Bagatellunfälle: Foto-Knipse im Handschuhfach hilft

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von ?, 07.12.2001.

  1. ?

    ? Guest

    Eine kleine Kamera sollten Autofahrer stets im Handschuhfach mitführen. Denn bei Unfällen mit leichten Blechschäden rückt die Polizei meist gar nicht mehr an. Laut Automobilclub von Deutschland (AdV) empfiehlt es sich, eine Skizze und einige Fotos vom Unfallort anzufertigen. Kommt es im nachhinein zu Ungereimtheiten bezüglich der Schuldfrage, können sie wichtiges Beweismittel sein.

    Quelle
     
  2. AdMan

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  3. Dirk

    Dirk Guest

    Wo gibt es denn so etwas? ?(
    Wenn die Polizei nicht anrückt, obwohl ich sie gerufen habe, dann kann sie mit ´ner Dienstaufsichtsbeschwerde rechnen. :D
    Selbst bei ´nem zersplitterten Blinkerglas auf dem Kaufhausparkplatz kommen die Jungs angerückt.

    Gruß, Dirk
     
  4. #3 KleineKampfsau, 07.12.2001
    KleineKampfsau

    KleineKampfsau Forenurgestein

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    Leider muss ich dich da enttäuschen Dirk. Ich hatte einen Parkschaden an meinem letzten Auto. Der Unfallverursacher war wech (Schaden 400 DM). Da mein Privatauto=Dienstauto und damit über den KSA versichert ist, musste ich diePolizei rufen. Die waren der Meinung, dass si dort sowieso nichts machen können und deshlb nicht kommen werden. Also habe ich mich ins Auto gesetzt und bin hingefahren. Die haben ein Protokoll aufgenommen und gut war (brauchte ich für Versicherung).

    Zudem ist mir bekannt, dass bis zu einer bestimmten Schadensgrenze die Leute in Grün nicht ausrücken.

    Andreas
     
  5. Dirk

    Dirk Guest

    Bei meiner Freundin sind die Jungs angerückt, obwohl denen schon am Telefon von ihr gesagt wurde, dass kein Schaden vorliegt, ihr der andere aber einen unterjubeln wollte. Und ein Bekannter ließ anrücken, wegen nem angebrochenen Rücklicht - und die standen auch da!!!!

    _ beide Male in Sachsen-Anhalt_

    Gruß, Dirk
     
  6. ?

    ? Guest

    In Sachen Bagatellschäden (bis 1000.- DM) hat sich ja vor einigen Jahren einiges getan.
    Autofahrer können (dabei) nicht generell damit rechnen, dass kleinere Karambolagen von der Polizei aufgenommen werden. Nach einem OLG-Urteil dürfen Beamte, die zu einem Verkehrsunfall gerufen worden sind, die Unfallaufnahme verweigern, wenn lediglich ein Bagatellschaden entstanden ist. Eine Verpflichtung sei immer nur dann gegeben, wenn andernfalls die Durchsetzung von Ersatzansprüchen der Unfallbeteiligten ganz vereitelt oder wesentlich erschwert würde. (OLG Hamm, Urteil vom 28. Januar 2000, AZ 11 U 1639)

    Ich erlebe das fast tagtäglich, das es irgendwo 'gekracht' hat, die Unfallursache ist oft eindeutig klar und dennoch wird die Unfallstelle nicht abgesichert, abgekreidet und dann geräumt. Nein im Gegenteil, die Beteiligten warten auf die Polizei und das oft bis zu einer Stunde und haben während dieser Zeit nichtmal die Personalien getauscht. Häufig sind die Fahrer dann noch verwundert, wenn die Polizei lediglich jeweils 75.- DM für das Nichträumen der Fahrbahn kassiert und keine Unfallaufnahme tätigt.
    Bei größeren Schäden nimmt die Polizei natürlich den Unfall auf (bei Personenschäden muß sie ja sogar gerufen werden), aber bei Kleinkram ist das mehr als unnötig, denn die Ordnungshüter haben wahrlich besseres zu tun wie Autofahrern zu erklären wie man die Personalien tauscht und den Unfall seiner Versicherung meldet.
     
  7. Dirk

    Dirk Guest

    genau da fängt das Problem an. Hast Du schon mal bei ner Versicherung nen Schaden regulieren lassen wollen?
    Als erstes kommt doch mal die "höfliche" aber doch wohl mehr fordernde Bitte nach nem Auszug aus der EMA, bzw nach der pol. Tagebuchnummer - insbesondere sind für die Vers. nämlich objektive(auch wenn es so etwas nicht gibt) Unfallskizzen von Bedeutung. Ansonsten machen Vers. gern Probleme und Du kannst ewig auf Deine, Dir zustehende, Kohle warten. Natürlich und leider geht das auf Zeitkosten der Ordnungshüter.

    Gruß, Dirk
     
  8. ?

    ? Guest

    Genau aus dem Grunde soll man ja die Kamera dabei haben, eine Skizze machen, Zeugen notieren usw.
    Zum anderen kann der Versicherer generell sicher nicht auf eine polizeiliche Unfallaufnahme bestehen, das Problem dürfte wohl eher sein, das der Versicherungsnehmer nicht alle wichtigen Angaben machen kann, da vor Ort die wichtigsten Dinge vergessen wurden, daher gibt es ja beim ADAC oder bei Vesicherern entsprechende Unfallheftchen, wo alles erklärt wird und eingetragen werden kann.

    Hier mal eine Info die Versicherer an ihre Kunden geben:

    Bagatellschäden und Kfz-Versicherung

    Bagatellschäden sind aus Sicht der Polizei nur Unfälle, bei denen unbedeutende Ordnungswidrigkeiten begangen wurden. Hierbei darf die Schadenhöhe DM 4.000, pro Beteiligtem nicht überschreiten. Früher konnten Sie bei Verkehrsunfällen in jedem Fall die Polizei rufen, um dann den Unfall aufnehmen zu lassen - egal wie hoch der Schaden war.

    Wir als Versicherung konnten dann alle wichtigen Daten, die nicht aus der Schadenanzeige hervorgingen, bei der Polizei erfragen. Was hat sich geändert?

    ... Bei Bagatellschäden erscheint die Polizei nicht mehr am Unfallort. Nur in besonderen Fällen - Vorfahrtverletzung, Fahren unter Alkohol oder wenn eine Person verletzt wurde - kommt die Polizei zur Unfallaufnahme.

    Rufen Sie die Polizei aber auch, wenn:

    * an der Unfallstelle Öl oder Benzin ausläuft

    * es sich um einen Wildunfall handelt

    * der Unfallgegner seine Personalien nicht angeben will

    * die Unfallstelle aufwendig gesichert werden muß





    Quelle
     
  9. Dirk

    Dirk Guest

    Nach meinem Kenntnisstand sieht es in der Praxis leider noch immer anders aus.
    Viele Versicherer -nicht alle!- schreien als erstes nach wie vor nach ´nem Unfallaufnahmeprotokoll der Polizei! Selbst wenn vom Anspruchsteller sämtliche Angaben gemacht wurden und Unfallskizze, Zeugenaussagen etc. vorliegen, wollen sie trotzdem noch ´ne Kopie der EMA; warscheinlich nur noch zur Aktenfüllung?! ;-)


    Gruß, Dirk
     
  10. ?

    ? Guest

    Beim wühlen im Net ist mir eine Seite mit meiner Meinung nach wirklich guten Verhaltenstipps in die Finger gefallen ;-)
    Dort wird alles Haarklein beschrieben, was nach einem Verkehrsunfall wichtig ist, von der Unfallaufnahme bis zur Abwicklung mit dem Versichererer. Und hier nun der Link.
     
  11. AdMan

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  12. ?

    ? Guest

    Jede ruhige Autofahrt kann binnen Sekunden zum Ausnahmezustand werden. Sobald Blech knirscht oder Glas splittert, ist jene Situation da, die jeder Autofahrer fürchtet - der Unfall. Doch gerade die Entscheidung, die dann meist als erste getroffen wird, ist oft nicht die richtige: Der Anruf bei der Polizei ist gerade bei einfachen Blechschäden nicht selten überflüssig.

    Unbekannt ist den meisten Autofahrern, dass die Polizei bei leichteren Schäden keine aufwendige Beweissicherung mehr durchführt, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Ergebnis eines Anrufes bei der Polizei sei bei Bagatellunfällen oft nur, dass die Unfallbeteiligten vor Ort länger als eine Stunde auf das Eintreffen der Ordnungshüter warten.

    «Bei Bagatellunfällen ohne Personenschäden reicht es durchaus, sich mit dem Versicherer in Verbindung zu setzen», sagt GDV-Sprecherin Katrin Rüter. Zu diesem Zweck gebe es einen Notruf der Autoversicherer, der rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0800/66 83 663 zu erreichen sei. Merken lasse sich diese Rufnummer, weil sie auf den Buchstaben der Handy-Tasten nach der Vorwahl 0800 den Begriff «NOTFON D» ergebe. So kann direkt mit dem Versicherer des Unfallverursachers der Schaden aufgenommen. Unklarheiten lassen sich besprechen. Nur in Ausnahmefällen werde dann die Hinzuziehung der Polizei verlangt.

    Allerdings gibt es auch bei kleinen Schäden Fälle, in denen es ratsam sein kann, die Polizei zu rufen. «Das gilt zum Beispiel, wenn man das Gefühl hat, dass der Unfallgegner angetrunken ist oder wenn andere Zweifel auftreten», sagt Rüter. Auch Fahrer von Mietwagen müssen aufpassen: «In den Mietverträgen wird teilweise verlangt, dass bei einem Unfall die Polizei zu rufen ist.» Sobald es zu einem Personenschaden gekommen ist, ist ohnehin die Polizei anzufordern.

    Wer ohne die Hilfe der Beamten den Unfall aufnehmen will, sollte einige Regeln beachten. So gilt als erste Regel, den Verkehr zu sichern und unverzüglich zur Seite zu fahren, so der Jurist Volker Lempp, Verkehrsrechtsexperte des Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. Schritt zwei besteht darin, dem Unfallgegner auf Verlangen Namen und Anschrift zu nennen, Papiere wie Führerschein und Fahrzeugschein vorzuweisen und Angaben über die Haftpflichtversicherung zu machen. Schließlich ist ein gemeinsames Unfallprotokoll anzufertigen. Dazu eignet sich der so genannte Europäische Unfallbericht, der bei Automobilclubs oder Versicherungen erhältlich ist, so der ADAC in München.

    Gerade wenn keine Polizei vor Ort ist, sollte auf die Beweissicherung am Unfallort Wert gelegt werden. Volker Lempp rät, Fotos von der Unfallstelle und der Lage von Unfallspuren auf der Fahrbahn zu machen. Ebenfalls festzuhalten sind die Stellung der Fahrzeuge nach dem Unfall sowie die einzelnen Beschädigungen. Dazu ist es ratsam, immer eine Kamera im Wagen mitzuführen. Hilfreich kann es sein, Anschriften möglicher Zeugen zu notieren. Bei einem selbst verschuldeten Unfall ist es laut Lempp bei Schäden bis zu 500 Mark möglich, sich ohne Versicherung mit dem Gegner zu einigen.

    Bei einem schweren Unfall mit Personenschaden ist ein anderes Vorgehen nötig. Hier muss laut dem ADAC die Unfallstelle abgesichert werden, sind Verletzte zu bergen und zu versorgen, außerdem müssen natürlich Polizei, Arzt und Krankenwagen gerufen werden.

    Wird ein solcher Unfall dann von der Polizei aufgenommen, sollten Beteiligte laut dem ADAC die Beamten auf Zeugen oder auch Unfallspuren hinweisen. Im Zweifelsfall sei es ratsam, gegenüber der Polizei nur Angaben zur Person und zum Fahrzeug zu machen. Auf keinen Fall aber sollte zur Schuldfrage Stellung genommen werden. Aussagen wie «Ich bin am Unfall schuld» könnten später die Versicherung zu Regressansprüchen berechtigen. Außerdem rät der ADAC, bei Schäden über 1000 Mark oder einem befürchteten Totalschaden einen Sachverständigen einzuschalten. Wenn der Unfallgegner schuld ist, muss dessen Versicherung die Kosten des Gutachters voll übernehmen.



    Quelle
     
  13. #11 toaster, 18.12.2001
    toaster

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    Mir ist es ehrlich gesagt relativ egal ob ich nun Beamte von der Arbeit abhalte oder nicht :D - ich rufe die Polizei und gut ist. Ob sie kommt ist die andere Frage, versuchen werde ich es sicher. Meiner Ansicht nach ist es ihre Aufgabe, und jede Diskussion mit der Versicherung halte ich für überflüssig.
    Natürlich wäre es manchmal nicht nötig, nur mir ist jedes offizielle Dokument mehr wert als ein Foto. Nebenbei muss ich wenn ich das Foto mache auch noch damit rechnen über den Haufen gefahren zu werden. IMHO ist die Beweisaufnahme eine Sache der Polizei.

    Aber dass kann man sicher anders sehen, aus Sicht des Polizisten sieht es sicher anders aus...
     
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