bereits im Jahr 2005 der Fall sein.

Nachteile für manche Kleinwagen
Vor allem Fahrer von so genannten Drei-Liter-Autos sollen von der geplanten zweistufigen Reform profitieren. In der ersten Stufe bis 2009 würden sie für einen kleinen Benzinmotor, der nur 90 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, kaum belastet; auch in der zweiten Phase bis 2015 müssten sie lediglich 36 Euro im Jahr zahlen.

Für einen konventionellen Kleinwagen wie den Opel Corsa 1.2 mit 55 kW ( 75 PS) Leistung sähe die Bilanz dagegen schlechter aus: Mit einem Verbrauch von sechs Litern Benzin auf 100 Kilometer werden 144 Gramm CO2 je Kilometer produziert – der neuen Liste zufolge wären dafür 144 Euro zu entrichten gegenüber 81 Euro Hubraumsteuer derzeit.

Noch deutlicher fiele die Belastung beim neuen Golf mit Benzinmotor aus: Von 2006 an sind derzeit 94 Euro im Jahr für den abgasarmen EU-4-Motor mit 55 kW (75 PS) vorgesehen; bei einer Umstellung auf die CO2-Steuer würden 293 Euro fällig.

Geländefahrzeuge werden teuer
Besonders hart träfe es Geländewagen, die mit Benzinmotor rund 15 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer verbrauchen und zum Teil deutlich über 300 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Die Steuer würde um das Vierfache auf mehr als tausend Euro im Jahr ansteigen.

In dem UBA-Konzept heißt es, die Steueränderungen sollten aufkommensneutral sein. Tatsächlich würden jedoch bezogen auf den derzeitigen Fahrzeugbestand erheblich mehr Steuern anfallen.

In Regierungskreisen hieß es am Montag, das Konzept aus dem Hause Trittin sei noch nicht mit anderen Ministerien abgestimmt. Ein Sprecher des Finanzministeriums erklärte: „Die Kfz-Steuer ist eine reine Ländersteuer. Deshalb ist das für uns derzeit kein Thema.“

Mit dem neuen Konzept wechselt das Umweltministerium ins Lager der Diesel-Befürworter – obwohl es kurz vor der Internationalen Automobil-Ausstellung im September vorigen Jahres noch vor Tausenden von Toten durch Dieselruß gewarnt hatte.

Und auch im September hatte Trittin „keinen vordringlichen Handlungsbedarf“ für eine Erhöhung der Kraftfahrzeugsteuer für Autos mit hohem Verbrauch gesehen. Schützenhilfe kam damals von Regierungssprecher Bela Anda: „Es geht darum, Steuern zu senken, nicht sie zu erhöhen.“

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Wie lange lassen wir uns eigentlich noch melken ?
 

ancient motorist

Guest
melde dein auto doch ab und fahre mnit der bahn:rofl: :narr: :clown:
 
Stolzi

Stolzi

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Für mich ist das mit ein Grund, einen Ruß-Partikelfilter für meinen TDI nachzurüsten.
www.dieselrussfilter.de

Natürlich ist abzuwarten, ob man dann in den Genuß von einer Ermäßigung der KFZ-Steuer kommt oder nicht.

Abwarten und Tee trinken, KFZ-Steuer ist Ländersache, der Ansatz ist ja an sich nicht schlecht, aber da reden auch noch andere Leute mit.

Muß aber, wie alle geistigen Ergüsse unserer Politiker, noch alltagstauglich gemacht werden.

Schöne Grüße
Sven
 

Geoldoc

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Ich denke mal, dass das Gnaze noch lange nicht Spruchreif ist und man sich auf jeden Fall erst mal die genauen Entwürfe anschauen sollte. Denn auch eine Zeitung wie die SZ lebt ja davon, dass die Berichte spannend sind und wird lieber ein wenig mehr an der Panikschraube stellen als zu wenig...

Das Ministerium dementiert übrigens inzwischen die SZ- Meldung:
Pressemitteilung



Nr. 017/04
Berlin, 27.01.2004

Rußfilter steuerlich begünstigen


Zu einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" über angebliche Pläne des Bundesumweltministeriums zur Reform der Kraftfahrzeugsteuer erklärt das Bundesumweltministerium:

Das von der SZ zitierte Arbeitspapier des Umweltbundesamtes entspricht weder inhaltlich noch zeitlich den Vorstellungen des Bundesumweltministers. Die von der SZ errechneten Mehrbelastungen einzelner Fahrzeugtypen stammen nicht aus dem Geschäftsbereich des BMU und sind falsch berechnet.

1. Es ist Ziel der Bundesregierung, die Schadstoffbelastungen durch den Autoverkehr weiter zu verringern, vor allen Dingen beim Dieselruß und bei den Stickoxiden. Daher hat der Bundesumweltminister bereits im März 2003 die Initiative ergriffen, in der Europäischen Union eine steuerliche Begünstigung für Fahrzeuge mit Dieselrußfilter zu erreichen. Die Umweltminister der Länder haben auf ihrer letzten Konferenz in Hamburg dieses Vorhaben ausdrücklich unterstützt und sich für eine rasche steuerliche Förderung des Rußfilters ausgesprochen.

2. In ihrer Koalitionsvereinbarung vom Oktober 2002 haben sich die Regierungsparteien darauf verständigt, dass die Kfz-Steuer "gemeinsam mit den Ländern aufkommens-neutral ökologisch weiterentwickelt (CO2 als Bemessungsgrundlage)" wird. Die Bemessung der Kfz-Steuer nach dem Treibstoffverbrauch (statt nach dem Hubraum) ist ökologisch vernünftig. Wer sparsamer fährt, soll auch weniger Steuern zahlen. Dies erleichtert der Automobilindustrie die Erfüllung ihrer Klimaschutzziels, den Flottenverbrauch ihrer Fahrzeuge bis 2008 auf 5,3 l Diesel pro 100 km bzw. 6 l Benzin pro 100 km zu senken.

Das von der SZ im übrigen unzutreffend zitierte Arbeitspapier aus dem Umweltbundesamt verfehlt diese Zielsetzung jedoch: Es entspricht es nicht dem Erfordernis der Aufkommensneutralität. Der Bundesumweltminister hat daher diese Vorlage nicht gebilligt, sondern sie zur Überarbeitung an das Umweltbundesamt zurückgegeben.

quelle: www.bmu.de
 
saVoy

saVoy

Skoda ade
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Habs heut auch im Deutschlandfunk gehört.
Wenn es wirklich nach Schadstoffausstoß gehen soll wäre das eine gute Sache. Vor allem der Klimakiller Co2 soll ja verringert werden...und das geht nur über verbrauchbasarme Fahrzeuge. Die Diesel gehen da in die richtige Richtung, wenn auch die Rußemmission gesenkt wird.
So kann es dann sein, dass die Benzinerfraktion entscheidend mehr an Steuern berappen müsste als jetzt, weil sie mehr Co2 -Ausstoß haben als Diesel.
Die Fahrer von Geländewagen- Benzinern könnte es besonders hart treffen...Steuern über 1000 Euro im Jahr.

Aber, wie oben schon erwähnt, es war nur ein Arbeitspapier, also nicht mehr als nur ein Hirngespinst, aber wer weiß, vielleicht kommt ja doch was in die Richtung.

Savoy
 

Geoldoc

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@Savoy
Der CO2 Ausstoß bei Diesel liegt allerdings gut 13% höher als bei Benzin. (höherer Brennwert => mehr CO2)
Außerdem haben Diesel einen höheren Stickoxid- und Ozonvorläuferausstoß. Schließlich bleibt der Ruß.

Stimmt schon, neue Diesel Euro4 + Filter, die aber noch die Ausnahme sind, könnten dann in der Steuer billiger als Benziner werden. Aber da ließe sich ja noch mit der Steuerschraube am Dieselsprit nachregulieren, falls man gleiche Verhältnisse wie jetzt schaffen wollte...
 

Zimmtstern

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am schärfsten war wieder mal eine aussage von herrn tritin:
"..wenn dann jemand meint, er müsse mit einem touareg zum brötchenfahren los..."
was soll das heissen?
werden die steuern dann nach gefahrenen kilometern abgerechnet?

und man kann mir sagen was man will-
das war erstmal ein test, wie deutschland drauf reagiert!
viel ändern werden die wohl nichts mehr dran.
obwohl-wen interessiert es schon in berlin,
was der deutsche michel denkt...
 

Enrico

Guest
Getreu dem Thema "jammert mir nichts vor, ich hab CDU gewählt"...

Wird Zeit, das sich jemand findet, der aufräumt :schiessen: hahahaha....
Nein, im Ernst, die beschissenen Politiker sollten erst einmal anfangen, selbst zu denken, als nur hoch dotierten Beratern das Ruder zu überlassen....
 

Ivan

Guest
Wahrscheinlich wechselt dann die ganze Regierung auf die 3Liter Autos...
 
Örnie

Örnie

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Ein Touareg bringt es auf ein zulässiges Gesamtgewicht von über 2,8 to :chicken: .... somit wird jeder halbwegs normal Denkende bzw. vom VW-Verkäufer gut Beratene das Ding eh nicht als PKW sondern als Kombinationskraftwagen (oder wie heißt sowas doch gleich?) zulassen und die Steuer folglich sowohl verbrauchs- als auch schadstoffklassenunabhängig bemessen :zensur: :lmaa: .... fahre noch einen T4 TDI Mulitivan und bei dem ist es dank Auflastung ebenfalls so. ;-)

Nordische Grüße

Örnie
 

Zimmtstern

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@örnie
ich sag ja-für sowas ist unser umweltminister bekannt! :D

gott sei dank müssen die die steuern ihrer 600er benz, 740er BMW
und A8er nicht von ihrem hungerlohn bezahlen,
sonst müsste man sich ja gleich nochmals die diäten erhöhen.
tja-bei mir hat sich die berufsberatung wohl verhauen!:D
 
saVoy

saVoy

Skoda ade
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@ geoldoc

Isses nicht aber so: weniger Verbrauch gleich weiniger Co2- Ausstoß.
Meineserachtens sieht beim Diesel zumindest da vorteilhafter aus.
Denke mal, dass der Benziner immer mehr Gramm Co2 pro km rausdrückt.
Steht so glaub ich auch in den technischen Daten..bin aber zu faul die jetzt zu holen. :schlummer:
 

Geoldoc

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@savoy

Ja klar, weniger Vebrauch= Weniger CO2
Allerdings:
Der CO2 Ausstoß bei Diesel liegt allerdings gut 13% höher als bei Benzin
Das soll heißen pro Liter.
Also muß ein Diesel mehr als 13 % weniger verbrauchen, damit er wirklich weniger CO2 ausstößt, dürfte wohl immer klappen, ist nur trotzdem ein Faktor.


Mal ein Beispiel:

Opel Corsa Eco 1,0 44kw
- Normverbrauch 4,8 l/100km
- CO2 115 g/km

Skoda Fabia SDI 1,9 47kw
- Normverbrauch 4,8- 4,9 l/100 km
- CO2 130-132 g/km
 
saVoy

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Skoda ade
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Bei Skoda gibts ja leider nicht so ein Benzinsparwunder.
 
Lucky

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Also wenn schon verbrauchsabhängige Steuer, dann muss auch die Fahrleistung
berücksichtigt werden.

Weil ich mit 12.000 km/Jahr über 4x weniger CO² ausstosse,
wie einer der 50.000 km/Jahr fährt.

Michael
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klausi88

Guest
tpyisch deutsche jammermentalität. melkkuh hier, melkkuh da, die bösen politiker, alles abzocke usw. usw.

aber was gemacht werden kann, da denkt keiner drüber nach. dieselkat mit rußfilter ist ja laut pischetsrieder auch gar nicht machbar, und viel zu teuer und geht immer kaputt usw. usw.

komisch nur, dass toyota ein komplettpaket für 800 euro im programm hat. naja, die kommen ja auch nicht aus jammerlappen-deutschland...

btw: erinnert mich an die kat-diskussion anfang der 80er jahre.
 
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