Bei welchem Händler gibt es die meisten Prozente?

Dieses Thema im Forum "Skoda allgemein" wurde erstellt von SideshowBob, 11.06.2002.

  1. #1 SideshowBob, 11.06.2002
    SideshowBob

    SideshowBob Guest

    Hallo,

    da Händler ständig Ihre Preise bzw. Prozente ändern wäre es nett zu erfahren welche Erfahrungen Ihr gemacht habt.


    Wieviel Prozent habt Ihr auf den Listenpreis bekommen?


    PLZ des Händlers?


    Gruß
     
  2. AdMan

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  3. ?

    ? Guest

    Hi SideshowBob.
    Ich denke du machst da einen grundsätzlichen Denkfehler, durch den du evtl. mehr Geld ausgibst wie es sein muß.
    Die Verkäufer bei den Händlern kennen ihren Handlungsspielraum recht gut und der ist durch Skoda Deutschland anhand der Händlerpreise vorgegeben (der Verkäufer kennt also seine Grenzen), was der Händler dir abnimmt liegt letztendlich an deinem Verhandlungsgeschick und in wieweit du es zuläßt das der Verkäufer dir möglichst viel Geld abnimmt.
    Handeln war schon vor dem Fall des Rabatgesetzes das A und O beim Autokauf, was machbbar ist findest du über die Suche hier im Forum, schau einfach mal nach dem Suchbegriff Rabatt.
    Wenn du also einen guten Preis bekommen willst, dann liegt es natürlich auch am guten Willen des Händlers, aber vor allem hängt es von deinem Verhandlungsgeschick ab. Bei ein und demselben Händler können so vollkommen unterschiedliche Preise zustande kommen, je nachdem wie dumm oder schlau die Kunden sind.
    Wichtig dabei ist zu Wissen, das der Neuwagenmarkt stagniert, die Händler müßen Kunden gewinnen, denn der eigentliche Autoverkauf bringt dem Händler meist weniger wie die anschließenden Wartungen und Reparaturen, aber du als Kunde hat in deiner Preisklasse die freie Auswahl!

    Hier mal ein netter Text den ich zum Fahrzeugkauf vor einiger Zeit gefunden habe, aus dem du aber siehst das der Preis nicht vom Händler gemacht wird, sondern vor allem auch vom Kunden:



    Wie man beim Auto- oder Motorradkauf richtig handelt?

    Man hat sich entschlossen nun endlich ein neues Auto / Motorrad zu kaufen. Doch die Preise, die Preise!!!
    Man denk sich, das Auto / Motorrad würde mir gefallen, doch es könnte etwas billiger sein.

    Wie geht man nun am besten vor, um den optimalen Preis zu erzielen?

    Lasst den Verkäufer nie merken das ihr das gute Stück unbedingt haben wollt. Ihr müsst auch darauf verzichten können wenn der Preis nicht stimmt!

    Man sollte bedenken, das die Auto- und Motorradverkäufer Händler sind, und mit Händlern hat man zu handeln.
    Man sieht sich das gute Stück an, und fragt dann denn Verkäufer nach dem LISTENPREIS (Listenpreis, ist der Preis den der Hersteller vorschlägt) für das gute Stück! Wenn er nun antwortet, der steht doch hier (Schild im Auto), hat er schon verloren.
    Danach fragt man nach dem HAUSPREIS (Hauspreis, ist der Preis den das Autohaus dafür haben will) für die Mobile. Dieser Preis sollte rund 5% niedriger sein als der Listenpreis. (Schon etwas gespart)
    Danach sollte man nach dem BARPREIS (Barpreis, ist der Preis den man zu zahlen hat, wenn man das Auto / Motorrad in bar bezahlen will und kann) fragen. Dieser Preis sollte wiederum rund 5% niedriger sein als der Hauspreis.
    (Schon etwas gespart)
    Nun kann man wenn man die Courrage hat den Verkäufer noch fragen, ? Und was muss ich dafür bezahlen??
    Auf diese Frage wird er oft mit dem vorher genannten Barpreis antworten. Darauf kann man dann über Zusatzausstattungen oder Extras verhandeln.
    So z.B., incl. Verbandskasten, Winterräder, Wunschkennzeichen, neues Radio, Satz Winterräder, etc.
    (Schon etwas gespart)

    Beachtet auch, wenn dieses Auto oder Motorrad bereits eine Tageszulassung oder etwas in der Art besitzt. Dann haben die Händler bereits rund 10% Provision dafür vom Hersteller bezogen (Oder auch noch mehr!!). Diesen Betrag solltet ihr also auf jeden Fall herunterhandeln!!

    Wenn ihr dann merkt das der Verkäufer immer länger auf seinem Taschenrechner rumtippt, dann habt ihr ihn an die Schmerzgrenze des machbaren gebracht. Nun könnt ihr zuschlagen!

    Eine andere Variante ist, ihr seht euch die Mobilie vorher man an, und kommt dann 2-5 Tage später wieder vorbei. Geht zu dem Verkäufer und versucht ihm euren Willen aufzudrücken, indem ihr z.B. sagt: ? Ich würde das Auto ... kaufen wollen. Ich bin bereit ....,-? dafür zu bezahlen (Preis sollte niedriger sein, als der der drauf steht),, allerdings mit folgenden Extras, .... . Wenn das OK ist, sind wir uns handelseinig!?

    Auf diese Art und Weise habe ich mir bis jetzt 3 Autos und 2 Motorräder erworden, und nie den Preis bezahlt den die Verkäufer ursprünglich haben wollten! Ich kam eigentlich immer mindesten 15% unter den Preis der vorher an dem guten Stück dran stand. (z.B. Suzuki GSF 1200: Verkaufspreis 15250,-DM, bezahlt, knapp 13000,-DM, neu).

    Die oben aufgeführten Tipps sind nicht schlecht für den Kauf für neue Autos oder Motorräder! Aber sie funktionieren auch bei gebrauchten. Nur müsst ihr dann eure Taktik etwas verändern.

    Bei Gebrauchten wird der Verkäufer immer die Zusatzausstattungen erwähnen (Autos). Doch die sind bei Gebrauchten eigentlich nix mehr Wert! Also lasst euch dazu nichts einreden! Denn wenn ihr ein Auto verkaufen wollt dann geben sie euch ja auch nur 1/10 des Kaufpreises den ihr z.B. für eure Alufelgen bezahlt habt.
    Also müsst ihr bei Gebrauchten den Spies einfach mal umdrehen.

    Ihr braucht nie ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ihr den Preis drückt. Der Verkäufern bleiben immer noch rund 10% Gewinn die sie an euch machen. Aber wenn ihr nicht handelt, dann haben sie mehr als 30%. Und das wollen wir doch nicht oder???

    Weiter Tipps für den Autokauf:

    -Kauf von EU-Autos (mögliche Ersparnis liegt bei mehr als 5.000 EUR, bei einem Wert des Autos in D von rund 20.000 EUR).
    -Zum Autokauf in Deutschland die EU Preise einfach mal mitnehmen und den Händler damit konfrontieren.
    -Ich werde ein neuer, Ihr zukünftiger Werkstattkunde.

    Zusammenfassend kann man sagen, man benötigt Zeit und Verhandlungsgeschick, um zwischen 10 und 25% Rabatt beim Kauf eines Autos / Motorrades herauszuhandeln.


    Quelle für diesen Text
     
  4. #3 SideshowBob, 11.06.2002
    SideshowBob

    SideshowBob Guest

    Hallo Mikey,

    sicherlich hast du recht. Aber einige Händler bzw. Autohäuser lassen mit sich gut handeln und manche weniger.
    Mit den Eu-Preisen habe ich es schon versucht und er meinte bei 6,5 % wäre seine absolute Grenze. Ich habe ihm schon damit "gedroht" einen EU-Wagen zu holen´, aber war absolut nicht bereit mehr zu geben. Er meinte es wäre mit den Händlern (Region) abgesprochen nicht mehr zu geben. So kann man seine Margen sich auch sichern!
    Na ja. Deshalb habe ich diese Umfrage gestartet, denn es gibt sicherlich nicht nur die paar Händler in der Region. Warum sollte man nicht von den Ergebnissen(Antwortern) profitieren. Preisagenturen machen dies im großen Stil, ich probiere es im kleinen.

    Also, welcher Händler gibt die meisten Prozente?


    so long
    SideshowBob

    Dennoch vielen Dank für Deine Anleitung, hatte Sie schon zu 99% befolgt. Wenn das Autohaus in einer sehr mächtigen Position (eines der größten im Gebiet) hat man wenige Chancen!
     
  5. #4 KleineKampfsau, 11.06.2002
    KleineKampfsau

    KleineKampfsau Forenurgestein

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    Also die Sache mit der Absprache ist meiner Meinung nach eine nicht zulässige Preisabsprache. Meine Eltern haben sich vor 2 Wochen einen Fabia Combi bestellt. Der erste Händler wollte 0 % geben und hat schon rumgeheult. Nach langen verhandeln haben wir bei einem anderen knapp 10 % bekommen- PLZ 06295 (als Stammkunden, ist das 4. Auto dort).

    Ansonsten noch eine Anmerkung: es kommt ganz darauf an, welches Auto du kaufst. Bei einem Fabia z.b. gibt es bei uns recht wenig Nachlass. Der Fabia ist bei uns das am meisten verkaufte Auto (noch vor VW, Opel, Ford). Wenns eh gut läuft, knausern die Händler gern.

    Der Octavia läuft nicht so gut (zumindest haben sich die Händler mehr versprochen - ist ja auch schon recht "alt"). Beim Kauf eines Octavias wird schon mehr Nachlass gegeben.

    Auf jeden Fall ist der Skoda eine gute Kaufentscheidung.

    Viel Erfolg beim Feilschen.

    Andreas :headbang:
     
  6. ?

    ? Guest

    Naja, nur was nutzen dir die schönsten Händlerangaben mit tollen Rabatten, wenn kein Mensch weis aus welcher Region/Stadt du kommst. In deinem Profil kannst du das angeben, so sieht sofort jeder ob er dir helfen kann oder nicht. Denn was nutzt dir ein Angebot aus München, wenn du beispielsweise in Hamburg wohnst???
     
  7. #6 M.Herrmann, 11.06.2002
    M.Herrmann

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    in den "nachlass" spielen so viele faktoren, dass die nennung blosser prozentzahlen genauso endet wie die vmax und verbrauchspostings!
    wer zahlen vergleichen will, braucht eine gemeinsame basis, die hier wiederum nicht gegeben ist!

    - es gibt regionale absprachen (ist tatsache!)
    - viele geben ein auto in zahlung
    - es bestehen schon längere kundenbeziehungen
    - oft wird nicht am preis aber am zubehör nachgelassen!

    und und und...
     
  8. #7 toaster, 11.06.2002
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    Hinzu kommt ja auch noch dass man sich die Frage stellen sollte ob man nicht lieber auf ein Prozent verzichtet und dafür auf Sercie setzt. Der beste Preis bringt nicht viel ein wenn man dafür kaum Service bekommt und bei jedem kleinsten Problem immer erst mit einem Anwalt vorbeischauen muss.
    Ist man jedoch auf maximalen Preisnachlass aus muss man sich wohl mit einem EU-Wagen oder einem Auto aus franz. Produktion anfreunden :narr:
     
  9. Kay

    Kay

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    Es gibt ein Buch das (glaube ich) Autopreise heißt. Darin stehen die Ein-, und Verkaufspreise für jedes Auto in Deutschland. Wenn man weiß, wieviel der Händler selbst bezahlen muß beim Hersteller, kann man sich ungefähr ausrechnen was denn realistisch ist.

    Als ich 1999 meinen Octi gekauft habe, hatte ich zwar ca. 10% vom Listenpreis bekommen, aber hatte noch Zulassung, Überführung und Nummernschilder mit rausgehandelt! Unterm Strich hatte der Händler damals ca. 200,-DM an mir verdient. Außerdem wurde mein vorhandenes Radio kostenlos eingebaut, dazu kamen noch gratis Verbandskasten & Warndreieck sowie ein Satz Reservelampen welche in der Rechnung nicht mit aufgeführt sind.

    Ich habe damals einfach den Spieß umgedreht. Habe mich Bundesweit nach einem günstigen Angebot umgesehen, bekam eines aus Dresden (wohne in Berlin) mit Tageszulassung. Diesen Preis habe ich meinem damaligen Autohaus genannt, mit dem Hinweis, dies sei mein günstigstes Angebot (von einem Autohaus in der näheren Umgebung Berlins) und ob er dies unterbieten könnte. Gleichzeitig sagte ich ihm, das ich eigentlich bei ihm kaufen würde, da er bei mir in der Nähe ist, aber das es auf sein Angebot ankäme.
    Es dauerte ca. 15 min, bis er nach langer Rechnerei anbot den Preis zwar nicht unterbieten zu können, aber er mir diesen (von mir genannten) Preis garantieren würde, auch wenn er nicht innerhalb von 4 Monaten liefern könne (4 Monate ist der Händler an seinen Preis gebunden), auch wenn Skoda den Preis zwischenzeitlich erhöht.

    Man sollte immer daran denken, das auch der Autohändler von was leben muß, aber wenn sich Beide einigen können und zufrieden sind ist es okay, denke ich!

    Beste Grüße, Kay
     
  10. #9 octavius, 11.06.2002
    octavius

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    ich habs wie kay gemacht. berlin hat mir genügt. am ende kamen fast 14% raus. liste war allerdings 34T€.
     
  11. pit

    pit Guest

    Kleiner Tip meinerseits:Falls Du jemanden kennen solltest, der im Besitz eines presseausweises ist & der für dich bestellt, gibt´s von Skoda Deutschland 15 % !! Jetzt werdet ihr euch fragen , wie das geht, wenn die gewinnspanne des deutschen Händlers bei ca. 12 % liegt. Ganz einfach: Skoda rabattiert bzw. bezuschusst den Händler, wobei der Zuschuss von Händler zu Händler unterschiedlich ist. Die Kriterien dafür kenne ich nicht, vewrmute aber, dass es mit dem Jahresabsatz eines jeden Händlers zu tun hat. Gemäß dem Motto: "Guten freunden gibt man schon mal ein, oder zwei Prozent (nicht Ferreroküsschen :-)) mehr !
    Weitere Presserabatte findet man unter www.presserabatte.de (hab die Webside allerdings schon länger nicht mehr besucht-einfach ausprobieren !)
     
  12. #11 stroblinger, 12.06.2002
    stroblinger

    stroblinger Guest

    mir hat mal jemand nen tipp gegeben serviceleistungen rauszuhandeln.

    z.B. wenn es nicht üblich ist das man bei reparaturen oder kundendienst einen ersatzwagen zu bekommen, dann kann man heraushandeln, dass man bei jedem service und bei jeder reparatur kostenlos einen ersatzwagen bekommt...

    wie hoch dann der "rabatt" ist hängt dann vom der reparaturanfälligkeit des fahrzeugs an*ggg*

    außerdem bindet man sch gewissermasen an das autohaus wovon der händler ja auch was hat... und an den reparaturen verdient er ja auch was*g*

    gruß stroblinger
     
  13. ?

    ? Guest

    Der folgende Text passt sicher nicht ganz zum Thema, verdeutlicht aber wie hart es im Geschäft rund um KFZ zugeht (Quelle ist das Hamburger Abendblatt):

    Gesellschaft im Umbruch. Technischer Wandel, Tempo, Globalisierung. Wie ändern sich Berufswelt und Leben? Wie arbeiten und denken die Menschen heute in Büros und Fabriken? Die Abendblatt-Serie. Teil V: Autoverkäufer Hartmut Joachim.

    Ein 320er soll es sein. Familie Lerchenbach hat es sich im gläsernen Büro des Verkäufers gemütlich gemacht. "Kann ich Ihnen etwas anbieten?""Kakao!", ruft der kleine Junge auf dem Schoß des Vaters. "Kakao, Weltklasse bei uns", sagt Verkäufer Hartmut Joachim.Der Kleine bekommt eine Wertmarke für den Getränkeautomaten und rennt raus. "Was stellt Ihr Euch denn so vor?" "Tja, der Preis spielt keine Rolle, wir wollen das, was uns gefällt", sagt der Vater mit der grauen Schirmmütze. "Welche Farbe?" "Silber", sagt die Mutter. "Nicht blau?", so der Vater. "Anthrazit", ruft der Sohn, wegen des Lärms kaum zu verstehen. Er schiebt sich gerade einen Sessel aus der Ausstellungshalle ins Büro, die Metallfüße schrappen quietschend über den Parkettboden. "Kein Problem", sagt der Verkäufer lachend, grauer Anzug, dunkelgraues Hemd, gelb-grau gemusterte Krawatte. Er rollt den roten Plastikfeuerwehrwagen auf dem Schreibtisch zur Seite, breitet die Computerausdrucke mit Angeboten aus. Die Suche beginnt.
    "Wird voll heute", sagt Joachim, als die Familie gegangen ist, ohne sich zu entscheiden. Der Verkäufer hat recht. Bald streifen etliche Kunden beim BMW-Händler B & K in Harburg um die Wagen, öffnen Kofferraumdeckel, setzen sich ans Steuer. Ein Mitarbeiter aus der Werkstatt wieselt im Blaumann im Verkaufsraum herum. Wo sich Fingerabdrücke stumpf auf dem glänzenden Lack abzeichnen, fährt er ein paar Mal mit einem weichen Tuch über die Autos. Joachim hat aus seinem Büro am Rande der Ausstellung einen blauen Z3-Roadster im Blick. Gerade lässt sich eine Kundin in die tiefen Sportsitze sinken. "Das ist ja wie ein Bett mit Lenkrad." Zwei Sekunden, dann steht schon ein Verkäufer neben ihr: "Kann ich Ihnen helfen?"
    Die Konkurrenz zwischen den Kollegen ist außerordentlich groß. Im Büro des Chefs hängt eine Bestenliste an der Wand: Sie zeigt, wer seit Monatsanfang wie viele Neu- und Gebrauchtwagen verkauft hat. Daran kann auch jeder die Gehälter ablesen: Zwischen 200 und 800 Mark pro Neuwagen bekommt ein Verkäufer. Und das ist auch schon alles. Denn ein Fixgehalt gibt es bei B & K nur "in Ausnahmefällen". Joachim steht auf der Rangliste beim Chef ganz oben. Im vergangenen Monat habe er so viel verkauft wie nie zuvor: 20 Wagen, macht 10 000 Mark Monatsgehalt. Das schafft kaum jemand.
    "Der Job ist hart, gerade für Anfänger. Viele halten es bei uns nicht lange aus", sagt Joachim. Die meisten seien zu optimistisch: "Sie denken, da brauche ich keine Ausbildung, kann den ganzen Tag Kaffee trinken und verdiene einen Haufen Geld." Wer neu ist, könne zu Beginn nur knapp 60 Wagen im Jahr verkaufen, weil er noch keinen eigenen Kundenstamm aufgebaut hat. Macht 60 000 Mark Gehalt im Jahr - zusammengesetzt aus der Verkaufsprovision und einem geringem Absicherungsgehalt für gerade eingestiegene Jungverkäufer. Die älteren Kollegen leben von ihren Stammkunden und verdienen ungefähr das Doppelte.
    Joachim selbst hat Ende der Achtziger angefangen. Der Autofan, der "auch die Phase mit dunklen Scheiben und breiteren Reifen durchgemacht hat", brach sein Wirtschaftsstudium ab, als er eine Anzeige vom BMW-Händler Adolf Werner sah: "Autoverkäufer/in gesucht." Er habe schon damals gewusst, verkaufen sei sein Ding. Mit dem privaten Handel von Computern, CDs und Software verdiente er als Student bereits 16 000 Mark im Jahr.
    Ein junges Paar klopft an die Scheibe. Sie trägt lockiges Haar, eine lilafarbene Jacke mit Pelzkragen und gibt den Ton an. Zieht ihren Mann in Joachims Büro. "Wir hatten ja verabredet, den 3er zu testen." "Ja, gerne, ich hoffe, die Probefahrt wird Sie zufrieden stellen." Joachim kramt in der Schublade. "Hier ist schon mal der Schlüssel, das erleichtert das Autofahren erheblich." Er schreibt den Zeitpunkt der Abfahrt auf ein Formular: "Damit wir wissen, wann Sie geblitzt wurden und wir bezahlen müssen", scherzt Joachim. In der Tiefgarage des Händlers steigt die Kundin in den Wagen ein. Los gehts. "Uns sind schon zwei Autos auf diese Weise weggekommen. Eines bis nach Italien."
    Bei der Kundin hat Joachim ein gutes Gefühl: "Die wird das Auto kaufen, das sage ich Ihnen." Doch es gibt auch ganz andere Interessenten bei B & K. Mehr als ein Drittel der Besucher schaut nur deshalb vorbei, um mal ein Auto zu fahren - ohne es je kaufen zu wollen. Die erkennt Joachim "innerhalb von drei Minuten". Wenn den Kunden "eigentlich völlig egal ist, welches Auto ich denen anbiete", sei die Absicht klar. Diese Leute wimmelt er meist mit den Worten ab, es stehe gerade kein Vorführwagen bereit.
    Vom Aussehen der Menschen allerdings auf ihre Seriosität zu schließen, sei falsch: Heute ist Joachim froh, damals auch den Kunden mit Satinjogginghose, Lederjacke und Turnschuhen bedient zu haben, der eines Tages nach Geschäftsschluss im strömenden Regen an der Tür geruckelt hat: Denn der ist mehrfacher Millionär, war Mercedes S-Klasse-Fahrer und hat für 500 000 Mark "ein paar Autos" für seine Firma gekauft.
    Mit solchen Geschäftskunden laufe ein Verkaufsgespräch immer recht emotionslos und vor allem schnell. Anders bei den Privaten: "Ich wundere mich immer darüber, wie viel Energie die Leute in den Autokauf stecken." An die hohen fünf- und sechsstelligen Summen, um die es geht, hat sich Joachim offenbar in mehr als zehn Jahren Praxis gewöhnt.
    Zwei- bis dreimal kommen die meisten zu ihm und brauchen vier bis sechs Stunden, um sich zu entscheiden. Viele Kunden seien auch durch das Internet heute besser informiert als je zuvor. Und fast jeder feilsche um Prozente. Die Gewinnspanne - bei BMW-Händlern 13 Prozent - schrumpfe häufig so zusammen, dass sich mit Neuwagen kaum noch etwas verdienen lasse.
    Noch mehr Kraft als die oft zähen Preisverhandlungen aber kosten Joachim die Kunden, die "sich über mich stellen". Die ihn wie einen Untertanen behandeln. Ihm das Gefühl geben, dass er für sie nicht zählt. "Ich möchte dann als Mensch reagieren, muss als Verkäufer aber freundlich bleiben." Für einen Moment wirkt Joachim ernst. "Es gibt Tage, da muss ich mich prostituieren."

    DIE BRANCHE

    In 24 000 Autohäusern wurde im vergangenen Jahr ein Umsatz von 248 Milliarden Mark erzielt. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von fünf Prozent. Umsatzeinbußen verzeichneten die Händler im Neuwagen- wie auch im Gebrauchtwagen-Geschäft. Die Umsatzrendite ist noch knapper als im Lebensmittelhandel: Von mageren 0,5 bis 0,6 Prozent spricht Helmut Blümer vom Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Ende des Jahres fällt eine der wichtigsten Entscheidungen in der Geschichte des Autohandels: Es geht darum, ob die Hersteller weiter ihre Händler selbst aussuchen können, was die EU-Wettbewerbshüter seit langem kritisieren. Im für die Händler schlimmsten Fall könnte bald jeder, etwa Kaufhäuser, Neuwagen anbieten.
     
  14. #13 ancient motorist, 12.06.2002
    ancient motorist

    ancient motorist Guest

    @pit
    der Presseausweis ist nicht die einzige Möglichkeit,
    wenn man Mitarbeiter einer großen Firma (z.B. Siemens) ist, gibt es die auch.
     
  15. #14 SideshowBob, 12.06.2002
    SideshowBob

    SideshowBob Guest

    Hallo,

    wie funktioniert das mit den Rabatten für Mitarbeiter großer Firmen?
    Kann mir das ganze nicht so recht vorstellen. Hast du schon Erfahrungen?

    Gruß
     
  16. #15 boomboommelli, 13.06.2002
    boomboommelli

    boomboommelli Forenurgestein

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    Jetzt muß ich auch mal meinen Senf dazu geben,obwohl ich mir bereits Ende 1998 einen neuen Felicia Fun gekauft habe!Ich hatte damals keine andere Wahl,als den vollen Listenpreis zu löhnen,der Verhandlungsspielraum war gleich Null,obwohl es ein Modell war,das wirklich ein Ladenhüter gewesen ist (es wurden in 3 Jahren nur ca. 4000 Stück verkauft)! Ok,ich habe eine Finanzierung gewählt, vielleicht wäre da mit Barzahlung noch ein paar winzige Prozente drin gewesen,aber ich wollte ja auch unbedingt dieses Auto!Nur was mich geärgert hat,war,daß ein Jahr später diese Felicia Fun zuhauf in den Verkaufsräumen als "Vorführwagen" zu Preisen von bis zu DM 5.000 unter Listenpreis angeprießen wurden!Schwamm drüber,heute bin ich stolz darauf,einen dieser "Exoten" zu besitzen und bereue nicht,daß ich damals meinen Emotionen freien Lauf gewährt habe!

    MfG Melli
     
  17. #16 ancient motorist, 13.06.2002
    ancient motorist

    ancient motorist Guest

    @SideshowBob
    Für Rabatte bei Großbetrieben am Besten den Betriebsrat ansprechen, die wissen wo es welche Prozente gibt. Bei uns z.B. bei einem Peugot-Autohaus 12 %, Mercedes gab mal 3% :hihi: und bei Abnahme von 5 Fahrzeugen 5% :narr: . Ein Kollege ging zu Skoda und erzaälte Ihnen vom Firmenrabatt für Mitarbeiter und erhielt 15% unter Vorlage des Firmenausweis. Die Rechnung ging zur Firma, Abrechnung ging privat.
     
  18. Favo

    Favo Guest

    Hallo Leute!!!

    Ja wenn ich dir was empfehlen darf dann ist es das Autohaus Bert Müller in Glauchau.
    Auch im Internet: www.Skoda-Bert-Müller.de


    Habe für meinen Fabia ca.11% Rabatt bekommen(Barkauf vorausgesetzt)..

    Aber wie gesagt das liegt immer am Händler.


    Ok euer Favo
     
  19. AdMan

    Schau dir mal den passenden Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  20. iceman

    iceman Guest

    Hallo Leute,

    da bei jedem der Geldbeutel heutzutage kleiner wird (erst Recht mit den Europreisen) habe ich auch mal einen Tipp für euch, da nicht jeder über Firmenrabatte verfügen kann!

    Nachfolgendes Verfahren hat bei mir auch zu 15% im Durchschnitt gebracht:

    Da die Händler ja (wie bereits von anderen erwähnt) Ihre Vorführwagen/Verkäuferfahrzeug subventioniert bekommen habe ich bisher immer die Händler davon überzeugen können ein Fahrzeug nach meinem Geschmack zu ordern (mit der Ausstattung, Farbe, Motorisierung... die ich haben wollte) und mir Ihre Subvention weiterzuleiten.

    Die Möglichkeit hatte mir JEDER Händler angeboten, den ich danach gefragt hatte. Nur die Preisnachlässe waren da dan noch etwas verschieden!

    Bei meinen Octi TDI Kombi mit leder Klimatronic ... waren das 14,5 % trotz Finanzierung zu 1,9 % und diverser kleiner Zugeständnisse und Extras!
    Hatte meine Wunschausstattung mit ganzen 300 km und mußte lediglich zwei Monate länger warten!

    Bei meinem Motorad ging das ganze noch besser. Motorad ausgesucht, Händler hat es als Vorführmotorad für 3 Monate angemeldet, die Subvention von Yamaha an mich weitergeleitet, und ich konnte das Motorad gleich mitnehmen!!! :beifall:
    Also 3 Monate Probefahrt gemacht (natürlich mit Vollkasko durch den Händler - ganz net bei 145PS - sicher ist sicher) und danach dann auch ne Finanzierung zu 0,49 % bekommen. Schön blöd wer da noch bar bezahlt!

    Naja, Versucht euer Glück!
    Iceman
     
  21. Benni

    Benni

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    Deutschland; Braunschweig
    Bei meinem Autokauf waren es besondere Umstände warum ich meinen recht hohen Rabatt hier bekommen habe (unfallwagen in zahlung gegeben).

    Generell haben im normalfall die Händler einen Spielraum bis 10% danach Buttern die meisst schon drauf, es sei denn bei vorführwagen und so. Bei Neuwagen gibt es im normalfall maximal 10%.

    Interessant wäre aus welcher region du kommst SideshowBob. Es kann sein das es da auch unterschiede gibt.
     
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