BGH spricht VW-Kunden Schadensersatz zu

Diskutiere BGH spricht VW-Kunden Schadensersatz zu im sonstige Autothemen Forum im Bereich Skoda Forum; Ich denke, @PolenOcti zielt auf die oft kritisierten weil vom Normalverbraucher nicht erreichbaren Verbrauchsangaben der Hersteller ab. Problem...

  1. Tuba

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    Ich denke, @PolenOcti zielt auf die oft kritisierten weil vom Normalverbraucher nicht erreichbaren Verbrauchsangaben der Hersteller ab. Problem dabei: der Fehler liegt beim Fahrer, nicht bei der Technik. Setzt man einen Profifahrer in das Auto, schafft der es, die Angaben einzuhalten. Nur Otto N. kann das eben nicht, weil er kein Profi ist. Damit führt aber der Hersteller den Nachweis, dass es nicht an seinem Produkt liegt.
     
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  2. Gowron

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    Das ist so auch nicht richtig. Um Grenzwerte und Verbräuche einzuhalten, arbeiteten die Konzerne mit Tricks, wie etwa verdünnen von Öl, Ausbau von Teilen, um Gewicht zu reduzieren usw.
    Ob das jetzt nach dem neuen Prüfverfahren noch erlaubt ist, keine Ahnung.
     
  3. #63 PolenOcti, 26.05.2020
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    Richtig, hauptsächlich ist das mein Kritikpunkt. Was natürlich die Zigarettenwerbung oder die für Alkohol nicht besser macht.
     
  4. andi62

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    Das Problem liegt dann aber auf einer anderen Ebene: Das ist eine gesetzlich geduldete Irreführung - und damit rechtlich eben keine Irreführung.

    Die Hersteller halten die gesetzlichen Vorgaben ein oder nutzen erlaubte Maßnahmen, um den Verbrauch zu senken.

    Und warum ist das so? Weil sich die Autoindustrie europaweit als riesiger Wirtschaftsfaktor viel Gehör verschafft und gesetzliche Vorgaben beeinflusst
    Das ist nicht nur in diesem Bereich der Industrie oder Dienstleistungen so, sondern auch in anderen.

    Um nicht missverstanden zu werden: Ich halte es für falsch, lobbyismusgesteurte Gesetze zu machen. Aber Politik ist immer ein Kompromiss - in diesem Fall zwischen ökologisch notwendigen Anforderungen einerseits und wirtschaftlichen Interessen andererseits.
     
  5. Tuba

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    Doch, das ist richtig. Es gibt immer wieder Klagen, dass der angegebene Verbrauch nicht erzielbar ist. Regelmäßig wird ein Fahrer benannt, der mit dem Kundenauto eine Verbrauchsfahrt unter vorgegebenen Bedingungen macht und so beweist, dass mit dem Kundenauto alles technisch in Ordnung ist.

    Was Du meinst, ist der alte Test auf der Rolle, der einen vorgegebenen Zyklus durchlaufen musste und bei dem alle möglichen Tricks erlaubt waren (Reifendruck, Magerausstattung, ohne Keilriemen, abgeklebte Karosseriespalte etc.).
     
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  6. #66 alexnoe, 03.06.2020
    Zuletzt bearbeitet: 03.06.2020
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    Ich habe bis heute nicht verstanden, warum überhaupt von "Schadensersatz" die Rede ist. Es geht darum, ob ein Fahrzeug zurückgegeben werden darf, ohne dass man dem Hersteller die sonst üblichen zwei Versuche auf Mängelbeseitigung einräumen muss, wenn der Hersteller den Mangel absichtlich eingebaut hat. Die Berechnung der zu leistenden Erstattung ist identisch mit der Wandlung, die man macht, wenn es dem Hersteller nicht gelingt, ein Neufahrzeug in 2 Versuchen zu reparieren und man dann vom Kauf zurücktritt.

    Schadensersatz wäre, wenn das Fahrzeug nach dem Update mehr Sprit verbraucht und der Hersteller den Mehrverbrauch ersetzt. Ich habe den Eindruck, dass die Presse den Begriff "Schadensersatz" hier missbräuchlich verwendet.

    Wer sich entsprechend der Ergebnisse der Musterfeststellungsklage eine Entschädigung auszahlen lässt und das Fahrzeug behält, der hat möglicherweise einen Schadensersatz bekommen. Wer aber ein Fahrzeug wandelt oder auf andere Weise den Kauf rückabwickelt und sich eine Nutzungsentschädigung anrechnen lassen muss, der bekommt dabei doch keinen Schadensersatz!?
    Die Formulierung ist so nicht richtig, siehe oben. Normalerweise muss man dem Verkäufer in so einem Fall 2 Reparaturversuche einräumen, damit er die zugesicherten Eigenschaften herstellt. Erst dann kann man wandeln. Das Urteil besagt nun, dass man dies nicht braucht und dass ein solcher Schummeldiesel zurückgegeben werden kann.
     
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  7. andi62

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    Das stimmt natürlich und ist mir völlig bewusst und hier auch schon verschiedentlich diskutiert worden. Ich wollte nur nicht noch mal den gesamten Hintergrund darstellen.


    Vorsatz und Sittenwidrigkeit.
     
  8. #68 alexnoe, 28.07.2020
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    Es gibt keinen Schadensersatz, wenn das Fahrzeug bereits vollständig abgenutzt wurde (Quelle). Es geht um einen VW Passat mit Kilometerstand 255.000 km.
     
  9. Cordi

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    Dann ging die Idee des Aussitzens seitens VW ja auf. Tag für Tag werden es weniger Anspruchsberechtigte.
     
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  10. #70 Schattenmann, 30.07.2020
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    Was hat denn bitteschön ein Betrug mit Laufleistung zu tun? Dieser fand schon bei Übergabe des Fahrzeuges zum Erstkunden statt.
     
  11. Cordi

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    Das stimmt. Aber die Diskussion hatten wir schon: Der Wagen wurde ja trotzdem genutzt. Soll jetzt jemand, nur weil er vor x Jahren betrogen wurde, jetzt nach eben x Jahren den kompletten Kaufpreis erstattet bekommen?
    Wäre ich Betroffener, könnte ich mir da eine Argumentationskette aufbauen. Neutral betrachtet ist das aber Blödsinn. Dass jemand, der nun 250tkm gefahren ist, leer ausgeht, das kann ich aber auch nicht verstehen.
     
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  12. xs650

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    - wer sind "alle Beteiligten" ?
    - der "Schaden", ich nenn es mal monitärer Verlust macht(e) sich dann bemerkbar wenn man so einen Wagen veräussern wollte. Ich kann hier aus eigener Erfahrung sprechen, da ich einen 1,5 Jahre alten mit wenigen KM auf der Uhr nicht mehr in Zahlung geben (Händler sagte: den bekomme ich nicht mehr vom Hof), geschweige an Privat verkaufen konnte. Einzig zwei dubiose Ankäufer mit osteuropäischem Akzent hätten das Fzg. für nen Appel und ein Ei mitgenommen. Gut 4T Euro weniger sind kein Verlust, das hat man in der Portokasse.
     
  13. Cordi

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    Auch diese Argumentation kann ich nicht nachvollziehen, bzw. ist deutlich übertrieben. Ich konnte beim Gebrauchtwagenkauf eines Diesels keine nennenswertes Preisstürze feststellen.
    Und woran machst du die 4.000,- Euro Verlust fest? Dass man Unsummen verbrennt, wenn man einen 1,5 Jahre alten Wagen verkauft, ist doch bekannt. Das war vor dem Abgasskandal genauso wie danach. Und bitte nicht in Relation zum Listenpreis setzen - denn den bezahlt ja schon ewig niemand mehr.

    Und da kriege ich den Bogen zurück zu VW: Wenn - ja wenn tatsächlich - wie in deinem Fall, eine um 4.000,- Euro erhöhter Wertverlust eingetreten ist. Dann ist das die Größenordnung, über die man mit VW streiten kann. Tatsächlich wird da der Nachweis aber wohl schwierig.
     
  14. Tuba

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    @xs650 - es gab keinen Unterschied zwischen einem VW-Schummeldiesel und einem Diesel irgendeines Herstellers. Beide waren eine Zeit lang unverkäuflich bzw. haben das viele Händler gnadenlos ausgenutzt ("den kriege ich nicht vom Hof" - ich lache mich tot). Das wiederum war nicht VW-gemacht, sondern dem allgemeinen Diesel-Bashing geschuldet.
     
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  15. xs650

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    Bitte nicht totlachen, deine Kommentare würden uns fehlen.
    Unser Fall mit so einer Kiste liegt mittlerweile 3 Jahre zurück und wir haben sie mit etwas Nachdruck mit sehr geringem Abschlag für die Nutzung wieder zurück gegeben.
     
  16. Tuba

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  17. #77 alexnoe, 31.07.2020
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    Was du an dieser Stelle gerne hättest heißt Strafschadensersatz. Das Konzept existiert in Deutschland aber nicht. Wer das Auto vollständig abnutzen konnte, wenn auch nur durch Zufall, der hat offenbar keinen Schaden erlitten. Dass VW (und andere) bewusst riskiert hat, dass dem Auto vorher die Typgenehmigung entzogen werden könnte, ändert nichts daran, dass dem Fahrer, der das Auto abnutzen konnte, durch Zufall kein Schaden entstanden ist.
     
  18. Cordi

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    Dass es keinen Schadensersatz gibt, das kann ich rechtlich und emotional in derlei Fällen tatsächlich nachvollziehen.
    Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Da hat jemand vorsätzlich betrogen und kommt dann im Einzelfall ungestraft davon. Das deckt sich nicht mit meinem Rechtsempfinden.
     
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  19. #79 PolenOcti, 31.07.2020
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    Schaden? Welcher Schaden? Die Autos haben jahrelang tadellos funktioniert, Top Verbrauchswerte, super zu fahren, zumindest kenne ich keinen, der sich über die TDI beschwert hat. Der Schaden kommt vom „Rufmord“ der Politik, nicht von VW. Naja, aber VW ist groß, für einige wohl zu groß. Die EU sollte sich lieber um die Absprachen unter den Herstellern kümmern und alle Hersteller in Bezug auf das „Diesel Thema“ vorladen. Grüße und schönen Freitag
     
  20. andi62

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    Über den "Schaden", der hier vorliegt, müssen wir wohl nicht noch einmal reden.
     
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