Biodiesel, was ist zu beachten ?

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von Astaroth, 27.02.2002.

  1. #1 Astaroth, 27.02.2002
    Astaroth

    Astaroth Guest

    Ich habe gesehen, dass direkt bei mir in der Nähe eine Tankstelle auch Biodiesel anbietet. Laut Betriebshandbuch meines Fabias, kann ich auch Biodiesel Tanken. Was muss ich dabei beachten, und wie ist es mit Mischen zwschen Biodiesel und "Normal"-Diesel ?

    Danke
    Jürgen
     
  2. AdMan

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  3. zwuba

    zwuba Guest

    hi!

    dazu gabs hier schonmal einen Thread - verwende doch einfach die "Suchen" Funktion :D

    Soviel vorab: die Kraftstoffpumpe ist von Bosch selbst nicht für den Biodieselbetrieb freigegeben!!
     
  4. gerreg

    gerreg Guest

    Hallo,

    ich fahre seit 4 Jahren Biodiesel mit meinem Passat TDI PD 116 PS bisher 60 TKM ohne Probleme.

    Nach Mailanfrage bei VW kam ein Schreiben mit dem Text das alle Fahrzeuge von Volkswagen ab BJ 96 mit Biodiesel fahren können.

    Eine Boscheinspritzpumpe gibt es beim PD nicht, da der Druck in der Düse ( PD =Pumpendüse) erzeugt wird.

    Die einzige Eischränkung die war, das der Kraftstoffilter nicht bei 60 sondern bei 30 TKM raus muß wegen der Faserbestandteile im Sprit. Ansonsten ist ab 30TKM schnell mal der Filter zu. Und das Auto hopplet wie ein Kaninchen.

    Gruß

    gerreg 8)
     
  5. Daniel

    Daniel Guest

    Es geht nicht wie Zwuba schreibt um die Einspritzpumpe sondern um die Einspritztechnik.

    Was beim PD höchstwahrscheinlich der Düsenstock ist.

    Skoda selbst teilt das aber nicht mit - sondern hat folgenden Text herausgegeben, der im alten Forum schon zu finden ist

    Infos, warum Bosch die Freigabe nicht erteilt hat findet man unter folgendem Link
     
  6. ekki

    ekki Guest

    Hallo Leute,

    also ich für meinen Teil halte die ganze Sache mit Bio-Diesel seitens des Herstellers für Betrug!
    Wie kann es sonst sein, dass VW zustimmt und Bosch ablehnt. Ich muss schon sagen, armes Deutschland!

    Dann fahren wir halt mit normalem Diesel.

    Viele Grüße
    Ekki
     
  7. yifter

    yifter Guest

    Von welchem Hersteller? Der Biodiesel herstellt oder VW oder Bosch?

    Die Gründe, die Bosch für seine Nichtfreigabe angibt, klingen ganz schön fadenscheinig. Vieleicht ist aber auch Bosch irgendwie mit einem Mineralölkonzern verwandt, dann wird es schon klarer. Bei einer Shell-, Aral- oder Dea-Tankstelle wird man niemals Biodiesel bekommen, nur bei freien Tankstellen.
    Und VW betrügt doch auch nicht, die haben ihre Fahrzeuge freigegeben.
    Die Biodiesel-Hersteller auch nicht, die haben ja versucht, eine europäische Norm für Biodiesel festzulegen, aber bis jetzt ist sie noch nicht endgültig bestätigt, warum wohl?! Kann es vieleicht an der Lobby der mächtigsten Unternehmen der Welt liegen?
     
  8. #7 fabicountry, 04.05.2002
    fabicountry

    fabicountry Guest

    Da ich ebenfalls sehr am Biodiesel-Thema interessiert bin, und bereits alle möglichen infos gelesen habe, ist folgende Erkenntnis entstanden:

    Biodiesel kann bei freigegebenen Fzg. ohne Probleme getankt werden.

    Zu beachten ist:
    Der Treibstoff-Filterwechselintervall verkürzt sich. Ein frühzeitiger Filterwechsel ist beim Umstieg von Diesel auf Biodiesel zwingend erforderlich, da Biodiesel die Dieselablagerungen im Treibstoffsystem wieder löst, und so der Filter sehr schnell verstopft.

    Ein Mischbetrieb Diesel-Biodiesel ist nicht empfohlen.

    Die Ölkontrolle ist regelmässig durchzuführen, da Biodiesel das Öl verdünnen kann (nicht muß).

    Der Preis von Biodiesel ist nicht Mineralölsteuerabhängig, und unterliegt nicht zwingend dem auf und ab in Urlaubs-und sonstigen hochpreiszeiten.

    Biodiesel ist schwefelfrei, rußfrei, und damit wesentlich umweltfreundlicher als Mineraldiesel. Der gringe Mehrverbrauch ist bei entsprechender Preisdifferenz zu verschmerzen.

    Die Preisdifferenz spielt angesichts der geringeren Umweltbelastung, keine entscheidende Rolle für mich, darf aber ruhig immer weit unter dem vom Mineraldiesel liegen :-))
     
  9. #8 Astaroth, 04.05.2002
    Astaroth

    Astaroth Guest

    Hi Robert.

    Ich bin jetzt umgestiegen und fahr seit ca 5 Tankfüllungen Biodiesel. Bin sehr zufrieden. Meine tante fährt einen Polo, auch mit biodiesel, un das schon seit 40.000 km. Sie hat keine Probleme.

    Nur das mit dem Mischbetrieb läst sich nun mal nicht immer verhindern.

    Man hat mit Biodiesel einen geringdügigen Leistungsverlust, der aber zu verkraften ist.

    Gruss
    Jürgen

    Achja, ich hab das gefühl, er läuft mit Biodiesel ruhiger.
     
  10. #9 Saugdiesel, 04.10.2002
    Saugdiesel

    Saugdiesel Guest

    Hallo
    Ich habe meinen 1,9SDI neu gekauft und nach einer halben Tankfüllung DinoDiesel auch auf Biodiesel umgestiegen. Der Motor läuft ruhiger das kann ich Dir auch bestätigen. Die Leistungseinbußen usw kann ich selbst nicht bestätigen, allerdings bin ich dafür zuwenig mit Dino gefahren. Ich hoffe nur das die ESP die Sache übelebt und nicht nach ein paar tausend kaputtgeht. Man liest viel und auch in diversen anderen Foren wurde schon viel darüber berichtet. Ich persönlich glaube allerdings das man eine ESP eher durch blankes Salatöl sterben lässt als durch Biodiesel. Das Zeug ist einfach in der Konsistenz dicker als Biodiesel, besonders bei niedrigen Temparaturen.

    http://www.f23.parsimony.net/forum49387/
    Falls es mal jemanden interessiert hier mal die adresse vom salatölforum............
    Mfg Mario
     
  11. #10 klausi88, 04.10.2002
    klausi88

    klausi88 Guest

    Das sieht mir aber stark nach Bildzeitungs-Bildung aus.
    Das auf und ab während der Urlaubszeiten usw. hat gar nichts mit der steuer zu tun. die Steuer orientiert sich nicht an den urlaubszeiten, sondern die ölkonzerne.
    und der biodiesel macht das auf und ab sehr wohl mit, der ist nämlcih immer ziemlich genau 8 cent günstiger als dinodiesel. welcher tankstellenbetreiber lässt sich denn den sprung zum feiertag entgehen??

    also nochmal: die preisschwankungen haben nichts mit der steuer zu tun, sondern sind reine preispolitische produkte der ölkonzerne. und davon ist auch der biodiesel betroffen.

    gruß, klausi
     
  12. #11 TDI-Schrauber, 05.10.2002
    TDI-Schrauber

    TDI-Schrauber

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    Hallo,

    im offiziellen Statement ist Biodiesel nur als Beimischung bis zu 5% zum Dieselkraftstoff zulässig.
    Und zwar nicht nur bei Bosch, sondern bei allen grossen Einspritzpumpen-Herstellern. (Delphi, Stanadyne, Denso)

    Auch Standheizungshersteller sprechen sich deutlich gegen Biodiesel aus. Denen ist der viertel Liter Kraftstoff sicherlich egal der jeden Morgen verheizt wird.

    Hier geht es nicht um sofortige Schäden an der Einspritzpumpe sondern um die Langlebigkeit. Lt. Bosch sind 2500 - 6000h für die Pumpen vorgesehen, was in etwa 150.000 - 300.000km entspricht (abhänging von Pumpe und Fahrzeug).
    Das einige Leute schon seit 60.000km problemlos mit Biosdiesel fahren sagt nichts über die Lebensdauer der Pumpe aus. Auch dürft ihr nicht vergessen, daß die Problematik mit den neuen Systemen eher größer wird. Höhere Einspritzdrücke und noch kleinere Fertigungstoleranzen...

    Alle Berichte die ich kenne handeln von alten Dieseln (Kammermotoren, "veraltete" Technik), oder bereden wunderbar die Umweltvorteile von RME aber vergessen dabei völlig die technische Seite und erwähnen die Lebensdauer der Pumpen in keinem Wort :-/

    Fakt ist:
    RME kann freies Wasser enthalten (führt zu Wasserschlag in der Pumpe).

    RME enthält bis zu 20% Sauerstoff in Verbindungen. Das macht den Umweltvorteil aus, dadurch verbrennt es Russfrei. Wenn allerdings gelöstes Gas im RME vorhanden ist kann das zu Kavitationsschäden führen.

    RME ist chemisch instabil. Wenn es falsch oder zu lange gelagert wird / wurde bilden sich Nebenprodukte. Diese sind nicht unbedingt Materialfreundlich. Die "Lagerung" fängt bei der Abfüllung am Produktionsort an.

    RME verhält sich unter Hochdruck anders als Diesel. Das macht Probleme an der Einspritzdüse. Hier baut sich durch die abweichenden Eigenschaften des RME ein erheblich höherer Druck auf als bei Diesel. Das fördert zwar ein gutes Einspritzbild aber belastet die Einspritzdüse erheblich und führt zu Mehrverschleiß.

    Ich will euch RME nicht ausreden, ihr könnt tanken was ihr wollt. Aber denkt bitte drüber nach. Eine neue Einspritzpumpe kostet ein SCHWEINEGELD und die Probleme in der Werkstatt kann man auch in diesem Forum schön nachlesen. Im Zweifelsfalle kann sich plötzlich keiner mehr so recht an die Freigaben erinnern und der schwarze Peter (sprich eure Rechnung) wird von VAG nach Bosch nach VAG und dann doch zu euch geschoben. Ärger vorprogrammiert.
    Und dann Gebrauchtkauf / -verkauf. Eigentlich ist der Verkäufer verpflichtet über Biodieselbetrieb Auskunft zu geben. Was da passiert hat ein Forumsmitglied ja schon erlebt. Eben noch gefreut, schon defekt...


    CU TDI-Schrauber
     
  13. yifter

    yifter Guest

    Diese Aussage ist eindeutig falsch, die Standheizungshersteller sprechen sich nicht wegen der Qualität des Biodiesels gegen diesen aus, sondern weil alle Standheizungen (außer einer ich glaube von Eberspächer) sogenannte Verdampfer-Heizungen sind, d.h. Diesel wird am Boden eines Kessels verdampft und dann entzündet. Mit normalem Diesel geht das auch, er verdampft bei 100°C, Biodiesel erst bei ca. 300°C. Deswegen funktioniert Biodiesel in Standheizungen nicht und sollte auch keinesfalls verwendet werden.

    Kann Dino-Diesel genauso.

    Welches Gas sollte den im RME gelöst sein?

    Korrekt, nur zersetzt sich Biodiesel erst nach mehreren Monaten und nicht sofort, wie es oben klingt. Man sollte allerdings Biodiesel nicht im Tank oder in Kanistern längere Zeit stehen lassen.

    Wie soll das funktionieren?
     
  14. #13 TDI-Schrauber, 05.10.2002
    TDI-Schrauber

    TDI-Schrauber

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    So ziemlich alle die in der Luft vorhanden sind. Das Lösevermögen von RME ist höher als das von Diesel.


    (RME verhält sich anders unter Hochdruck)
    Der maximale Enddruck der Einspritzung wird nicht durch die Pumpe aufgebracht, sondern entsteht durch das Nutzen von Druckschwinungen im System Pumpe-Leitung-Düse. Die VP37 hat einen Elementdruck von 950bar, die VP44 erreicht 1200bar. Wenn der Förderhub beginnt läuft eine Schockwelle mit Schallgeschwindigkeit zur Düse. Wenn man die Länge der Leitung optimal einrechnet treffen die mehrfach reflektierten Wellenfronten in der Düse zusammen und sorgen dann für eine Druckerhöhung. (im beispiel VP37 1250bar, VP44 1600bar).
    Da RME eine andere Dichte und Viskosität und darüber hinaus andere Temperaturabhängigkeiten hat wird dieser Effekt verstärkt und führt zu erhöhtem Verschleiss an Düsennadel und -bohrungen.


    BYE
    TDI-Schrauber
     
  15. Michal

    Michal Forenurgestein

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    Endlich mal jemand, dermir aus der Seele spricht, vor allem im Hinblick auf die Langlebigkeit !
    Vielleicht denkt mancher doch nun mal etwas mehr darüber nach !

    Ich kann TDI - Schrauber hier absolut zustimmen, VORSICHT mit diesem vermeintlichen SPAR - Treibstoff, es kann Euch doppelt und dreifach treffen !
     
  16. yifter

    yifter Guest

    Interessant, woher hast du diese Informationen? Gibt es dort schon Untersuchungen mit Biodiesel? Da Biodiesel eine andere Dichte besitzt, kann es natürlich auch sein, das es eine andere Geschwindigkeit für die Schockwelle gibt, und es dadurch auch zu einer Abschwächung des Einspritzdruckes kommt und sich der geringe aber doch merkbare Mehrverbrauch bei Biodiesel kommt.
     
  17. #16 TDI-Schrauber, 06.10.2002
    TDI-Schrauber

    TDI-Schrauber

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    Lass es mich so ausdrücken: ich beziehe meine Informationen direkt von Bosch Diesel Systems.

    Aber Du kannst diese Informationen aus jedem einigermassen guten Buch über Diesel-Einspritztechnik beziehen. Das ist nicht erst seit TDI so ;-)

    Und natürlich gibt es jeden Menge Untersuchungen in Bezug auf Biodiesel. Und die sind in Bezug auf Materialbelastung der Pumpen leider nicht so gut.

    Der Mehrverbrauch bei Biodiesel rührt übrigens vom niedrigeren Brennwert des RME her.

    BYE
    TDI-Schrauber
     
  18. yifter

    yifter Guest

    @TDI-Schrauber

    Die Aussagen sind zwar interessant, lassen sich aber leider in einem eventuellen Rechtsstreit leider nicht verwenden, oder hast du noch konkretere Informationen?
     
  19. #18 TDI-Schrauber, 06.10.2002
    TDI-Schrauber

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    Hallo,

    das ist im Falle eines Defektes dann leider Sache der Rechtsanwälte.

    Wenn als Ursache für einen Defekt Biodiesel festgestellt wird ist die Sache kompliziert.
    Bosch als Hersteller sagt klar: kein Biodiesel in Konzentration über 5% zum Treibstoff.
    VAG als Bosch-Kunde sagt: Biodiesel uneingeschränkt.
    VAG setzt sich also über die Herstellervorschrift hinweg.

    Da Du als Kunde von VAG aber deren Vorschriften nicht Missachtet hast sollte es rechtlich möglich sein hier Ersatz zu bekommen. So ein Rechtsstreit könnte sich aber hinziehen und der Defekt muss natürlich zweifelsfrei auf RME zurückführbar sein.
    Im Schadensfalle also Beweise sammeln !

    BYE
    TDI-Schrauber
     
  20. AdMan

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  21. Michal

    Michal Forenurgestein

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    Mit Beweisen sammeln mußt Du allerdings hinzufügen, daß es eigentlich UNMÖGLICH ist !

    Ein BMW - Fahrer hatte mit selbigem Problem geklagt, seine Klage wurde abgewiesen, weil er NICHT NACHWEISEN konnte, daß er ausschließlich Biodiesel nach DIN - Norm getankt hatte !

    Vom Gericht wurde der Hinweis gegeben, sich bei jedem Tanken doch vom Betreiber der Tankstelle SCHRIFTLICH (!!) die DIN - Freigabe des getankten RME´s bestätigen zu lassen.

    Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen !

    Fazit: Wegen den paar Cent´s und einer äußerst ungewissen Zukunft des Motors/ESP usw:

    FINGER WEG VON DEM ZEUG !
     
  22. #20 Joker1976, 06.10.2002
    Joker1976

    Joker1976

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    Jäger&Keppel, Speyer
    Ich denke mal, daß man als Privatperson fast keine Chancen gegen so ein mächtiges Unternehmen wie einen Autokonzern hat und dabei auf der Strecke bleibt - und sei es nur wegen der anfallenden Kosten, die einen auffressen...
     
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