der Ehrliche wird bestraft - ich muss mir Luft verschaffen

Diskutiere der Ehrliche wird bestraft - ich muss mir Luft verschaffen im sonstige Autothemen Forum im Bereich Skoda Forum; ich hab ja schon viel erlebt, ab das, was heute nachmittag abging, verschlug mir schon sehr den Atem und der Glaube an die Obrigkeit hat ganz...

Scanner

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ich hab ja schon viel erlebt,
ab das, was heute nachmittag abging, verschlug mir schon sehr den Atem
und der Glaube an die Obrigkeit hat ganz stark gelitten:

Heute nachmittag verursachte ich einen "kleinen" Auffahrtunfall,
weil das 2. Auto vor mir rechts in eine Tankstelle wollte, abbremste und das Fahrzeug vor mir auch bremsen musste.
Eigentlich war ich gar nicht mal so schnell unterwegs, für die Strecke absolut im gestzlichen Rahmen.
Sei es wie es ist, meine Reaktion war nun mal zu langsam, ein kleiner Strich in der Landschaft, kleines Refenkonzert,
dann legte sich mein Nummernschild geschmeidig an die Stoßstange der Vorderfrau ... :D :rolleyes:

Nach kurzer Unterhaltung meinten wir, wir holen mal zur Sicherheit die Obrigkeit.
Gesagt, getan, ich rief die Freunde und Helfer, wir regelten alles, und eigentlich lief alles voll harmonisch (bis jetzt)
dann meinte einer der Polizisten zu mir, er müsse bei mir noch 35 Euro Verwarnung kassieren, weil ....
.... weil ich so freundlich und dumm war, die Freunde anzurufen ....

Klar hab ich einen Fehler gemacht, im gleichen Atemzug aber die Regelung angestoßen.
Da kann doch keiner ne Verwarnung aussprechen - wo sind wir denn ??? X(

Der nette Herr kann ja nix dafür, bedauerte das auch, aber ich hab wieder mal den Glauben verloren .... :wacko:

Heinz
 

PilsnerUrquell

Guest
Das Verwarngeld kann er geben, es ist kein Schuldeingeständnis, aber wenn du es wieder haben willst, hilft nur der Anwalt.
Es macht aber nix wenn du die Polizei holst, so hat es nochjemand mitdokumentiert und jetzt kann der Gegner z.b. nicht nachträglich behaupten du hättest Fahrerflucht o.ä. begangen. Das ist dann mehr als 35 Euro wert.
 

flotter Bremsklotz

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Moin, ist zwar nur ein typischer Bagatellschaden, aber da vermutlich ein zu geringer Abstand zwischen dir und der Vorderfrau war, halte ich das Verwarnungsgeld für völlig ok. Sorry, ist nur meine Meinung... ;( Gruß Ralf
 

gako01

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Das ist leider normal, bei meinem Unfall vor ein paar Jahren das gleiche. Kostet 35 euro und in Abhängigkeit des Unfalls kann es sogar noch ein Punkt sein, aber das war die Gesetzeslage 2004. Weiß nicht wie das heute ist, aber die 35 sind geblieben. Bei mir war das aber damals das billigste vom Unfall...
 

Rumgebastel

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Ich hatte bisher zwei solcher Sachen und da hat sich die Rennleitung auf "§1 Gegenseitige Rücksichtnahme bla.." bezogen. War auch jeweils mit geringer Geschwindigkeit jemandem in die Seite bzw. hinten drauf gerollt. Und als ich mal das "Opfer" war, hab ich mitbekommen, dass der andere die selbe Begründung bekommen hat...

Viel schlimmer find ichs, dass in einigen Bundesländern pauschal nen Betrag von 20€ oder was in dem Dreh verlangt wird, einfach nur dafür, dass der grün-weiße Partybus überhaupt angerückt ist. Da überleg ichs mir doch bei ner Bagatelle in Zukunft doppelt und dreifach, ob ich da überhaupt anrufe.
 

Scanner

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Rumgebastel schrieb:
Viel schlimmer find ichs, dass in einigen Bundesländern pauschal nen Betrag von 20€ oder was in dem Dreh verlangt wird, einfach nur dafür, dass der grün-weiße Partybus überhaupt angerückt ist. Da überleg ichs mir doch bei ner Bagatelle in Zukunft doppelt und dreifach, ob ich da überhaupt anrufe.
genau so hab ich mich auch gefühlt - als nächstes kommt noch, dass sich die Herrschaften ihr Gehalt von den Streithähnen holen ....
 

Timmy

Guest
Die 35€ sind bei einem Unfall ohne Personenschaden ganz normal und Deutschlandweit üblich.
Wer aus Sicht der Polizei der Verursacher des Unfalls ist, der erhält die 35€ Verwarngeld.
Wenn man anderer Meinung ist, so kann man Rechtsmittel einlegen.

Da brauchst du dich im Grunde nicht aufregen. Und fürs nächste Mal (was hoffentlich nicht passiert), weißt du bescheid. Sobald dir klar ist, dass du als Verursacher in Frage kommt bei einem Unfall, so muß dir darüber klar sein, dass du die 35€ abdrücken mußt, wenn die Polizei hinzugezogen wird.

Bei wirklichen Bagatellschäden wo alles klar ist, kann man auf die Polizei verzichten. Es gibt Unfalldokumentaionen (Unfallbericht, Fotos usw) mit denen man das Geschehene festhalten kann und welches auch als Beweis vor einem Gericht dient.
 

djwest

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Hi,

das Verwarngeld war mir ziemlich egal, als ich damal eine Auffahrunfall verursacht hatte. Viel schlimmer fande ich die Punkte, die ich als Unfallverursacher dafür bekommen hatte. Das habe ich aber auch erst nach einer Anfrage in Flensburg festgestellt, dass ich dafür welche bekommen habe.
 

FabiaOli

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Kein Wunder das die Herren in grün bei den Autofahrern so verhasst sind.
 

uwe werner

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FabiaOli schrieb:
Kein Wunder das die Herren in grün bei den Autofahrern so verhasst sind.
Wobei die Damen und Herren in Grün dafür auch nichts können. Die handeln doch nur nach Anweisung.
 

Zombie

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FabiaOli schrieb:
Kein Wunder das die Herren in grün bei den Autofahrern so verhasst sind.

Ich bin Autofahrer. Ich hasse die Polizei nicht. Und jetzt?
 

PilsnerUrquell

Guest
Hier müsste grundsätzlich etwas geändert werden.
Seit man in Ö eine Blaulichtsteuer eingeführt hat ist die Aufgabe der Polizei in Frage gestellt, denn:

es darf nicht sein, daß man mit einer Strafe rechnen muß wenn man die Polizei holt, denn sie soll helfen und nicht bestrafen, hier erzeugt man den Effekt wo die Polizei nicht als Helfer sondern als Abkassierer auftritt, dies müsste sich mit der Gesetzgehbung eigentlich nicht decken.
Dazu kommt, daß der Bürger eher nicht die Polizei alarmiert denn es könnte teuer werden, hier ist es nur eine Ordnungswidrigkeit, aber der Effekt ist beim betroffenen eingebrannt, denn was macht dieser gebeutelte Bürger wenn bei einen evtl. beobachteten Verbrechen wo nach dem Eintreffen der Polizei nichts nachvollziehbar ist da sie wie immer zu spät kommt? da leg ich doch lieber den Höhrer wieder auf, nicht das ich dann noch Geld bezahlen muß.

Genau das ist der Effekt der eigentlich nicht aufkommen darf!
Warum man in Ö sich sowas gefallen lässt weis ich nicht, aber ähnliche Tendenzen sieht man mittlerweile auch in Deutschland.

Wie gesagt, den Bürger abkassieren weil er polizeiliche Hilfe angefordert hat, dürfte in Ö wie in Deutschland gesetzlich nicht abgedeckt sein.
 

Faritan

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FabiaOli schrieb:
Kein Wunder das die Herren in grün bei den Autofahrern so verhasst sind.
...ist das vielleicht der Grund, warum die immer öfters in BLAU zu sehen sind... :D
 

klaus1201

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Ich würde die 35€ nicht als Bestrafung ansehen sondern eher als Bearbeitungsgebühr, die Polizei hat Kosten wegen unnötiger Bagatellschäden-Einsätzen und die muss sie sich nun vom Verursacher wieder holen (Befehl von oben, macht denen bestimmt auch keinen Spass). In einem Zeitschriften-Artikel hab ich diese Interpretation von der Gebühr schon mal so ähnlich gelesen. Ich find die 35€ sind es wert wenn die dann auch alles gut dokumentieren und man dann später weniger Scherereien mit der Versicherung hat.

Ich hab bisher nur positive Erfahrung mit der Polizei gemacht und kenne auch einige davon - alles nette und umgängliche Leute,
wie kommt man nur drauf dass man schreibt "Kein Wunder das die Herren in grün bei den Autofahrern so verhasst sind' ?(
 

daxbauer

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Octavia Combi 2008 4*4 2,0 Diesel; Fabia Combi Style Edition 2011 1.2 tsi DSG
Eine Verwarnung wird Dir "angeboten", Du kannst Sie annehmen, wenn Du Dein Fehlverhalten einsiehst, damit ist die Sache dann erledigt.

Wenn Du die Verwarnung akzeptierst und bezahlst, hast Du quasi Dein
Fehlverhalten eingestanden, so wie es die Polizei vor Ort ermittelt hat.

Wenn Du der Meinung bist, Du hast Dir nichts vorzuwerfen, dann solltest Du die Verwarnung ablehnen, dann wird daraus eventuell ein Bußgeldverfahren.


Und in dem Verfahren stehen Dir dann alle Rechtsmittel zur Verfügung.

Die endgültige Entscheidung trifft dann nicht die Verwaltungsbehörde, sondern ein ordentliches Gericht...

-
 

PilsnerUrquell

Guest
daxbauer schrieb:
Eine Verwarnung wird Dir "angeboten", Du kannst Sie annehmen, wenn Du Dein Fehlverhalten einsiehst, damit ist die Sache dann erledigt.

Wenn Du die Verwarnung akzeptierst und bezahlst, hast Du quasi Dein
Fehlverhalten eingestanden, so wie es die Polizei vor Ort ermittelt hat.

Wenn Du der Meinung bist, Du hast Dir nichts vorzuwerfen, dann solltest Du die Verwarnung ablehnen, dann wird daraus eventuell ein Bußgeldverfahren.


Und in dem Verfahren stehen Dir dann alle Rechtsmittel zur Verfügung.

Die endgültige Entscheidung trifft dann nicht die Verwaltungsbehörde, sondern ein ordentliches Gericht...

-
Dies ist ebenfalls fragwürdig: eine Verwarnung "anbieten" in dieser Streßsituation ist menchenverachten und hat mit polizeilicher Hilfe nicht zu tun, sondern vereinfacht nur den Papierkram des Polizistens.

Aus diesem Grund stehen dir egal ob mit oder ohne bezahlter Verwarnung alle Rechtsmittel zur Verfügung. Die 35 Euro in dieser Streßsituation hebelt dir jeder Anwalt aus wenn es Hart auf Hart kommt.
Wenn die Situation wie in diesem Fall glasklar ist, dann bezahlen und shit-happens. Das ist zwar ein Amutszeugnis für die Polizei und hat mit Freund und Helfer nichts mehr zu tun, aber dazu müsste weiter oben Grundsätzliches geändert werden.
 

daxbauer

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Aus diesem Grund stehen dir egal ob mit oder ohne bezahlter Verwarnung
alle Rechtsmittel zur Verfügung. Die 35 Euro in dieser Streßsituation
hebelt dir jeder Anwalt aus wenn es Hart auf Hart kommt.
Wenn Du meinst...

probier es aus

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ArJoLaWe

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Ich dachte eigentlich, es hätte sich inzwischen herumgesprochen,
dass es eine Verwarnung gibt, wenn man bei einem Bagatellschaden die Rennleitung ruft.... :?:
Aber OK. Anscheinend doch noch nicht ganz.....
Einzige Ausnahme: bei Personenschäden (dazu zählt auch schon ein Fahrradfahrer, den man beim Abbiegen sanft vom Sattel geholt hat)
ist die Einschaltung der freundlichen Helfer (oder so ähnlich?) erforderlich und "gebührenfrei"...
(Von der Ahndung des evtl. Fehlverhaltens mal abgesehen.. :D )

Gruß,
Arnd
 

tschack

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PilsnerUrquell schrieb:
Hier müsste grundsätzlich etwas geändert werden.
Seit man in Ö eine Blaulichtsteuer eingeführt hat ist die Aufgabe der Polizei in Frage gestellt, denn:

es darf nicht sein, daß man mit einer Strafe rechnen muß wenn man die Polizei holt, denn sie soll helfen und nicht bestrafen, hier erzeugt man den Effekt wo die Polizei nicht als Helfer sondern als Abkassierer auftritt, dies müsste sich mit der Gesetzgehbung eigentlich nicht decken.
Dazu kommt, daß der Bürger eher nicht die Polizei alarmiert denn es könnte teuer werden, hier ist es nur eine Ordnungswidrigkeit, aber der Effekt ist beim betroffenen eingebrannt, denn was macht dieser gebeutelte Bürger wenn bei einen evtl. beobachteten Verbrechen wo nach dem Eintreffen der Polizei nichts nachvollziehbar ist da sie wie immer zu spät kommt? da leg ich doch lieber den Höhrer wieder auf, nicht das ich dann noch Geld bezahlen muß.

Genau das ist der Effekt der eigentlich nicht aufkommen darf!
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Wie gesagt, den Bürger abkassieren weil er polizeiliche Hilfe angefordert hat, dürfte in Ö wie in Deutschland gesetzlich nicht abgedeckt sein.
klaus1201 schrieb:
Ich würde die 35€ nicht als Bestrafung ansehen sondern eher als Bearbeitungsgebühr
So ist es. Es ist ja quasi eine Unfallmeldegebühr .
Und außerdem bekommt man bei so gut wie allen Versicherungen und Autofahrerclubs diese Gebühr rückerstattet...

Ich zahl lieber 35€ (in Österreich sinds 36€, fast 500 Schilling(!)) und hab dann ein Dokument in Händen, mit dem man sich vor einigen Scherereien schützen kann...
 
Thema:

der Ehrliche wird bestraft - ich muss mir Luft verschaffen

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