Batterie laden - ohne teures Ladegerät

Diskutiere Batterie laden - ohne teures Ladegerät im Skoda Octavia III Forum Forum im Bereich Skoda Forum; Hallo, habe eine grundsätzliche Frage zur Ladetechnik bei Autobatterien. Ich fahre seit 53 Jahren Autos, und meine Aufladetechnik sah bisher so...

nosti

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Hallo, habe eine grundsätzliche Frage zur Ladetechnik bei Autobatterien. Ich fahre seit 53 Jahren Autos, und meine Aufladetechnik sah bisher so aus: Ein regelbares Netzteil aus Militärbeständen 0-24 Volt mit analoger Anzeige von Spannung und Strom. Das direkt an die Batteriepole angeschlossen. ohne irgendwas abzuklemmen oder gar auszubauen. Bei meinem letzten Fahrzeug, einem Octavia Kombi 1Z (Baujahr 2009), habe ich das genauso gehandhabt. Wegen der Standheizung und hauptsächlich kurzen Strecken habe ich die Batterie 1-2 mal pro Woche über Nacht geladen. Wie zuvor beschrieben: Batteriepole angeschlossen, die Spannung am Ladegerät so geregelt, dass ein Strom von 4,5 Ampere geflossen ist. Am nächsten Tag in der Früh war der Strom auf unter 1 Ampere zurück gegangen. Ich hatte in den 11 Jahren, in denen ich das Fahrzeug fuhr, nie Batterieprobleme und es nach 11 Jahren mit der ersten Batterie, die lt. Protokoll noch einwandfrei funktionierte, verkauft.
Genauso habe ich das im letzten Winter mit meinem neuen Octavia 3, Benziner, 1,5 TSI gehandhabt. Standheizung hat der nicht, aber viele kurze Strecken mit elektrischen Verbrauchern, und so hing der auch 1 x pro Woche nachtsüber am Ladegerät. Das habe ich anlässlich eines Besuches einem Bekannte erzählt, und der ist fast in Ohnmacht gefallen. Bis jetzt diskutieren wir darüber, ob meine Lademethode schädlich für die Batterie ist oder nicht. Mein Argument, dass meine letzte Batterie beim Verkauf des Autos nach 11 Jahren immer noch einwandfrei funktionierte, betrachtet er als "positiven Ausreißer". Frage an die Ingenieure und Sachverständigen: Mein Ladegerät soll die Batterie laden, sonst nix. Spricht was dagegen, weiterhin so zu verfahren? Der Ladestrom wird ja im Laufe des Ladens zurück geregelt, Überladen wohl ausgeschlossen. Warum ein Ladegerät für 150 Euro, wenn ich nur laden will, sonst nix?
 
MrSmart

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Das Laden hängt von der verbauten Batterie ab. Standard Bleibatterie, AGM- oder EFB-Batterie?
 

Octi62

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Muss kein Ladegerät für 150€ sein, reicht eins für 29€ welches für AGM Batterien gebaut ist!
Das mit dem anschließen an den Batteriepolen solltest du lassen. Nur Plus kommt an den Pol, Minus kommt an die Ladelasche.
 
deus

deus

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Nach 53 Jahren kannst du ja auch mal was neues probieren.

Es ist wirklich völlig unnötig bei einem Auto 1mal pro Woche die Batterie zu laden. 👍
 

Bee

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Du kannst schon weiterhin per Ladegerät laden, aber nötig ist das nicht. Es ist falsch, den anfänglichen Ladestrom per Spannungsvorgabe auf 4,5 A einzustellen. Richtig ist es, die Spannung des Netzteils auf 13,8 V einzustellen und dann ggf. den Strom auf 4,5 A zu begrenzen.
 
Angus_ger

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Die Ladeschlussspannung ist wichtig, der Strom ist nur anfänglich hoch und kann auch ohne Probleme 10fachen Kapazitätswert haben. Nutze selber ein Festspannungsnetzteil 13,8V. Wichtig bei den Varianten EFB und AGM in Verbindung mit der variablen Ladefunktion den Minuspunkt an der Karosserie zu nutzen.
 

Bee

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Wichtig bei den Varianten EFB und AGM in Verbindung mit der variablen Ladefunktion den Minuspunkt an der Karosserie zu nutzen.
Wenn Du willst, dass der Batteriesensor das Nachladen mitbekommt, musst Du an den ausgewiesenen Massepunkt. Wenn Du zum Nachladen direkt auf die beiden Batteriepole gehst, meldet der Batteriesensor danach noch "alte" Werte an das Energiemanagement. Und das Energiemanagement meldet Dir dann im Kombiinstrument vielleicht trotz Nachladen, dass die Batterie entladen ist. Wenn der Batteriesensor den neuen Ladezustand der Batterie nach einer Weile erkannt hat, funktioniert alles wieder "normal".

der Strom ist nur anfänglich hoch und kann auch ohne Probleme 10fachen Kapazitätswert haben.
Ich weiß ja nicht, was für ein Monster-Ladegerät Du hast. Aber ich habe Probleme, wenn ich meine 70 Ah Batterie mit 10 C, also mit 700 A lade. Meinst Du vielleicht 1/10 C, was dann 7 A entsprechen würde?

Du kannst schon weiterhin per Ladegerät laden, ...
Das sollte eigentlich heißen: ... per Netzteil ...

Noch ergänzend: Früher hat der Laderegler dafür gesorgt, dass die Batterie immer mit der Ladeschlussspannung geladen wurde und nach einer längeren Fährt in jedem Fall voll war.
Das ist heute anders: Je nach Randbedingungen wird Deine Batterie während der Fahrt geladen, oder sogar entladen, um CO2 zu sparen. Wenn Du Lichtmaschine, Batteriekapazität, Strombedarf des Fahrzeugs früher und heute vergleichst, dann wirst Du feststellen, dass die Lichtmaschine heute sehr viel leistungsfähiger ist.

Früher konnte man als Faustregel sagen, dass man rund 10 km fahren muss, um die Batterie soweit nachzuladen, wie sie bei einem Startvorgang entladen wurde. Heute reichen dafür 5 km.
 
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Alfred_ML

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Was spräche gegen das Laden über eine der Bordsteckdosen? Hab ich beim O1 und S1 bei Bedarf so gemacht. Z.B. im Winter bei längerer Abwesenheit (mehr als 4 Wochen) dann mit einem 1A Moppedladegerät mit Erhaltungsladefunktion (das kennt übrigens die verschiedenen Batteriearten PB, Gel usw.).
 

Bee

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Was spräche gegen das Laden über eine der Bordsteckdosen?
Wenn der Ladestrom dem Kabelquerschnitt angepasst ist, spricht da nichts dagegen. Wenn eine Tür oder der Kofferraum offenbleiben muss, damit das Kabel in den Innenraum gelangen kann, schlafen halt die Steuergeräte nicht ein.
 
Alfred_ML

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Das mit den offenen Türen/Steuergeräten ist klar. Zumindest die dünne Strippe von dem 1A Moppedlader stellt für die Türdichtungen kein schädigendes Hindernis dar, bei kurzfristig zum Nachladen höheren erforderlichen Stromstärken (5 A sollten für die Steckdosen jetzt kein Problem sein) bleibt hat die Scheibe einen Spalt weit unten. In der Garage ja kein Problem.
 
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