Alt oder neu, billig oder teuer - alles eine Frage der Philosophie!

Dieses Thema im Forum "sonstige Autothemen" wurde erstellt von Aquatta, 03.12.2010.

  1. #1 Aquatta, 03.12.2010
    Aquatta

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    Ich weiß nicht, ob ein Thread in dieser Form bereits existiert, darum würde ich bitten, es zu entschuldigen, wenn dies denn wirklich der Fall sein sollte.
    Nachdem ich gerade im Thread über Dacia in diesem Subforum gelesen habe, ist mir eingefallen, dass es mich mal interessieren würde, welche Philosophie andere Autofahrer beim Autokauf vertreten. Gerade in einer Zeit, in der die Wirtschaftskrise allen noch gut im Gedächtnis sein sollte, in der sinnvolle/sinnfreie Megaprojekte vom Staat initiiert werden (Stuttgart 21 bspw), in der wir die größte Neuverschuldung in der Geschichte der BRD gemacht haben, in der die Priorität des Klimaschutzes noch weiter ansteigt und in der wir uns auch wieder in einem Konjunkturaufschwung befinden, finde ich, hat diese Frage doch ihre Berechtigung.
    Mich würde zumindest einfach mal interessieren, mit welcher Philosophie ihr den Kauf eines 'neuen' Autos bewältigt. Langsam im Verkehr dahingleiten oder möglichst viel PS unter der Haube? Es gibt ja Leute, die kaufen sich aus vollkommener Überzeugung nur ein Fahrzeug aus einem oberpreisigen Segment, mit dem sie jungfräulich vom Hof des Herstellers/Werks rollen und andere, die ein altes, billiges Auto kaufen, in welches sie nur die notwendigsten Reparaturen stecken und diese dann auch noch möglichst günstig. Dies sind natürlich zwei vollkommene Gegensätze und das Beispiel soll nur zeigen, wie das Kaufverhalten bei Autos divergieren kann.
    Nun würde ich gern wissen, wie ihr darüber denkt! Ich weiß übrigens auch, dass sich das stark nach den persönlichen Bedürfnissen eines Menschen und seiner Lebens- und Arbeitssituation richtet, aber gerade das sollte man hier ruhig einfließen lassen.

    Ich würde über mich eher sagen, dass ich ein preisbewusster Käufer bin. In erster Linie schaue ich immer auf den Preis und kalkuliere, was sich in welcher Form für mich lohnt. Ich würde mir wohl nie einen Neuwagen zulegen, auch nicht nach dem Studium, wenn die chronischen Geldnot letztlich und endgültig überwunden sein sollte. Ein Wertverlust von bis zu 50% nach 2 Jahren ist für mcih die reinste Geldverbrennung. Dann könnte ich mir das Geld von meinem Konto auch gleich in Scheinen bei der Bank auszahlen lassen und den Ofen bei uns im Wohnzimmer jetzt im Winter damit beheizen...
    Sicherlich ist das jetzt doch recht arg hyperbolisch, aber wie gesagt, für mich ist das ein absolutes No-go, da ich für ein solches Unterfangen einfach viel zu pragmatisch denke.
    Für mich käme also lediglich ein Gebrauchtwagen in Frage und dann, auch durch die momentane Situation bedingt, ein möglichst günstiger.
    Ein Auto sehe ich auf keinen Fall als Statussymbol an, weshalb es mir selbst egal wäre, ob vorn jetzt ein Stern oder das Fiat-Symbol prangert, hauptsache es ist solide verabreitet und komfortabel. Wenn's im Innenraum ein bisschen ruckelt oder raschelt, stört mich das wahrlich nicht, dann dreh ich halt das Radio ein bisschen höher. Allerdings lege ich doch einen gewissen Wert auf Grundkomfort. Eine ZV mit FFB, eFh vorn und eine Klimaanlage sollten schon vorhanden sein, ganz spartanisch will ich dann doch nicht durch die Welt gurken.
    Was die Motorisierung betrifft bin ich auch recht bescheiden. Mir genügt es, wenn ich im Verkehr mitschwimmen kann und dafür reicht es dann ab 75PS aufwärts doch hin, drunter sollte es eigentlich nicht sein.
    Ein richtig altes Auto käme für mich allerdings ebenfalls gar nicht in Frage, da dann wohl des öfteren Werkstattbesuche von Nöten sein werden und diese versuche ich immer so gut es geht zu vermeiden, da ich Autowerkstätten irgendwie überhaupt nicht mag. Man kann zwar auch vieles selbst reparieren, aber doch nicht alles. Wenn ich die Werkstätten für die Inspektion und den TÜV ertragen muss, genügt mir das vollkommen.
    Ich würde also zusammenfassend über mich sagen, dass ich ein preisbewusster Käufer bin, der in einem Auto in erster Linie den Nutzwert sieht und abwägt, ob er bestimmte Sonderaustattungen wirklich benötigt. Ein Kleinwagen käme für mich aufgrund eines gewissen Komfort- und Platzanspruches nicht in Frage, genauso wie ein Neuwagen durch den stattlichen Wertverlust. Ich würde eher zu einem Kompakt- oder Mittelklassewagen greifen, der zwar schon einige Jahre auf dem Buckel hat, aber noch gut gepeflegt ist und wenig Kilometer auf der Uhr hat.
     
  2. AdMan

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