80% der Radar-Bussgeldbescheide mangelhaft ausgewertet, 10% sogar falsch...

Diskutiere 80% der Radar-Bussgeldbescheide mangelhaft ausgewertet, 10% sogar falsch... im sonstige Autothemen Forum im Bereich Skoda Forum; Hey ihr lieben Communityer hab nun endlich einen Beitrag gefunden wo ein Artikel dahinter steht da ich das heute nur in den...
Sillek

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Hey ihr lieben Communityer

hab nun endlich einen Beitrag gefunden wo ein Artikel dahinter steht da ich das heute nur in den Boulevardzeitschriften gelesen habe...

Hier der Beitrag
Was haltet ihr davon, habe auch gerade diesen Beitrag live im Fernsehen gesehen.. bei Plus Minus ohh ich schau mal Öffentliche... :duspinnst:

Grüsse Sillek
 
SkodFather

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gestern abend zappe ich so durchs programm und bleibe bei plusminus hängen! war übrigens eine sehr aufschlussreiche sendung (auch zum thema lkw-maut und wieso es wieder eine fehlinvestition hoch 3 wird...).
aber die bombe war der beitrag zum thema radarfallen und bussgeldbescheide!
80 von 100 bussgeldbescheiden beruhen auf mangelhafter auswertung oder schlechter wartung/einrichtung der gerätschaften!
und dieses ergebnis sei repräsentativ!

aber lest einfach mal selbst:

Radarfallen
Falsche Messergebnisse führen häufig zu überhöhten Bußgeldern oder Führerscheinentzug.

Autor: Michael Lang


Die Hamburger Lagerarbeiterin Marianne Müller hat den zivilen Polizeiwagen hinter sich nicht bemerkt. Erst als er sie überholte und sie mit einer Polizeikelle herausgewinkt wurde, war ihr klar: „Das war eine Geschwindigkeitskontrolle.“
Der Bußgeldbescheid lautete für Tempo 119 in einer 80-Zone 150 Euro, 4 Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Für Marianne Müller eine Katastrophe. „Mein Urlaub hätte dafür nicht gereicht.“ Marianne Müller sah ihren Job gefährdet und ging deshalb zu ihrer Anwältin.
Über die Hamburger Verkehrsrechtsanwältin Katrin Meyer-Lökes erhielt sie zum ersten Mal Einsicht in die Beweisakten. Und auch das Video sah sie zum ersten Mal. Katrin Meyer-Lökes: „Betroffene können nur über einen Anwalt Einsicht in die Untersuchungsakten bekommen.“ Gut, dass Frau Müller das gemacht hat, denn so konnte ein Sachverständiger nachweisen, dass ein Messfehler vorlag. Kartin Meyer-Lökes: „Dadurch konnten wir die Geldbuße halbieren, das Fahrverbot ist weggefallen und in Flensburg wurden statt vier Punkte nur drei eingetragen.“
Kein Einzelfall, betont die Anwältin. Und das ist auch nach der Anzahl der Geschwindigkeitsmessgeräte in Deutschland kein Wunder. Genaue Statistiken gibt es nicht, aber die Website www.radarfalle.de schätzt, dass allein an Deutschlands Straßenrändern rund 2.500 Starenkästen gut versteckt auf zu schnelle Autofahrer warten. Die meisten Autofahrer zahlen das Bußgeld ohne zu zögern.

Falsche Bußgeldbescheide
Viele Bußgeldbescheide basieren auf mangelhaften Geschwindigkeitsmessungen bzw. Auswertungen meint Olaf Neidel von der saarländischen Gesellschaft für Unfall- und Schadenforschung. Er hat über 1.100 Bußgeldbescheide überprüft und kommt zu einem vernichtenden Urteil: „Zehn von 100 Fällen sind korrekt, zehn von 100 sind als nicht korrekt anzusehen und in 80 von 100 Fällen ist das Beweismaterial mangelhaft ausgewertet. - Dieses Ergebnis ist repräsentativ.“ Die Mängel haben zwei Ursachen: Entweder funktionieren die Anlagen nicht richtig oder sie werden falsch ausgewertet.

Bereits 2001 hat der ADAC in einem Radarmessgeräte-Test bewiesen, dass durch häufig auftretende Bedienungsfehler schnell falsche Werte ermittelt werden. Die Liste der Fehlerquellen bei nahezu allen Geräten scheint endlos, eine Auswahl:

- Eichung abgelaufen
- Testmessung versäumt
- Reflexionen
- Falscher Messwinkel
- Messung in Kurven
- Doppelmessung
- Weitere Fahrzeuge im Messbereich
- Radarempfindlichkeit falsch eingestellt

Und auch bei den Starenkästen, der mit im Asphalt eingebauten Sensoren funktioniert, kann es in u.a. diesen Fällen zu Messungenauigkeiten kommen:

- Druckwellen bei LKW
- Verschmutzte Fahrbahn
- Nasse Fahrbahn
- Wärme, die den Asphalt aufweicht (Verschiebung der Sensoren)

Die Videoüberwachung im nachfahrenden Polizeiauto funktioniert in diesen Fällen nicht richtig:

- Tacho ungenau
- Neue Reifen (Wagen wurde aber mit den alten geeicht)
- Falsche Messbezugspunkte
- Kein gleichmäßiger Verfolgungsabstand
- Auswertefehler am Bildschirm
- Zu kurze Messstrecke

Mögliche Abtastfehler bei Lichtschrankengeräten und fehlerhaft eingestellte Zieloptiken bei so genannten Laserpistolen komplettieren diese Liste.

Petra Gorisch von der ADAC-Abteilung Verbraucherschutz fordert deshalb: „Mehr Toleranzabzug von 1-2 Stundenkilometern (zusätzlichen zur bisher gehandhabten von 3 km/h - Anmerk. Red.) und darüber hinaus auch die behördliche genauere Überprüfung der Messresultate.“

Falsche Auswertung
In deutschen Bußgeldstellen findet eine Überprüfung der Messungen meist jedoch nicht statt. Hier geht es vielmehr darum den Fahrer zu erkennen, um ihm innerhalb von drei Monaten das Knöllchen zuzustellen. Sonst geht der Fahrer straffrei aus. Olaf Neidel meint: „Wir gehen davon aus, dass die Auswertung bundesweit schlecht gehandhabt wird.“
Geschützt würden die Verbraucher nur durch verbesserte Kontrollen oder bessere Geräte. Als einziges Geschwindigkeitsmessgerät genügt die XV 2 der Firma Leica zurzeit allen Ansprüchen der Sachverständigen. Eine Videokamera zeichnet die Kontrollen so auf, dass die Messungen immer zuverlässig ausgewertet werden können. Olaf Neidel: „Die Beweiskraft ist bei diesem Gerät am höchsten. Würden mehr Geräte dieser Art in Deutschland angewandt, dann würde ich arbeitslos werden.“
Olaf Neidel muss sich darüber jedoch keine Sorgen machen. Schließlich sind bisher nur rund 300 dieser Geräte in Deutschland im Einsatz. Ein Grund: Die Leica kostet fast doppelt so wie vergleichbare Apparate ohne Kamera. Die Mehrausgabe könnte jedoch mit wenigen - garantiert richtig ausgewerteten - Bußgeldbescheiden finanziert werden.

Tipps für Geschädigte
Gehen sie zum Anwalt, wenn sie Zweifel am Bußgeldbescheid haben. Denn nur über einen Anwalt bekommen sie Einsicht in die Akten. Bei erkennbaren Mess- und Auswertungsfehlern legen sie sofort Einspruch gegen den Bescheid ein.
Gehen sie nur vor Gericht, wenn es sich lohnt, wenn z.B. ein Fahrverbot droht. Die Gerichtskosten und Ausgaben für Gutachter und Anwalt sollten in einem Verhältnis zur verhängten Strafe stehen. Die Kosten allein für Anwalt und Gutachter liegen in etwa bei 500 bis 1.000 Euro.
Raser können sich den Gang zum Anwalt sparen. Bei den Fehlmessungen geht es in der Regel nur um wenige Stundenkilometer. Die können allerdings im Einzelfall über Punkte in der Verkehrssünderkartei oder gar über Führerscheinentzug entscheiden.
quelle plusminus daserste.de
 
StefanS

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The Riddler
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Hallo,

ich lese bereits eine ganze Weile auf Radarfalle.de im Forum mit und das Thema ist mir hinlänglich bekannt.

kann Euch nur empfehlen dort einmal reinzuschauen und wenn Ihr Probleme habt dort auch zu posten!

Ich habe zwar den Fernsehbeitrag nicht gesehen kann aber dem o.z. Bericht zu 100% zustimmen.

Gruß

StefanS

PS: Das beste Mittel gegen Knöllchen ist aber immer noch das vorschriftsgemäße Fahren (...im Toleranzbereich!)
 

Jöan

Guest
Wie wärs damit zu fahren als hätte man ein Gehirn und sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten ?

Kein Anwalt - keine Kosten - keine Punkte.
 

alldie

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Hallo,
ich habe mir den Beitrag gestern abend auch angeschaut. Am Ende wurde dann noch gesagt, daß es bei der ganzen Sache "nur" um ein paar km/h Tolleranz geht. Nicht, daß jetzt hier wieder alle aufschreien - wer viel zu schnell ist, bei dem ist es eh egal.

Gruß
Alex.
 

Emil

Guest
ich fahre seit fast 13 jahren auto
am anfang ca 35000km pro jahr
mittlerweile ca 60000km pro jahr
und bin noch nie geblitzt worden - also: angemessen fahren dann passiert auch nix

die blitzgeräte werden so hoch eingestellt, wenn 70 zulässig ist blitzen die erst ab 80 oder 84 km/h - so schnell sollte man doch nie unterwegs sein, auch wenn man mal aus versehen das gaspedal zu tief tritt -
10-14 km/h sollte man eigentlich bemerken und dann wieder langsamer fahren.....wenn man aber das limit immer ausreizt - und 80km/h oder schneller fährt --> selber schuld

es ist doch eine schande, dass die öffentlich rechtlichen mittlerweile schon auf rtl/pro7/sat1 niveau herabgesunken sind und die schuld bei den messgeräten suchen.
 
Sillek

Sillek

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@ Emil

du hast schon recht wer ordnungsgemäß fährt der bekommt erst garkein Knöllchen, aber gestern in der Sendung wurde gebracht das z.b. die Festen Starkästen ein großes Problem sind da bei viel Wasser oder hohe Hitze die Kästen sehr beeinträchtigt sind und da kannst du 50 fahren und wirst trotzdem geblitzt.... und in letzter Zeit werden leider die Mobilen Blitzer von den Ordnungsämtern missbraucht also sie Blitzen an stellen wo es unsinnig ist damit die Kassen gefüllt werden da ja die Kommunen immer weniger Geld bekommen.... in München z.B. die A99 (Ring um München) die ist fast immer unbegrenzt (also Richtgeschwindigkeit 130) und frühs um 5 Uhr stellen die einfach Schilder 80 und dann auf 50 und schwub was passiert da fahren natürlich viele in die Falle und das ist meiner ansicht gefährdung des Strassenverkehrs und Abzocke.....und sowas ist leider inzwischen kein Einzelfall.... und die wirklichen Raser bekommen meistens nie was ab....

Und es ist trotzdem komisch das von 100 Bescheiden 80 unkorrekt sind 10 vollkommen falsch und gerade mal 10 richtig.....

PS: in der Sendung wurde gesagt das bei den Mobilen Anlagen oft es nicht an der Anlage liegt sondern an den Benutzer....
 

klausi88

Guest
wenn du der meinung bist, die schilder sind unsinnig, dann kannst du ja mal an die stadt schreiben, man soll sie wieder abbauen.

oder glaubst du ernsthaft, die stadt installiert erst irgendwo mitten auf der landstraße 50-schilder, um dann eine blitze aufzubauen damit sie geld verdient?

das ist doch wirklich dummes zeug.

ausserdem gehts bei den fehlern nur um ein paar km/h, und die werden sowieso schon als toleranz abgezogen. man zieht nämlich automatisch 3 kmh hab die als mögliche toleranz durch messungenauigkeiten entstehen können.

aber wie das nun mal so ist, man aht sich ja an die 3 kmh schon gewöhnt, und jetzt will man nochmal die toleranz weghaben. und wenn man sich da jetzt 2 jahre dran gewöhnt hat, dann probiert mans nochmal.

damit dann irgenwann glücklich gerast werden darf ohne sorge bestraft zu werden.

zur info: bei kindern, die von rasern überfahren werden, zieht die physik beim berechnen des bremsweges und der aufprallenergie übrigens keine toleranz ab...
 
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