Anfahrschwäche 1.6 TDI

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andi62

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Folgende Frage an die Fahrer eines 1.6 TDI - modellübergreifend:

Insbesondere im Octavia-Forum ist immer wieder von einer eklatanten Anfahrschwäche des 1.6 TDI-Motors zu lesen.
Auch in Testberichten wurde das bei verschiedenen Fahrzeugen berichtet. Die "Auto-Zeitung" schrieb nun letztlich in einem Bericht über den Touran, das Problem sei behoben.

Wie sind hier die Erfahrungen - besonders im Octavia und vor allem im Fabia (ich nehme an, im Superb ist dieser Motor bisher kaum zu finden).

Über kurze Erfahrungsberichte - und die Angabe des Modells - würde ich mich freuen.
 
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gilga

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Skoda Fabia Combi 1.4 101PS Style Edition BJ 2006 auf LPG (Prins VSI + Valve Care), VW Touran 2.0 TDI 140PS Bluemotion BJ 2015
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Folgende Infos kann ich dazu geben:

- Zunächst einmal wird von einigen Leuten immer wieder bezweifelt das es dieses Problem wirklich gibt. Die häufigsten Argumente sind: "Gewöhnt Euch erstmal an die lange Übersetzung (ist nun mal anders/länger als vorher üblich) der Gänge." und "Unterschied der Charakteristik der Leistungsentfaltung PD/CR Diesel; die zusätzlich zu evtl. vorhanden objektiven Unterschieden den subjektiven Eindruck noch weiter verstärkt".
- Es wird in verschieden Foren berichtet, dass das "Problem" mit einem Softwareupdate neueren Datums behoben/weniger stark spürbar sei.
- Im Touran ist ein 6-Gang Getriebe verbaut. Da das Problem nach Meinung einiger Leute (auf deren Meinung ich persönlich dank der ausführlicheren, technisch detailliertern und nachvollziehbaren Erläuertungen mehr gebe) wohl eher eins der Übersetzung der Gänge als des Motors ist, könnte dies der Grund für die "Behebung" des Problems im Touran sein. Die Gänge sind enger gestuft, und evtl. auch gänzlich anders übersetzt als in anderen Wagen (Touran ist schwerer; keine Ahnung aber evtl. übersetzt man hier die ersten Gänge bei schwereren Autos immer kürzer).

Ich persönlich bin den 1.6 TDI bisher leider nur mit DSG gefahren. Dort gibt es definitiv keine Probleme. Einen für mich spürbaren Unterschied zum 1.4 TSI konnte ich im Rahmen zweier direkt aufeinanderfolgenden Probefahrten (evtl. auch interessant ein paar Fakten ) nicht feststellen.

Zum 101PS 1.4er Saugbenziner im Fabia 1 gab es ähnliche Horrorgeschichten: "Bei eingeschalteter Klima kommt ich nicht aus der Tiefgarage unter meinem Haus.". Da ich den Motor selber fahre kann ich sagen das hier tatsächlich eine Anfahrschwäche bei einer auf voller Pulle laufenden Klimaanlage (40+ im Auto; klima auf unter 20 gestellt) attestiert werden kann. Das ist jedoch nur für erfahrene Fahrer genau diesen Motors bemerkbar. Meine Freundin merkt den Unterschied bis heute nicht...Vor Probleme stellt einen das im Alltag jedoch nicht. Und man kommt auch aus jeder Tiefgarage raus etc.

Letztendlich können/sollten die Meinungen anderer Foristen nur in einer Liste münden, die man bei einer Probefahrt selber abcheckt (ist das wirklich für mich spürbar/relevant? wie viel besser sind Alternativen? kann/will ich damit leben?). Ich würde sagen: Selber ausführlich Probefahren und eigene Meinung bilden und danach natürlich auch selber wieder möglichst hier berichten.
 

andi62

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Ich gebe Dir völlig recht mit der Einschätzung, dass die Äußerungen, die man zu einem Thema - egal welchem - erhält, so subjektiv sind, dass sie allenfalls einen Anhaltspunkt bieten.

Von daher muss man a) die Antworten nach dem Grad der Differenziertheit bewerten und b) sich natürlich selbst einen Eindruck verschaffen.

Dass die Getriebeübersetzung eine Rolle spielt, ist völlig klar. Ganz offenkundig - so klang der Testbericht - hat es aber eine Änderung gegeben, denn man bezog das wohl auf gleichartige Fahrzeuge.
 

Anemsis

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Naja, ich denke, dass man sich an eine sogenannte Anfahrschwäche gewöhnen kann. Ich habe unseren 125kW RS auch schon mehrfach abgewürgt bekommen. Anscheinend hat dieser auch eine Anfahrschwäche. ;)
 

tschack

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Octavia Combi TDI, Yeti TDI
Ich zitiere mich mal kurz selbst (kommt aber "nur" von einer 1.6er Probefahrt):
Mein Eindruck vom 1.6TDI CR im Vergleich zu meinem 1.9TDI PD:
++ deutlich leiser
+ in einigen Bereichen sparsamer (schon mal allein im Standgas: 0,3l/h zu 0,5l/h)
- man hat ständig das Gefühl, als würde man künstlich zurückgehalten werden
- das Turbopfeifen ist zum komischen Säuseln degradiert worden
-- untenrum fehlt deutlich die Spritzigkeit, der 1.9er dreht eindeutig besser von niedrigen Drehzahlen hoch
 

wiesenthaler

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Wie ich schon ein paar Mal gepostet habe, wird von der Motorsteuerung die Leerlaufdrehzahl im Stand von knapp 1000 auf ca. 750/min reduziert, um Kraftstoff zu sparen. Wer damit losfahren will, der würgt natürlich den Motor ab. Ich lasse die Kupplung so bei 1.300 - 1.500 Touren kommen, da gibt es dann definitiv keine Anfahrschwäche mehr. Wenn man die Gänge 2 und 3 ausdreht, zieht der Motor los wie ein Ochse. Gerade im 3. kann man am Ortsausgang von 50 auf 100 wunderbar beschleunigen. Man muss sich mit der Fahrweise ein Wenig auf den 1.6 CR TDI einstellen, da die Charakteristik im Vergleich zu den 1.9 PD TDI eine völlig andere ist.

Alleine schon, wenn man sich die Leistungskurve anschaut
leistungskurvecayc.jpg


Der PD TDI erreicht sein Drehmomentmaximum erst bei ca. 1.900/min und danach fällt es bereits wieder ab. Der Commonrail Diesel hat von 1.500 bis 2.500 Touren sein maximales Drehmoment anliegen, so dass man mit den lang übersetzten Gängen knapp über Standgas sparsam dahinrollen kann. Wer aber aus 1.200/min einen prompten Antritt erwartet, der wartet vergeblich. Das ist vermutlich das, was tschack mit fehlender Spritzigkeit untenrum meint.

Für mich ist es ein völlig neues Gefühl, derart untertourig unterwegs zu sein. Beim A3 habe ich spätestens bei 1.300/min runtergeschaltet, jetzt kann ich locker bis 1.100/min runter. Bei Überholmanövern oder ähnlichen Zwischenspurts schalte ich dann runter, manchmal sogar gleich zwei Gänge, dann ist auch genügend Spritzigkeit da. Wenn man bedenkt, dass der 77 kW - Motor erst bei 4.400/min sein Leistungsmaximum erreicht, dann kann man die Gänge auch locker bis 4.000 ausdrehen. Letzens hab ich den 4. Gang auf der Autobahn bis 160 km/h gezogen, das geht problemlos, wenn man es denn mal braucht. Vmax bisher waren knapp 200 km/h laut Tacho (natürlich im 5. Gang). Alles in allem kann ich mich über den Motor nicht beschweren.
 

Robert78

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Octavia 3 Combi Joy 1,6 TDI + Seat Ibiza V FR 1,0 TSI 85kW
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Jede Motor / Getriebekombination lässt sich etwas anders fahren und man muss sich ein wenig dran gewöhnen.

Durch die Übersetzung und das angesprochene niedrige Standgas muss man halt beim Losfahren auch etwas Gas geben - was doch auch normal ist.
Auch lässt sich der 1,6er CR im Bereich der sehr niedrigen Geschwindigkeiten nicht ganz so Schaltfaul fahren wie manch andere Diesel. Aber na und, dann schaltet man halt einfach ein mal mehr....

Nach 2-3 Tagen mit dem Wagen und normalem Gefühl für die Pedale sollte man aber keinerlei Probleme haben.
Sowohl meine Frau als auch ich wechseln des öfteren das Auto und es gibt kein Grund zum meckern.

Würde ihn jederzeit wieder kaufen und wegen dem günstigeren Unterhalt dem 2.0er Diesel vorziehen da es ein sehr ausreichender Motor für den O2 Combi ist. Auch beim öfteren Hängerbetrieb (auch schon mit bis zu 1,5 Tonnen dran hat er mich nicht entäuscht)
 

digidoctor

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Billige Dieselfahrzeuge haben ihre wohldokumentierten Nachteile. In Blendung des Literpreises wird dann viel verdrängt. Und jedes Mal das Gejammere anschließend. :sleeping:
 

andi62

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Die Bemerkung geht aber gerade an der Sache vorbei. Es geht hier doch gar nicht um Gejammere, sondern erst einmal um eine sachliche Bestandsaufnahme.
Und zudem weniger um "billige" Dieselfahrzeuge als darum, ob dieser - übrigens bekanntermaßen auch im Superb verbaute - Motor immer noch die anfangs angeführte Anfahrschwäche hat.
 

HerrÜbbel

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Da muss ich andi62 absolut Recht geben ! Ein kritisches Hinterfragen hat nichts mit "Gejammer" zu tun.

Die Anfahrschwäche hatte auch ich bei Probefahrten im letzten Frühjahr bemerkt. Konnte mich deswegen diesmal nicht zum TDI durchringen.
Aber egal, ob "billiger" oder "teurer" Dieselmotor, er muss halt richtig abgestimmt werden. Mein guter alter Golf 3 mit SDI-Motor hatte auch keinen "teuren" Dieselmotor im Vergleich zum TDI. Anfahrschwäche war beim billigeren SDI völlig unbekannt. Man hätte ihn direkt gegen die Wand anfahren können, ohne ihn abzuwürgen. :thumbup:
 
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maulaf

Guest
Also ich kann mich nicht beschweren bzgl. Anfahrschwäche.
Ist alles nur eine Frage des Gefühls im rechten Fuß... leicht Gasgeben und los geht's.

Nach einer kurzen Eingewöhnung sollte es eigentlich bei jedem gut klappen.

Euro5 scheint die modernen Diesel weiter zu kastrieren, was die "Spritzigkeit" angeht. Die gleichen Diskussionen gab es schon zu Euro3/4 Zeiten...

Gruß
maulaf
 

HerrÜbbel

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Dann müssen sich die Ingenieure von VW und den anderen Deutschen Marken halt eben mehr ins Zeug setzen. 25 Jahre Tranfunzelschlaf und Starre in puncto Motorenweiterentwicklung müssten eigentlich für die Ausruhphase zur Rekreation der Innovationsfreudigkeit ausgereicht haben. 8)
 
Thema:

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