Autokauf mit Folgeschäden

Diskutiere Autokauf mit Folgeschäden im sonstige Autothemen Forum im Bereich Skoda Forum; allo, ich hab nun ein riesiges und teures Problem, ich habe mir vor 2 Wochen ein Auto gekauft von Privat, im Kaufvertrag wurde vereinbart, dass...

kr1zl

Guest
allo,

ich hab nun ein riesiges und teures Problem, ich habe mir vor 2 Wochen ein Auto gekauft von Privat, im Kaufvertrag wurde vereinbart, dass gewisse Mängel behoben werden, dazu gehörte auch die Erneuerung der Bremsscheiben hinten.
Nun hab ich seit einer Woche Bremskraftverlust und einen Höllen Lärm, beim bremsen.
Ich gab den Wagen also in eine Werkstatt, diese berichtete mir nun soeben, das es Fusch beim Einbau der neuen Bremsscheiben sei, die mir diesen Schaden an Bremssattel, Bremsscheibe und Felge verursacht hat.Es fehlte schlichtweg eine Schraube, die dem Bremssattel zuviel Spiel gab.Der Schaden wird jetzt repariert und kostet mich 300 € , diese möchte ich natürlich auf den Verkäufer abwälzen.Auf Grund von nicht erbrachter oder nicht vertragsmäßiger Leistung.Die Scheiben wurden zwar erneuert aber nicht ordnungsgemäß angebracht.Das ist doch dann ein Folgeschaden, kann ich den Verkäufer haftbar dafür machen ?
Er behauptet sein Schrauber hätte alles ordnungsgemäß angebracht.Dies scheint aber nicht der Fall zu sein,wenn eine Schraube fehlt.
Die Beweislast liegt ja nun bei mir, reicht es , wenn mein Schrauber mir schriftlich aufführt, was zum Schaden geführt hat ?

Vielen Dank für euer Bemühen.
 

Robert78

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Ich vermute da wirst du schlechte Karten haben.
Wäre der Mangel durch eine Fachwerkstatt behoben worden und du hättest dir die Rechnung zeigen lassen wäre es was anders. So kann der Verkäufer aber sagen das der Wagen nach bestem Gewissen repariert wurde. Selbst am Auto rumschrauben ist ja nicht verboten, und du kaufst ihn letztendlich wie gesehen.
Verheimlicht hat er dir auch nichts, denn dann müsstest du ihm schon nachweisen das er die Schraube bewußt weggelassen hat.
War ja klar das der Verkäufer wenn der Wagen eh schon so gut wie repariert ist nur das billigste dran macht, also keinen Fachmann dran arbeiten lässt.

In dem Fall wäre es besser gewesen du hättest den Kaufpreis um 150 - 200 Euro gedrückt und die Bremsen selber irgendwo ordenlich machen lassen.

Wenn du eine Verkehrsrechtsschutzversicherung hast würde ich da mal nachfragen und mich kostenlos beraten lassen.
Irgendwelche Rechtsaussagen aus Foren ist halt immer so ne Sache, da die wenigsen Fachleute auf dem Gebiet sind.
 

Amarok64

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Cordi

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Ausm Bauch raus würde ich sagen das du da nicht sehr große Chancen hast. Gewissheit gibt aber ein Anwalt. Mit Rechtsschutz kein Thema, als ADAC Mitglied hast du die Erstberatung frei.
Und wenn du beides nicht hast: Trotzdem zum Anwalt - das kostet wenn überhaupt paar Euro, manche führen die Erstberatung auch pauschal kostenfrei durch.
 

feiter

Guest
Na ja, u.U. wird es schwierig sein, einen guten Rechtsanwalt für diesen Fall bei einer solch geringen Schadensumme zu interessieren. Aber es könnte schon sinnvoll sein, wenn die Gegenseite einen Schrieb von einem Rechtsanwalt bekommt. Dann kann schon Bewegung in die Sache kommen.
 

Fred

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Ich weiß zwar nicht, wieviel Du für den Gebrauchten gezahlt hast, aber die 300 wirst Du da wohl noch zuschlagen müssen. Beweislast liegt nach Eigentumsübergang eindeutig bei Dir...es könnte ja in der Zwischenzeit sonstwas gemacht worden sein...

Nimm es als Lehrgeld... zwar ärgerlich, aber nicht in der Größenordnung, wo sich ein Rechtsstreit wirklich lohnt.
 

geronimo

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Der beste Weg wäre natürlich gewesen, den Fehler beim Verkäufer zu reklamieren und um Nachbesserung zu bitten. Somit hättest du das Problem ordnungsgemäß reklamiert und der Verkäufer hätte seinen Schrauber mit der kostenfreien/-günstigen Fehlerbeseitigung beauftragen können. Wenn man da ohne Rücksprache selber tätig wird kann es natürlich zu rechtlichen und finanziellen Problemen kommen, die dem Verkäufer nicht mal angelastet werden können.

Wenn der Verkäufer also nicht freiwillig zahlt (was er wohl kaum tun wird), dann kannst du das Geld wahrscheinlich komplett abschreiben. Es sei denn du lässt dich auf einen Rechtsstreit ein, der voraussichtlich mit einem Vergleich beendet wird und nur einen Gewinner kennt: die Anwälte.
 

Timmy

Guest
Die Beweislast liegt ja nun bei mir, reicht es , wenn mein Schrauber mir schriftlich aufführt, was zum Schaden geführt hat ?

Dein Schrauber kann als Zeuge vor einem Gericht gehört werden, was aber kaum als Beweis zugelassen werden wird. Es wäre weiter nachzuweisen, ob ein Vorsatz bzw grobe Fahrlässigkeit vorliegt.
Beweisfähig sind einzig die Aussagen von Sachverständigen bzw Gutachtern.

Wenn die beschädigten Teile noch vorhanden sind, so kann ein Gutachter sie immernoch bewerten und eine Aussage treffen ob und was zu diesem Schaden geführt hat und wie hoch der entstandene Sachschaden ist. Ein Gutachten mußt du aber ersteinmal selber bezahlen und kannst erst bei einem für dich positiven Ausgang vor einem Gericht, die Kostenübernahme durch den Beklagten fordern.

Ein Gutachaten wird dich etwa 150-300€ kosten und somit würde schon dieses fast den Streitwert übersteigen. Des weiteren kann die Gegenpartei behaupten, das die Reperatur ordnungsgemäß ausgeführt wurde und alle Schrauben richtig eingesetzt waren. Das Gegenteil zu beweisen, dürfte so gut wie unmöglich sein. Da hat man, wie hier schon mehrfach gesagt wurde, ganz schlechte Karten, wenn die Arbeit von einer Privatperson durchgeführt wurde.

Hat nun ein schrauber dir die erneute Reparatur durchgeführt oder auch eine Privatperson? Wenn es eine Werkstatt war, so könnte man mit deren Aussage, über einen Anwalt den versuch der Nachbesserung beim Verkäufer starten. Die Chance auf erfolg würd ich bei 1:4 sehen.

Dieser Text stellt keine Rechtsberatung dar, sondern spiegelt nur meine persönliche Meinung zur Eingangsfrage.
 
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