Antriebswellen, Getriebeöl und co.

Diskutiere Antriebswellen, Getriebeöl und co. im Skoda Felicia Forum Forum im Bereich Skoda Forum; Guten Abend allerseits, mein Tüv ist überfällig (März). Aus Zeitgründen kann ich mich erst jetzt darum kümmern. Als ich den Feli vor zwei Jahren...

Burns07

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Guten Abend allerseits,

mein Tüv ist überfällig (März). Aus Zeitgründen kann ich mich erst jetzt darum kümmern.
Als ich den Feli vor zwei Jahren gekauft und Tüv gemacht habe, wies mich die Dekra darauf hin, das die Federbeinteller Vorne ziemlich am gammeln sind aber das dürfe nicht bemängelt werden. Jeder Feli Besitzer sollte das kennen :D. Jedenfalls hab ich mir alles Neu von der Firma Monroe bestellt. Außerdem sind die Achsmanchetten radseitig ziemlich durch und habe mich dazu entschlossen komplett neue Achsen zu nehmen, die in Relation zu einzelnen Achsmanchetten spott billig sind. Laut Bastellbuch muss das Getriebeöl dafür allerdings raus. Jetzt schreibt Skoda vor, alle 60t Km G-Öl Wechsel. Habe 59t Km auf der Uhr. Motoröl ist jetzt auch schon wieder 25t Km drin.
- Für Monroe Reflex + Staubschutz und Anschlagpuffer + Lager
- Castrol Magnetic 5l 10W 40 (ist sogar über die Vorgabe SG ein SL, HC Öl) + Filter
- Komplett beide Antriebsachsen mit Gelenken und Manchetten
287 Euro, denke da kann man nicht meckern und der Aufpreis zu den Kompletten Achsen lohnt sich in Anbetracht das man da so schnell dann nicht mehr ran muss.

Jetzt zu meinen Fragen, warum ich überhaupt quassel.

Laut der Felibibel, kommen da 2,4l 75W 90 mit mindestens GL4 ins Getriebe rein. Kann mir da einer ein Öl empfehlen? Habe gewisse Probleme mit dem Simmering von der Welle der Kupplung, was aber im Maße ist und hätte ungern das nach dem Ölwechsel plötzlich Handlungsbedarf entsteht.

Ich habe zwei gute Mechaniker an der Hand, die mir das Komplett (Arbeitslohn) zwischen 250-350 Euro machen würden. Finde das ehrlich gesagt mehr als einen fairen Preis (besonders da beide wirklich tolle Arbeit machen). Da es trotzdem 250-350 Euro sind :P...überlege ich es selber zu machen. Wie ist da eure Einschätzung? Ohne Bühne allerdings Federspanner, Schwacher Schlagschrauber etc alles vorhanden. Ich weiß das manche Schrauben die einem da über den Weg laufen ein einziger Krampf seien können.

Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass ich für die Federbeine die Domstrebe abnehmen, unten die Schraube lösen( für eine Teilenummer wäre ich sehr dankbar?!, ist zwar keine Dehnschraube aber auch ziemlich vergammelt), Federbein raus, Federspanner dran, alles zerlegen, alles wieder zusammenbauen ....und so weiter erledigen muss.
Für die Wellen, Radnarben ab, Bremssättel abhängen, Querlenker lösen, Getriebeöl ablassen, Antriebswellen einzeln tauschen, alles wieder zusammenbauen und Getriebeöl wieder auffüllen.

Hab ich da was vergessen? Wäre für Rat und Erfahrungen wirklich dankbar.

Dann schonmal einen schönen Abend und vielen Dank :)
 

casey1234

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Bzgl. Motorölintervall:
Motoröl ist jetzt auch schon wieder 25t Km drin.
Du fährst ein Nicht-LL-Öl ernsthaft 25.000 km? Tust du das dem Motor absichtlich an? Das Additivpaket ist in keinster Weise darauf ausgelegt. Wenn du bisher auch solche Plörre verwendet hast wie du jetzt vorhast, gehe ich stark davon aus, dass der Motor innen total versifft und voller Ölschlamm und Verkrustungen ist. In Zukunft würde ich maximal (!) das "Festintervall" (15.000 km / 1 Jahr) ausreizen, nicht darüberhinaus. Des Weiteren je nach Zustand des Motors über ne Spülung nachdenken (alle Infos dazu im Lektüre-Dokument in meiner Signatur).

Bzgl. Motorölwahl:
Castrol Magnetic 5l 10W 40 (ist sogar über die Vorgabe SG ein SL, HC Öl)
Als wäre das etwas Besonderes... Aktuell ist API SN. Die Vorgabe ist nur so schwach, weil der Motor einfach so alt ist und das damals Stand der Technik war. Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass man dem Motor nicht auch deutlich Besseres nach aktuellen Standarda gönnen kann. Des Weiteren sind die Castrol Öle nicht besonders gut, haben auch (zurecht) keinen besonders guten Ruf (was du an anderer Stelle gern nachschlagen darfst) und die Magnatec Serie ist auch noch das schwächste Pferd im Stall. Das Öl hat gerade mal ne uralte MB 229.1 Freigabe und das Datenblatt ist unterirdisch schlecht. Wieso gönnst du dem Motor kein Öl nach aktuellen und strengsten Standards, nämlich ein 5W40 nach ACEA A3/B4 und neben VW 50200 inkl. MB 229.5 Freigabe? Solche Öle gibt es bereits für 20€/5L frei Haus hinterhergeschmissen (meine Empfehlung: Favorit oder Alternative), sind im Viskositäts-Temperatur-Verhalten sowie Additivpaket deinem Öl haushoch überlegen und wahrscheinlich sogar noch obendrein deutlich günstiger als die Plörre (sorry, ist halt so), die du dir ausgesucht hast. Nur ein gut gemeinter Rat meinerseits.

Bzgl. Getriebeölwahl:
Man kann hier natürlich zu Drittanbietern greifen, würde ich aber nicht machen. Die Getriebeölanforderungen, Normen, etc. sind nicht so transparent gestaltet wie beim Motoröl - da ist es für den Endkunden wie auch für Ölhersteller immer schwierig und ein bisschen Rätselraten, ein Öl zu kreieren, welches neben der offiziellen Norm GL4 oder GL5 auch den genauen Anforderungen des jeweiligen Getriebes perfekt genügt. Ich würde da zum Original greifen, weil da der Erstzulieferer die exakten Infos vom Hersteller besitzt. Laut meiner Info kommen die Handschalter-Öle im Moment von Fuchs und die DSG-Öle von Rowe.
Aber wie gesagt: einfach das original VAG Öl benutzen - kann man ja auch günstig im Netz besorgen.

Schöne Grüße
Casey
 
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Burns07

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Zunächst mal vielen Dank für deine Antwort.

Wo habe ich gesagt das ich 25tKm mit einem nicht Leichtlauföl gefahren bin? Hatte bisher das Mobil Super 3000 X1 5W 40 drin und das ist nach meiner Kenntnis ein LL.
Ich muss gestehen das ich das schon öfter von Castrol gehört habe, allerdings auch von Liquid Moly ( war ich immer zufrieden mit) und eig. auch von jedem Hersteller in irgendeiner Form.
Wenn man mal ehrlich ist, dass Auto hat einen ungefähren Wert von 500 Euro, wenn ich Geld für Öl ausgebe einen Wert von 1/10-1/5 des Autowertes. Wenn das Öl ein Markenhersteller ist und die Spezifikationen erfüllt, warum Wissenschaft betreiben? Weder ist es ein 100t Euro Auto, noch fahre ich permanent Volllast. Soll aber auch Leute geben, die V Power in ihren Corsa B tanken :thumbsup:, weils ja gut für den Motor ist.
Statt mich strickt an die Intervalle zu halten, verfolge ich eher den Ansatz: Aussehen, Geruch, Spritverbrauch, Verhalten vom Motor. Bin auch schon 40tKm mit einem Öl gefahren. Diese Taktik hat bei meinen bisherigen alten Möhren wunderbar geklappt und einen Motorschaden hat deswegen keiner bekommen. Soll aber auch Leute geben, die V Power in ihren Corsa B tanken :thumbsup:
Werde mir trotzdem nochmal deine Signatur anschauen, man lernt doch immer gern dazu.
Deine Empfehlung ist ein 5W 40, Skoda sagt allerdings nichts unter 10W 40. Normalerweise gehe ich immer danach, so flüssig wie möglich ohne das was rausläuft. Also dann lieber das 5er oder der Herstellerangabe folgen?

lg
 

casey1234

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Zunächst mal vielen Dank für deine Antwort.
Keine Ursache, ich beschäftige mich ja nicht erst seit gestern mit dem Thema und berate ja gerne. :)

Wo habe ich gesagt das ich 25tKm mit einem nicht Leichtlauföl gefahren bin? Hatte bisher das Mobil Super 3000 X1 5W40 drin und das ist nach meiner Kenntnis ein LL.
Ist es nicht, inbesondere nicht nach VAG Standards. Ist ein ganz normales Festintervallöl, welches nach spätestens 15.000 km raus sollte und auch nach Spezifikationen und Datenblatt nichts Besonderes ist, allerdings deutlich besser als das Magnatec 10W40, welches du dir dieses Mal ausgesucht hast.

Ich muss gestehen das ich das schon öfter von Castrol gehört habe, allerdings auch von Liquid Moly (war ich immer zufrieden mit) und eig. auch von jedem Hersteller in irgendeiner Form.
Liqui Moly stellt kein Öl her, das macht Meguin, und da sind die gängigen Kandidaten nach aktuellen Normen sehr gut. Freigaben sind erstmal nur Mindestanforderungen, weshalb man schon aufgrunddessen zu den aktuellen Standards greifen sollte, um eine gewisse Qualität garantieren zu können. Allerdings werden diese Freigaben eben von manchen Ölen deutlich übertroffen, und andere Öle wiederrum schaffen sie geradenoch so. Natürlich kann man solche Kritik immer mal lesen, aber dass die C-Öle am unteren Ende der Skala additiviert und generell nicht besonders hochwertig sind, und sich das dann auch negativ auf Verschleiß und Motorsauberkeit auswirkt, ist ja seit Jahren bekannt und durch etliche Analysen und offene Motoren belegt. Das ist nichts Neues, was wir hier erörtern müssen, da findest du genug Infos im Netz.

Wenn man mal ehrlich ist, dass Auto hat einen ungefähren Wert von 500 Euro, wenn ich Geld für Öl ausgebe einen Wert von 1/10-1/5 des Autowertes. Wenn das Öl ein Markenhersteller ist und die Spezifikationen erfüllt, warum Wissenschaft betreiben? Weder ist es ein 100t Euro Auto, noch fahre ich permanent Volllast.
Die Argumentation spielt bei 20€ pro Kanister für ein top Öl keine Rolle. Wieso mit "ausreichend" (Schulnote: 4) zufrieden geben, wenn man "sehr gut" zum besseren Preis haben kann? Macht keinen Sinn, oder? Und der Motor dankt das bessere Öl obendrein.

Statt mich strickt an die Intervalle zu halten, verfolge ich eher den Ansatz: Aussehen, Geruch, Spritverbrauch, Verhalten vom Motor.
Das sind subjektive Eindrücke, aus denen man in den allerseltensten Fällen eine zuverlässige Aussage über den Zustand des Öls rückschließen kann.

Bin auch schon 40tKm mit einem Öl gefahren. Diese Taktik hat bei meinen bisherigen alten Möhren wunderbar geklappt und einen Motorschaden hat deswegen keiner bekommen.
Das mag sein, ist aber keine Garantie, dass das immer klappen wird, nur weil das andere Motoren mitgemacht haben. Gibt auch nach wie vor Kandidaten, die ihr Billig-15W40 aus dem Baumarkt holen und in ihren Downsizing-Direkteinspritzer mit 140 PS pro Liter Hubraum kippen, "weil sie einfach schon seit 40 Jahren 15W40 nehmen" - ist genauso irrsinnig und kontraproduktiv, und wird auch nicht ewig gut gehen.

Deine Empfehlung ist ein 5W40, Skoda sagt allerdings nichts unter 10W40.
Ist das explizit in der Bedienungsanleitung vorgegeben oder steht da nur VW 50200? Im Prinzip ist es egal, weil du ja keine Garanie mehr hast oder Kulanz erwarten kannst. Natürlich sollte man sich generell erstmal an die Herstellervorgaben halten, sofern diese einen technischen Grund besitzen(!), aber diese von dir genannte Vorgabe ist höchstwahrscheinlich wie auch die API SG Norm nur dem damaligen Stand der Technik geschuldet - da war 10W40 halt das höchste der Gefühle. Von daher würde ich an deiner Stelle Besseres benutzen.

Normalerweise gehe ich immer danach, so flüssig wie möglich ohne das was rausläuft. Also dann lieber das 5er oder der Herstellerangabe folgen?
Würde ganz klar eines der beiden von mir verlinkten 5W40er nehmen, da sie einfach haushoch überlegen sind, sowohl bzgl. Viskositätsverhalten als auch bzgl. Additivpaket. Ein Öl wird bei hohen Temperaturen dünn, und da hat ein 5W40 aufgrund des höheren Viskositätsindex mehr Reserven gegenüber einem 10W40 - im Heißbereich ist das 5W40 also dicker als das 10W40. Das 10W40 ist nur im Kalten dicker. Zusammengenommen hast du also mit dem 5W40 sowohl beim Kaltstart als auch im Heißbereich die bessere Wahl. Spätestens wenn du dir den "oelcheck"-Link in meinem Lektüre-Dokument über Viskositäts-Temperatur-Verhalten durchliest, sollte das nachvollziehbar sein, was ich meine.

Schöne Grüße
Casey
 
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Helixuwe

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Wenn bei meinen 1.3ern das Öl nach 30tkm langsam schwarz wird denke ich darüber nach es doch mal zu wechseln. Also so alle drei Jahre mal. Aber 5 W 40 tue ich dem 1.6 bestimmt nicht mehr an. Zumindest nicht im Sommer. Wer nach zügiger Autobahnfahrt an der Ausfahrt mit Standgas bei roter Ampel immer die Ölleuchte brennen sieht weiß das die Ölpumpe mit der dünnen Flüssigkeit nicht klar kommt. Die 1.3er fahre ich nur mit 15 W 40 aus dem Supermarkt für 12,99 der Fünfliterkanister. Das hat den Motoren bisher nie geschadet und da sie ja mit Keramik veredelt sind würde es auch nahezu ohne Öl gehen. Aber das Öl dient ja auch der Kühlung und daher muß es rein. Wer bei einem Ölwechsel beim 1.3 einfach einen 3 cm langen Streifen aus der Keramikpastentube gut mit dem Öl vermischt wird sich nach spätestens 3tkm wundern wie der Verbrauch um ca. 1 Liter die Hundert zurück geht. Im Winter allerdings ist nach 7t gefahrenen Kilometern eine spürbar geringere Heizleistung fest zu stellen. Im Standgas ist es dann nicht mehr Möglich das der Kühlerlüfter anläuft. Bei meinem LSe damals habe ich am Vergaser das Standgas so weit runter drehen können das er mit 300 U/Min rund lief. Allerdings brachte da die Lichtmaschine keine Leistung mehr und die Batterieleuchte ging an. Also durch die Keramikpaste mußte ich nach 3500 km das Standgas von 1200 Touren wieder auf 750 reduzieren und nach weiteren 3500 km noch einmal. Der Verbrauch beim Forman lag nie über 6,5 Liter, 750 km mit einer Tankfüllung war normal. Beim 1.6 Feli Combi ging die Anzeige vom Bordcomputer von Anfänglich 0,9 Liter die Stunde auf 0,5 zurück. Gemessen unter gleichen Bedingungen, Motor warm und kein Verbraucher zugeschaltet. Meine 1.3 Kw Radioanlage trieb den Verbrauch dann bei halber Leistung allerdings auf über 1,6 Liter die Stunde. Ich habe mal einen so veredelten Motor eines Helix zerlegt, Gehäuse war gebrochen, und einen Wassertropfen im Zylinder laufen lassen. Der fand keinen Halt und lief die Wand komplett herunter. Dieser Zylinder fährt heute noch in einem Roller und hat seit dem 40tkm gelaufen ohne spürbaren Ölverlust. Ja und dieser Motor hat nicht mal einen Ölfilter und daher sollte das Öl alle 3 tkm gewechselt werden. Aber bisher läuft er auch mit einem 9 tkm Intervall problemlos. Warum nur verschwand die Keramikpaste vor 15 Jahren vom deutschen Markt? Mittlerweile ist sie ja zum Glück wieder erhältlich. Was kann das Zeug noch? Das Getriebe leiser machen. Woran ist das zu erkennen? Wer beim rückwärts fahren sein Getriebe deutlich pfeifen hört und nach der Veredelung mit der Paste es nicht mehr Wahr nimmt kann sicher sein das die Reibung der Zahnräder deutlich geringer geworden ist. Und ein weiterer Nebeneffekt ist das es an der Schaltwelle nicht mehr Ölt.
Beim 1.3 kann man mit der Paste nichts Falsch machen. Nur beim 1.6 darf man nicht zu viel nehmen wegen der Ventile. Die beginnen dann zu klappern. Das Gleiche bei einem Motor mit Kupplung im Ölbad. Meine XJ 650 mochte das gar nicht. Aber Fehler macht man nur einmal.
Gruß Uwe
 

casey1234

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Aha, und wie viel Grad hat das Öl in diesem Anwendungsszenario in der Wanne, wo es durch die Ölpumpe angesaugt wird? 100-120 Grad? Oder mehr? Eigentlich egal, denn ein 5W40 mit dickem Grundöl und hohem VI ist bei solchen Temperaturen dicker als ein 10W40 oder 15W40. Nur weil ein 10W40 oder 15W40 auf noch dickerem Grundöl basiert, bedeutet das im Umkehrschluss nicht, dass es generell in allen Lebenslagen dicker ist. Dem ist nicht so, weil die Heißvisko diesselbe Klasse bzw. dasselbe Intervall abdeckt (SAE40) und darüberhinaus der VI entscheidet, der beim 5W40 höher ist. Deine Argumentationskette ist also nicht schlüssig und macht daher auch keinerlei Sinn. Bitte auch mal die Links in meinem Lektüre-Dokument durchklicken und bzgl. Viskositätsindex informieren. Das Problem, welches du hattest, war wohl deiner Ölwahl geschuldet, nicht aber der SAE-Klasse. Ein 15W40 Mineralöl hat heutzutage jedenfalls nichts mehr in einem 0815 Motor zu suchen, auch nicht in einem älteren aus einem der letzten Jahrzehnte.

Bzgl. Ölzusätze:
Wenn man keinerlei Probleme mit dem Motor hat, gilt es Ölzusätze generell wegzulassen. Ein gutes Öl ist in seiner Additivierung perfekt austariert und abgestimmt und bedarf keinerlei Zusätze, im Gegenteil, wird von Zusätzen meist negativ beeinflusst.

Schöne Grüße
Casey
 
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Helixuwe

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Gut, das ist die Meinung eins Theoretikers. Praktisch sieht es halt so aus wie beschrieben. Praktisch ist halt anders wie vom Hersteller seine Laborwerte. Ein Klassik Car benötigt eventuell sogar nur 20 W 50 oder gar nur ein Einbereichsöl. Da würde niemand ein dünnflüssigeres Öl nutzen. Ich habe es halt mal Probiert und bei dem Relikt aus den 70ern ala1.6 hat es mit 5W nicht geklappt. Allerdings war zu dem Zeitpunkt das Öl schon über 10000 km drin und dessen ursprünglichen Eigenschaften nicht mehr gegeben.
Das mit den Zusätzen ist halt nur eine Geldmacherei ohne praktischen Nutzen schreien die Theoretiker. Und wir glauben den Dipl. Ing und Co ja nur zu gern. Ich jedenfalls weiß was ich seit mehr wie 35 Jahren meinen Motoren gutes tun kann und wenn es dann noch Geld spart erst recht. Meine Öle sehen nach 30 tkm immer noch so hell aus wie am ersten Tag und der Verschleiß an einigen Motoren weit jenseits der 400000 war gleich Null. Ein 244 ccm Einzylinder eines CN250 Helix hat damit die 300000 km Marke problemlos gemeistert. Und alle 10 tkm einen viertel Liter Petroleum in den halb vollen Tank bewirkt eine super Reinigung des Kraftstoffsystems.
Meine Transporter für den Schulverkehr damals sind täglich 500 km gelaufen und nahezu nur im Stadtverkehr. Alle anderen hatten Probleme mit ihren Motoren bei dieser Fahrweise, also nie mal längere Zeit höhere Drehzahlen, was dann auch jedes mal zu Problemen bei der AU führte.
Alle behaupteten das geht nicht bis einer kam und hat es gemacht.
Gruß Uwe
 

casey1234

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Das ist nicht nur pure Theorie, sondern auch die praktische Erfahrung sowie praktisch belegt durch Messwerte. Die Theorie und die Werte kommen nicht von irgendwo her. Die kinematischen Viskositäten sind Messwerte, der VI wird über das Grundöl und Zusätze (VI-Verbesserer) eingestellt. Die Viskowerte zu den jeweiligen Temperaturen kann man daraus berechnen wie auch nachmessen (praktisch!). Wenn du abstreiten willst, dass das alles nur Theorie ist und in der Praxis keinerlei Auswirkung hat, ist jedwede weitere Diskussion hinfällig, weil irrsinnig. Was du da @Burns07 bzgl. "5W40 zu dünn für die Pumpe, 10W40 aber optimal." weismachen willst, ist theoretisch und praktisch jedenfalls kompletter Non-Sense, so leid es mir tut. Da ich mich nicht erst seit gestern mit der Materie beschäftige, kann ich dir versichern, dass oben Geschriebenes von mir richtig ist und deine Erfahrung einfach nur purer Zufall bzw. einer ungünstigen Ölwahl geschuldet war, nicht aber die SAE-Klasse an deiner Misere mit der Pumpe Schuld ist. Wenn du dir meine Lektüre mal zur Brust nehmen würdest, könntest du das Ganze anhand der Diagramme und Kurven nachvollziehen.

Was du als "Klassik Car benötigt..." bezeichnest, war damals einfach Stand der Technik, mehr nicht, daher auch diese ausgestorbenen Anforderungen an's Öl, egal ob bzgl. SAE-Klasse oder Normen. In den Ölforen tummeln sich genug Leute, die in ihren Young- und Oldtimern 5W40 oder sogar 0W40 fahren, wo eigentlich von 10W40 über 10W60 bis 20W50 alles Mögliche in der BA vorgeschrieben wäre. Und? Die Motoren sind blitzblank, schwitzen nicht und laufen wie eine 1. Nur weil es damals nichts Besseres gab, heißt das nicht, dass die Motoren nichts Besseres vertragen - das zeigt nicht nur die Theorie, sondern auch die praktische Erfahrung.

In einem Motor wie hier, wo altersbedingt laut BA noch ein 10W40 alter Norm vorgeschrieben wäre, kann jedenfalls problemlos ein 0W40 oder 5W40 nach aktuellen Standards verwendet werden, da diese sowohl bessere Additivpakete als auch mehr Viskositätsreserven im Heißbereich bieten als ein 10W40 und somit heiß dicker sind und den stabileren Schmierfilm bieten. Es kann auch gar nicht anders sein, weil das einfach die Konsequenz aus der Auslegung der SAE-Klasse ist.

Gruß Casey
 
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Michal

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mal diese und mal jene Schusterbude...
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Also ich selbst habe dazumal (Mitte der 90er) meinem Favorit 135 LS was "Gutes" tun wollen und teures 5W 40 eingefüllt.
Ergebnis war, dass der Motor frühs beim Kaltstart einige Sekunden furchtbar metallisch geklappert bzw. gerasselt hat.
Daraufhin habe ich wieder auf das völlig aureichende und billige 15W 40 umgestellt und diese Geräusche im weiteren Leben des Wagens (260 000km) NIE mehr gehört. Ein besserer "Hilferuf" ist wohl nicht möglich, finde ich.

Aktuell fahre ich mit meinem Favorit auch wieder 15W 40 von Meguin - ich glaube, 6,66 Euro für 5 Liter.
Und völlig problemlos.

Gruß Michal
 

casey1234

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Teuer muss nicht gut sein, ebenso muss günstig nicht schlecht sein. Daran kann man nichts fest machen, das nur als Randnotiz.

Zu deiner Erfahrung:
Ein 15W40 ist bereits bei 40 Grad Betriebstemperatur, also wenige Minuten/Kilometer nach dem Kaltstart dünner als ein 5W bei 30 Grad und sogar viel dünner als ein 5W bei 20 Grad. Dass das Geklapper hier von der 5W Klasse kommt, ist ausgeschlossen, aber das Stichwort lautet "Mitte der 90er" - das sagt schon alles! Damals steckte das Hydrocrack Verfahren noch in den Kinderschuhen und diese neumodischen Öle taugten noch nicht viel - da konnte man nur vollsynthetisch fahren, und das waren die allerwenigsten Öle. Die Entwicklung ist jedoch alles andere als stehen geblieben und die heutigen HC oder GTL Öle aus diesen SAE-Klassen bieten absolute top Eigenschaften. Wenn du jetzt gesagt hättest, dass du diese Erfahrung vor ein paar Monaten gemacht hast, hätte es mich sehr erstaunt, aber wenn du hier mit einem 5W40 vs. 15W40 Vergleich von vor 20 Jahren kommst, muss ich dir leider sagen, dass der nichts wert ist und diese Erfahrung für heutige Verhältnisse schon lange keinerlei Bedeutung mehr hat. Ob du den Motor unter heutigen Bedingungen (modernes Öl mit moderner Formulierung!) mit 200 oder 280 mm^2/s (bei 20 Grad) startest, spielt absolut keine Rolle. Füll von Meguin mal das High Condition ein und du wirst sehen, dass alles gut ist. :thumbup:

Gruß Casey
 
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Michal

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Das mag alles sein und Deine "das ist aber so und BASTA" - Erläuterungen mögen ihre Berechtigung haben.

Trotzdem würde ich in meinen guten alten 1.3er Favorit-Motor immer wieder billiges 15W40 oder maximal 10W40 - Öl einfüllen. Und das nicht nur aus Kostengründen - dieses Öl zu 1-3 Euro/Liter reicht für diese Motoren völlig aus!
Ich war mit dem Favorit in den vergangenen 8 Jahren 2x in der Ukraine, unzählige Male in Tschechien und der Slowakei, bin knapp 40 TKM damit gefahren. NIE ein Problem oder nennenswerter Ölverbrauch, bei Überlandfahrt unter 6 Liter Verbrauch! Ölwechsel alle 2-3 Jahre reicht völlig aus - die Motoren mussten zu "ihrer Zeit" mit ganz anderen Ölen fertigwerden - und konnten es!
Nenne mir bitte EINEN vernünftigen Grund, unnötig teures HydrocrackZauberHuperDuper-Öl einzufüllen in diesen anspruchslosen, millionenfach bewährten (Uralt)-Motor?

Warum soll man Öl einfüllen, bei dem 5 Liter 1/4 des Fahrzeugwerts entsprechen?

Gruß Michal
 
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Also ich wechsle aller zwei Jahre mal das Öl, da ich nachschütten muss ist es ohnehin immer neu :-). Natürlich nur das günstige von Kaufland, und das schon ganze acht Jahre. Das können wir als Felicia Fahrer am besten beurteilen, und ich fahre recht viel Kurzstrecke und ich schalte sicher nicht schon bei 2000 Touren.
 

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Jepp, 15 W 40 ist das Mittel der Wahl. So ein duennfluessiges Zeug fliesst nur hin, wo es keiner braucht. Ich hab ja auch noch ein Auto mit altem Motor (S 100) und der braucht richtiges Oel. Auch beim Feli ist nur 15/10W 40 angesagt.
 

casey1234

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[...]
Warum soll man Öl einfüllen, bei dem 5 Liter 1/4 des Fahrzeugwerts entsprechen?
Zu "völlig ausreichend" habe ich oben bereits Stellung genommen, diese Floskel ist nichts wert, nur weil man an veralteten Empfehlungen aus uralten BAs festhält. Ein "ausreichendes" Produkt wird nicht gesucht und wenn mein Post ein "ausreichendes" Produkt vorgesehen hätte, dann hätte ich gar keine Empfehlung abgegeben, sondern @Burns07 mit dem Magnatec in Ruhe gelassen.
Ein Viertel des Fahrzeugwerts? Du sprichst von bis zu 3 €/L und das Öl, welches ich vorschlage, kostet ebenfalls 3 €/L bzw. 4 €/L inkl. Versandkosten und ist deinem Vorschlag haushoch überlegen. Wo ist da die Relation? Das Preis-/Leistungsverhältnis ist hier zig-fach besser und die Kostenersparnis bei deinem Öl quasi nicht vorhanden. Hast du dir meine Links überhaupt mal angesehen? Ich schlage ja schließlich nicht vor, dass man das Hausöl vom Freundlichen für 30 €/L beziehen soll, im Gegenteil.

Nenne mir bitte EINEN vernünftigen Grund, unnötig teures HydrocrackZauberHuperDuper-Öl einzufüllen in diesen anspruchslosen, millionenfach bewährten (Uralt)-Motor?
Wie bereits erläutert ist mein Vorschlag nicht teurer als die Plörre, die du vorsiehst, somit fällt das Argument "teuer" schonmal weg.
Ansonsten die Gründe: bessere Kaltstarteigenschaften sowie Warmlaufverhalten, auch bei tiefen Temperaturen, besserers Viskositäts-Temperatur-Verhalten und somit mehr Reserven im Heißbereich, besseres Dispergiervermögen, besserer Verschleißschutz durch stabilerem Schmierfilm bei allen Betriebszuständen aufgrund höherwertigerer Grundöle, leistungsfähigerem Additivpaket und höherer Reserven im Heibereich bedingt durch den (mit Abstand) besseren VI, höhere Viskositätsreserven und daraus resultierend weniger Verschleiß bei Ausdünnung durch Kraftstoffeintrag aufgrund besserem Viskositäts-Temperatur-Verhalten, (mit Abstand) höhere Motorsauberkeit sowie Reinigungsleistung aufgrund leistungsfähigerem Additivpaket und Wegfall von Mineralöl als Basisöl, höhere Langzeitstabilität ("LongLife Charakter") aufgrund höherwertigerer Grundöle und leistungsfähigerem Additivpaket, und schlussendlich ein gewisses Einsparpotential beim Kraftstoffverbrauch aufgrund von "Leichtlaufcharakter", wobei Letzteres eher zu vernachlässigen ist und sich vermutlich im einstelligen Prozentbereich bewegt.

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Ihr bringt hier größtenteils veraltete Erfahrungen vor und argumentiert damit leider völlig an der heutigen Theorie und Praxis vorbei. Mag sein, dass eure Erfahrungen negativ waren, aber diese spielen bei heutigem Stand der Technik keinerlei Rolle mehr. In der Entwicklung der Motoröle hat sich in den letzten Jahren SEHR viel getan, insbesondere in der HC Sparte und der neueste Schrei sind GTL Öle, wobei diese bis dato nichts besser können als alle anderen, zumindest ist diesbezüglich noch nichts belegt. Aber eure Argumente mit veralteten Thesen und Erfahrungen zu untermauern, ist schlicht und ergreifend für heutige Verhältnisse nicht mehr aussagekräftig. Wenn ihr dem Ganzen eine Chance gebt, werdet ihr sehen, dass dem so ist. Der finanzielle Aspekt fällt ebenfalls weg, weil man absolute top Kandidaten zum gleichen Preis bekommt wie irgendeine billige Mineralölplörre. Und das Hauptargument "dieses und jenes ist für den Motor völlig ausreichend, nehm ich schon immer", welches hier stets vorgebracht wird, ist überhaupt nicht Gegenstand der Diskussion und somit auch kein Argument, denn darum geht es überhaupt nicht... Wer sich mit dem Thema Motoröl beschäftigt, sucht in der Regel nicht das minimal ausreichende, sondern das optimale Produkt für den jeweiligen Motor, und das ist in einem Motor, welcher vor zig Jahren 10W40 nach API SG in die BA geschrieben bekommen hat, weil es damals nichts anderes gab, heutzutage sicherlich kein 10W40 mehr, sondern ein 0W40 oder 5W40 nach aktuellen Standards, da diese dem ursprünglich empfohlenen in allen Belangen (siehe oben) deutlich überlegen sind und die ursprünglich vorgesehen Standards beinhalten und übertreffen.

Wir müssen auch nicht weiterdiskutieren, da es offensichtlich keinen Sinn macht. Ich habe den Vergleich mit der "Ich kipp in jeden Motor 15W40 Baumarktöl, weil ich das schon immer mache"-Fraktion ja schon genannt. Und hier ist offensichtlich - wie man an den letzten Posts unschwer erkennen kann - 0W-/5W-40 nur als (zu) dünnes Süppchen verrufen, obwohl dies völliger Quatsch ist und auch fachlich im Vergleich zur Lieblingswahl 10W-/15W-40 keinerlei Sinn macht, wie ich auch bereits mehrmals hervorgehoben habe. Selbstverständlich tummeln sich in diesem Unterforum viele Fahrer mit alten Motoren - das Problem dabei ist, dass deren bzw. eure Einstellung zum Öl genauso alt und überholt ist wie die BA, die ihr zum Fahrzeug bekommen habt. Das ist auch nicht böse gemeint, nur traurig für mich, dass man wegen solcher Fehleinschätzungen nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt.

Wir müssen auch hauptsächlich deshalb nicht mehr weiterdiskutieren, weil es in erster Linie um eine Empfehlung für @Burns07 ging, die ich bereits abgegeben habe. Von daher ist das Thema auch eigentlich für mich erledigt. Ihr könnt von mir aus gerne weiterhin euer Mineralöl fahren, mir ist das relativ schnuppe, wirklich, ABER eines bleibt gewiss: OPTIMAL ist diese Wahl ganz sicher NICHT. Diese Aussage war und ist mein Standpunkt und den Hintergrund dafür habe ich versucht zu erläutern, woran ich leider gescheitert bin. Um die Defizite zur Fachkenntnis diesbezüglich aufzuholen, habe ich mehrmals einige Denkanstöße in Richtung Lektüre gegeben. Da dies nicht wahrgenommen wird und nur wieder erneut mit dem "Ich fahr schon immer dieses und jenes und das reicht völlig aus"-Hammer draufgehauen wird, wird mir das schlussendlich auch einfach zu mühsam, so leid es mir tut. Von daher klinke ich mich mal aus.

Falls sich doch noch jemand weiter für das Thema interessiert und/oder ein passendes Öl für einen älteren Motor wie z.B. diesen hier sucht und eventuell unsicher bei der passenden Ölwahl ist, oder falls jemand einfach aus Interesse am Thema weiterdiskutieren möchte, wieso und weshalb dieses oder jenes die bessere oder schlechtere Wahl ist, auch gerne die User, die sich bereits eingeklingt haben, kann man das Ganze auch gerne via PN weiter erörtern und diskutieren, aber hier macht das spätestens an dieser Stelle keinen Sinn mehr für den Thread, weil wir zu sehr vom eigentlichen Thema abschweifen.

Von daher back to topic und vielleicht schreibt man sich ja noch via PN...

Bis dann, Gruß Casey
 
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Modestia01

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getriebeöl braucht man nicht ablassen wenn man die achsen aus den tripodeaufnamen zieht(muss man sowieso rausziehen um manschetten zu wechseln)
bei kompletten wellen mit dem trpode-gelenk muss man es natürlich
4x achsmanschette kosten von skf ca38 euro ,zb von meyle oder bolkgehts auch für die hälfte
stossdämpfer anschläge gibts für 10 euro,die staobkappen gehen eigentlich nie kaputt
die domlager (gummis)kostenzusammen 5 euro (meyle),die kugellager halten ebenfalls ewig
stossdampfer gasdruck von monroe gibts für 27 euro das stück
ölfilter zwischen 2,75 und 5 euro
öl ist ansichtssache
nur mal so als vergleich wenn mans selber macht/machen kann
 

Burns07

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Puh, einen Tag keine Zeit gehabt und so viel Input.
Ich mache das mal ohne Zitate:
casey, wo hattest Du mir zwei Öle empfohlen? Glaub ich bin blind. Die ACEA A3/B4 Spezi. hat es ja nur eben keine 502 Freigabe. Was jetzt Mercedes oder sonst wer von dem Öl hält, ist mir eig. ziemlich egal, wenn selbst Skoda meine Fahrgestellnummer nicht kennst. Klar mag eine Wertung guter Autobauer nicht verkehrt sein nur ob mir das für meinen noch originalen Skodamotor was bringt ist fraglich.
War mir irgendwie klar, dass wegen dem Öl eine Grundsatzdiskussion startet :D
Naja es ist nunmal so das man von einem 20 Jahre alten Motor redet, jeder der hier im Forum schon einiges gelesen hat, weiss das der Verschleiß des Motors das kleinste Problem des Felis ist. Natürlich wird das Öl immer besser, aber auch der Anspruch der Motoren. Das damit ein riesen Markt betrieben wird, sollte jedem klar sein. Bei dem mischt ein Feli Fahrer aber bewusst nicht mit ( ich zumindest nicht). Wenn ich hier im Forum von Kilometerständen jenseits der 400tKm lese und das bei einem Benziner, konnte deren Ölwahl nicht die falsche gewesen sein.
Die 400t schafft meiner sowieso nicht mehr, weil irgend eine blau/grün getupfte Plakette dem dann auch das fahren verbietet.
Mein wunderschöner G3 Tdi Variant mit 4,5l Verbrauch und wahnsinns 1200km Reichweite hatte ja leider auch nur gelb und ist deswegen "umweltschädlicher" als das neuproduzieren eines dicken Neuwagens der aber ein vielfaches säuft.

Also bin etwas verwundert das wohl die meisten mit 15W40 fahren, war ziemlich begeistert das diesen Winter selbst bei -18 Grad, dem Motor beim Kaltstart nix anzumerken war. Dann scheint meine Entscheidung auf 10W40 umzusteigen ja richtig zu sein.

Modestia, würdest du mir deine Bezugsquelle offenbaren? Du nennst Preise die nochmal unter meinen sind. Ich zahle jetzt für die Reflex etwas um die 90 Euro, da bist Du deutlich drunter. Hatte jetzt vor die Wellen komplett zu tauschen, weil ich einmal eh das G-Öl wechseln wollte ( Schaltung ist etwas unfreundlich wenn er kalt ist) und ich die Gefahr sehe sonst bald wegen den Inneren Manschetten und Rost an den Wellen wieder dran zu müssen.
Ja mit dem selber machen ist eben die Sache, habe gerade leider wenig Zeit dafür und bin beim letzten Stoßdämpferwechsel fast wahnsinnig geworden weil die Spurstange so fest war das nur noch die Flex helfen konnte.

lg
 

casey1234

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casey, wo hattest Du mir zwei Öle empfohlen? Glaub ich bin blind.
Sind oben in meinem ersten Beitrag verlinkt, auf der Skodacommunity Website erkennbar am unterstrichenen Text, in der Tapatalk App erkennbar an der fetten blauen Schrift. Egal. Hier nochmal die "nackten" Links:

Favorit:
http://www.ebay.de/itm/5-Liter-Addi...er-viele-VW-Audi-MB-Renault-1x5-/282372744005

Alternative:
http://www.motoroel100.de/epages/62593035.mobile/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62593035/Products/"Motoröl Total 5W-40 1X5L"

Die ACEA A3/B4 Spezi. hat es ja nur eben keine 502 Freigabe. Was jetzt Mercedes oder sonst wer von dem Öl hält, ist mir eig. ziemlich egal, wenn selbst Skoda meine Fahrgestellnummer nicht kennst. Klar mag eine Wertung guter Autobauer nicht verkehrt sein nur ob mir das für meinen noch originalen Skodamotor was bringt ist fraglich.
Die MB Norm ist halt viel umfangreicher und das Öl muss viel strengere Belastungstests bestehen, was dadurch eine viel höhere Qualität garantiert, daher wird diese immer als Referenz genannt. Die ACEA A3/B4 und VW 50200 sind halt relativ schwach und bekommt daher jede Plörre recht simpel.

Hier kannst du die groben (!) Anforderungsprofile einsehen und vergleichen:
https://online.lubrizol.com/relperftool/pc.html

Also bin etwas verwundert das wohl die meisten mit 15W40 fahren, war ziemlich begeistert das diesen Winter selbst bei -18 Grad, dem Motor beim Kaltstart nix anzumerken war. Dann scheint meine Entscheidung auf 10W40 umzusteigen ja richtig zu sein.
Oder noch besser eines der oben genannten 5W40er, Vorteile wurden ja genug genannt. ;)

Gruß Casey
 
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Burns07

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Vielen Dank fürs nochmal verlinken, ich war echt blind...
Nun ja es ist echt die Sache. Wie auch Uwe geschildert hat, manche Komponenten wie Ölpumpe etc können da auch nicht mitspielen. Wie ich schon sagte, verfolge den Ansatz so dünn wie möglich ohne das er ausblutet. Zum Glück habe ich da bisher keine Probleme mit. Werde dann mal schauen ob ich doch noch eine weile auf 5W40 bleibe.
 
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casey1234

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Nun ja es ist echt die Sache. Wie auch Uwe geschildert hat, manche Komponenten wie Ölpumpe etc können da auch nicht mitspielen.
Die Öle, die ich dir empfohlen habe, sind bei dem von Uwe beschriebenen Anwendungsszenario (heißer Zustand) dicker als jedes gängige 10W40 und somit von Vorteil!
Nochmal ganz deutlich: ein 5W40 ist NICHT in jeder Lebenslage generell immer dünner als ein 10W40, wie es hier immer wieder von verschiedenen Seiten fälschlicherweise suggeriert wird, sondern nur im kalten Zustand bis zu einer gewissen Grenze. Wenn man deinen Vorschlag des Castrol Magnatec 10W40 mit meiner Empfehlung des Addinol Super Light 0540 vergleicht, liegt dieser Punkt bei 93 Grad - unter 93 Grad ist das 5W40 dünner als das 10W40 und über 93 Grad ist das 5W40 dicker als das 10W40. Was Uwe da bzgl. "Ölpumpe kommt [im heißen Zustand] mit der dünnen Flüssigkeit [5W40] nicht klar" geschrieben hat, war also Käse und der Ausnahmefall und/oder einer ungünstigen Ölwahl geschuldet, nicht aber der SAE-Klasse! Die Begründung habe ich nun hoffentlich mehr als ausführlich erläutert.
Auf der anderen Seite ist ein 5W40 beim Kaltstart aber auch nicht zu dünn, wie an anderer Stelle fälschlicherweise suggeriert wird, da wie bereits weiter oben erläutert ein 10W40 oder auch ein 15W40 bereits nach wenigen Minuten um ein Vielfaches dünner ist als ein 5W40 im kalten Zustand - insofern war auch das, was bzgl. "Geklacker beim Kaltstart mit 5W40" gepostet wurde, nicht der SAE-Klasse geschuldet.
In beiden Fällen werden falsche Schlüsse gezogen und die SAE-Klasse zu unrecht als der Schuldige abgestempelt. Ich hoffe, das war jetzt nachvollziehbar genug. Wenn nicht, lasse ich dir gerne noch die zugehörigen Diagramme und Kurven der verschiedenen Viskositäts-Temperatur-Verläufe zukommen.

Wie ich schon sagte, verfolge den Ansatz so dünn wie möglich ohne das er ausblutet.
Das ist auch gut so und ein 5W40 nach aktuellen Standards ist dafür auch optimal. Vollsynthetische Öle auf PAO Basis gilt es zu meiden, da diese Dichtungen älterer Motoren schrumpfen lassen können und der Motor dann zu schwitzen beginnt. HC Öle sind gegenüber Dichtungen neutral und daher unproblematisch. Meine beiden Empfehlungen oben für dich sind daher bewusst auf HC Basis gewählt.

Werde dann mal schauen ob ich doch noch eine weile auf 5W40 bleibe.
Dazu würde ich dir auf jeden Fall raten und mit einem der beiden oben genannten triffst du eine noch bessere Wahl als mit dem M1 3000 und eine viel bessere als mit dem Castrol Magnatec.
Das von mir empfohlene Addinol basiert übrigens auf relativ dickem Grundöl am oberen Ende der 5W Skala und liegt daher näher an einem 10W als an einem 0W. Also ein dickes 5W40 mit umfangreichem Additivpaket, welches die strengsten Normen erfüllt - quasi die perfekte Wahl für dich.

Gruß Casey
 
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Helixuwe

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Also die 1.3er können so einiges ab. Sogar ohne Kühlwasser fahren wenn sie mit Keramik behandelt sind. Mein Junge ist vor drei Jahren mal 50 km über die Autobahn weiter gefahren obwohl ihm ein Wasserschlauch geplatzt ist. Vor 25 Jahren habe ich wirklich mal falsches Öl genommen was aber dem Motor nicht geschadet hat sondern nur dem Turbo. Der Saab 900 Turbo war zur damaligen Zeit schon was Besonderes. Ich hatte noch Öl von meinem Saab 99 und dieses obwohl der gleiche Motor ist dem Turbo nicht gut bekommen. Die heute hochgezüchteten Feinstaubagregate brauchen diese hochwertigen Öle und sind zusammen mit diesen entwickelt worden. Aber das gilt halt nur für die Mechanik in den Motoren. Also Ölpumpe und Öldrücke an den verschiedenen Schmierpunkten. Das Metall ist immer noch so Rauh wie immer. Heute braucht zwar niemand mehr seinen Motor langsam einfahren und nach 1000 km den ersten Ölwechsel vornehmen aber das auch nur weil dieses im Werk bereits gemacht wurde. Ein neuer Motor hat dort schon diese Einlaufphase hinter sich. Ich habe das in London letztes Jahr gesehen wie ich bei Ford im Motoren Werk gearbeitet habe. Da werden die Motoren kalt getestet. Solch ein Motor hat dann schon so einiges "geleistet". Viele überleben das erst gar nicht. Eine kleine Unregelmäßigkeit im Zylinder und schon reißt es tiefe Riefen. Aber die heutigen Motoren brauchen auch keine 400000 km mehr schaffen da die Fahrzeuge kaum älter wie 10 Jahre werden. Die Elektronik versagt nach dieser Zeit und wenn es nur das Flachbandkabel des Navis ist. Ist nicht mehr lieferbar und schon ist das Auto unbrauchbar. Und zum Schluß sei gesagt diese Keramikpaste welche ich seit über 30 Jahren verwende wurde in den 80er Jahren als Slik 50 verkauft. Erst nur mit Mineral Öl und später auch mit Syntetischem Öl. Wie es gewirkt hat habe ich ja schon beschrieben und das sind praktische Werte. Mein Vectrix hat ein Planetengetriebe gerade Verzahnt. Ein Elektroroller der Lauter ist wie ein simpler Verbrenner geht gar nicht. Aber egal welches Öl man auch genommen hat das Getriebe machte einen Höllen Lärm. Ich habe mittlerweile fünf von diesen Rollern und mein erster mit Keramik behandelt ist heute um einiges Leiser geworden. Bei diesen Getrieben braucht es nur viel länger als 3-7 tkm da dort nur der Druck und nicht auch noch die Wärme dafür sorgt das sich sich die Riefen im Metall mit Keramik füllen. Keramik ist so glatt das es zu keiner nennenswerten Reibung mehr kommt. Also auch keiner Wärmeentwicklung durch Reibung. So glatt das es nicht ml einer Schmierung bedarf. So glatt das sich Verbrennungsrückstände nirgends so mehr halten können So Glatt das nichts mehr von der Verbrennung in das Öl gelangen kann. So Glatt das die Zahnräder vom Getriebe wirklich geräuschlos ineinander greifen. So glatt das der Motor um sich selbst am laufen zu halten nur noch knapp die Hälfte an Benzin benötigt. Aber deswegen gibt es ja auch den Keramikmotor an sich nicht, der käme komplett ohne Öl aus.
Gruß Uwe
 
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